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Besichtigungstermin

Worauf bei einem Besichtigungstermin zu achten ist

Niemand kauft die Katze im Sack. Deshalb sind Besichtigungstermine bei Immobilien heutzutage Standard. Für den Mieter oder Käufer ist es die Chance, vor Ort einen genauen Eindruck zu bekommen, und Verkäufer können die Vorteile der Immobilie möglichst überzeugend hervorheben.

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Einen Besichtigungstermin vereinbaren

Das Vereinbaren eines Besichtigungstermins ist sehr einfach. Interessenten wenden sich einfach an das Maklerbüro oder die im Inserat genannte Kontaktperson. In manchen Fällen, wie z.B. bei Studentenwohnungen, gibt es auch ein sogenanntes „Open House“, d.h. es gibt einen festen Termin, an dem alle Interessenten auch ohne Termin vorbeischauen können. Bei solchen Terminen ist es ratsam, bereits alle Unterlagen, die zu einer Vertragsunterzeichnung notwendig sind, mitzunehmen. Auch wenn der Mietvertrag nicht sofort unterschrieben werden muss, zeigt der potentielle Mieter damit sein starkes Interesse und er ist weniger gut vorbereiteten Bewerbern gegenüber im Vorteil. Geschenke sollten jedoch keine mitgebracht werden, sie können aufdringlich oder gar als eine Art Bestechungsversuch empfunden werden.

Wer zu einer Besichtigung eingeladen wird, muss unbedingt pünktlich sein! Denn bei der starken Nachfrage – vor allem in den österreichischen Ballungsräumen – kann Unpünktlichkeit schon ein Ausschlusskriterium sein.

Der Zweck des Besichtigungstermins

Mit dem Makler bzw. Verkäufer vereinbart der Immobiliengutachter oder Bausachverständige einen Besichtigungstermin, um vor Ort die Immobilie auf Herz und Nieren zu prüfen. So ist der Käufer vor unliebsamen Überraschungen abgesichert. Mit Messgeräten und dem Sachverstand eines Wertgutachters können feuchte Wände, schlechte Isolierungen und Schäden an Fliesen oder Estrich usw. feststellt werden, also Baumängel, die von einem Laien nicht auf den ersten Blick erkannt werden können. Auch der Makler muss den Interessenten über mögliche Beeinträchtigungen informieren. Er haftet für eine gewissenhafte Auskunft und kann bei Problemen aufgrund einer Fehlinformation belangt werden.

Daneben gibt es viele Aspekte, die im Inserat nicht deutlich werden. Erst vor Ort stellt sich heraus, wie gut das Tageslicht genutzt werden kann, wie hoch das Verkehrsaufkommen in der Umgebung ist, wie hellhörig die Wände sind, in welchem Zustand die Einbauküche ist usw. Immobilien ohne Besichtigungstermin zu kaufen oder mieten birgt das hohe Risiko, spätestens beim Umzug enttäuscht zu werden.

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Worauf ist beim Besichtigungstermin einer Wohnung zu achten?

Wer eine Wohnung oder ein Haus besichtigt, sollte sich insbesondere auf die möglichen Schwachstellen konzentrieren, wie z.B. undichte Fenster, Wasserflecken, veraltete Heizsysteme usw. Auch das Mitnehmen eines Maßbandes ist zu empfehlen, um die tatsächliche Größe der einzelnen Räume auszumessen und eventuell auch schon die Einrichtung der neuen Wohnung zu planen. Dass der Makler oder Vermieter bei der Besichtigung anwesend ist, soll nicht als Kontrolle gewertet werden. Im Gegenteil steht er für Fragen zur Verfügung und es können auch schon konkrete Verhandlungen gemacht werden.

Umgekehrt muss der Interessent daran denken, dass auch ihm Fragen gestellt werden und der Besichtigungstermin zum Bewerbungsgespräch werden kann. Fragen, die die Privatsphäre betreffen, wie z.B. zu Hobbies, Familienstand, Religionsbekenntnis usw. müssen nicht beantwortet werden. Allerdings ist es durchaus möglich, dass im Rahmen des Besichtigungstermins ein Fragebogen auszufüllen ist. Hier dürfen allgemeine Fragen zur Arbeit des Mieters, zur Anzahl der zukünftigen Bewohner usw. gestellt werden.

Was muss ich als Mieter zu einem Besichtigungstermin mitbringen?

Zu einem Besichtigungstermin müssen sich sowohl der Anbieter als auch der Interessent gut vorbereiten. Der Vermieter sollte sich im Klaren sein, welche Zielgruppe er ansprechen will, zu welchen Kompromissen er bereit ist und ob er bei der Miete bzw. beim Kaufpreis Spielraum hat.

Derjenige, der auf Wohnungssuche ist, sollte sich alle Fragen stellen, die für die Miete oder den Kauf entscheidend sind, vorab aufschreiben und eine Checkliste erstellen. Außerdem ist es sehr zu empfehlen, einen Lebenslauf, eine Mieterselbstauskunft oder sogar einen Einkommensnachweis unaufgefordert mitzubringen. Die Vorlage ist optional, macht aber garantiert einen guten Eindruck.

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