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Gemütliche und leistbare Mietwohnungen in Österreich finden

Die Wunsch-Wohnung: Wo sie zu finden ist und was sie kostet

In Österreich gibt es mehr als 1,5 Millionen Hauptmieter. Etwa 40 Prozent der Österreicher wohnen in Mietwohnungen. In den österreichischen Städten ist die Mietwohnung die beliebteste Wohnform. Die Preise dafür schwanken innerhalb Österreichs sehr stark.

1. Welche Arten von Mietwohnungen gibt es?

2. Wie gestaltet sich der Wohnungsmarkt in Österreich?

3. Wo finden Interessenten eine günstige Mietwohnung?

4. Wer bietet günstige Wohnungen zur Miete an?

5. Was ist bei der Miete einer Wohnung von Privat zu beachten?

6. Welche Rechte und Pflichten hat ein Mieter?

7. Welche Rechte und Pflichten hat der Vermieter?

8. Wie ist der Kündigungsschutz für Wohnungen zur Miete in Österreich?

 

1. Welche Arten von Mietwohnungen gibt es?

Je nach Lage, Ausstattung und Grundriss werden folgende Wohnformen unterschieden:

Geschosswohnungen sind die am häufigsten gemietete Form von Wohnungen in Österreich. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich sämtliche Wohnräume auf einem Stockwerk befinden.

Maisonetten: Hier verteilt sich der Wohnraum auf zwei Stockwerke, die innerhalb der Wohnung über eine Treppe miteinander verbunden sind.

Garçonnièren bestehen aus einem einzelnen Raum, der Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer zugleich ist.

Appartements haben ein bis zwei Zimmer und sind für gewöhnlich voll ausgestattet.

Dachgeschosswohnungen zählen zu den beliebtesten Wohnungsformen. Dadurch, dass sie sich unter dem Dach befinden, haben sie meist schräge Deckenwände.

Dachterrassenwohnungen sind die Luxusobjekte unter den Wohnungen und befinden sich im obersten Stock eines Gebäudes, mit einer meist großzügigen Terrasse.

Lofts: Die außergewöhnliche Wohnform hat wie die Garçonnière nur einen Wohnraum, ist aber wesentlich großzügiger geschnitten und zeichnet sich durch hohe Decken aus.

Einliegerwohnungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich in kleinen Wohnobjekten wie etwa Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern befinden.

 

2. Wie gestaltet sich der Wohnungsmarkt in Österreich?

Der Wohnungsmarkt ist in ganz Österreich sehr dynamisch, mit ständig neuen Angeboten und schnellen Mieterwechseln. Die Suche nach Mietwohnungen ist in den österreichischen Städten am ergiebigsten.

Am besten ist die Auswahl in Bezug auf Lage, Größe und Ausstattung in Wien. Im Zentrum der Stadt dominieren Bestandsimmobilien, in den äußeren Bezirken halten sich Altbauten und neuwertige Mietwohnungen die Waage.

Ähnlich verhält es sich in den anderen Landeshauptstädten, wobei hier in den Zentren eher kleine Wohnungen dominieren, während es in Wien in den Altbauten auch viele große Mietwohnungen mit mehr als 100 Quadratmetern Fläche gibt.

In der Bundeshauptstadt und in den Studentenstädten ist die Nachfrage größer als das Angebot, weshalb hier der Wohnungsmarkt insbesondere in Bezug auf günstige Mietwohnungen angespannt ist.

In größeren Dorfgemeinden und ländlichen Gegenden entspricht hingegen das Angebot der Nachfrage, in vielen Regionen im Osten Österreichs gibt es sogar mehr Wohnungen als Interessenten, was mit einer zunehmenden Abwanderung in die Städte zusammenhängt.

 

3. Wo finden Interessenten eine günstige Mietwohnung?

Die Preise für Mietwohnungen sind im österreichweiten Vergleich sehr unterschiedlich. Der Westen ist deutlich teurer als der Osten. Wer eine günstige Wohnung mieten möchte, wird folglich im Burgenland, in Kärnten und in der Steiermark fündig. Hier liegen die Mieten nur knapp über sechs Euro pro Quadratmeter. Wien, Vorarlberg und Tirol sind durchschnittlich um 30 Prozent teurer.

Auch auf regionaler Ebene gibt es Preisschwankungen, mit einem starken Stadt-Land Gefälle. Für Stadtverhältnisse günstig sind Mietwohnungen an den Stadträndern und in Nähe zu Industriezonen. Auf bundeslandweiter Ebene sind Wohnungen am Land mindestens um ein Drittel günstiger als in der Stadt. In Salzburg etwa liegen die günstigsten Preise für Mietwohnungen am Land bei circa sieben Euro, die Stadt aber gehört zu den teuersten Wohngebieten Österreichs.

 

Wohnungssuche regional - Das sind die beliebtesten Städte

4. Wer bietet günstige Wohnungen zur Miete an?

Besonders günstige Wohnungen zur Miete werden von gemeinnützigen Bauvereinigungen und direkt von den Gemeinden angeboten. Sie finanzieren den Bau durch Förderungen vom Staat sowie Förderbeiträge der zukünftigen Mieter.

In jeder österreichischen Stadt gibt es mehrere solche Bauträger, allein in Wien sind es über 30. Interessenten können sich beim Österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen über Kontakte und aktuelle Projekte in ihrer Nähe informieren.

 

5. Was ist bei der Miete einer Wohnung von Privat zu beachten?

Viele Mieter bevorzugen private Mietwohnungen, um sich die Kosten für einen Makler zu sparen und individuelle Vertragsbestimmungen zu vereinbaren. Dabei sollten Interessenten bei der Miete von Privat Folgendes bedenken:

  • Höhe der Miete: Eine Studie der Österreichischen Arbeiterkammer hat ergeben, dass die Mieten für privat vermittelte Wohnungen um fast 40 Prozent über den Mieten für Wohnungen von gemeinnützigen Bauträgern liegen.
  • Befristung: Mehr als zwei Drittel der Mietverträge von Privat sind befristet, die Auswahl an unbefristeten Mietverhältnissen sehr eingeschränkt.
  • Rechtsgültigkeit der Verträge: Bei privaten Mietwohnungen und individuell verhandelten Verträgen ist es häufiger der Fall, dass Teile des Vertrags gegen die Bestimmungen des Mietrechts verstoßen und diese vor Gericht keinen Bestand haben.
  • Informationspflicht des Maklers: Der Makler muss den Mietinteressenten im Rahmen einer Besichtigung auf etwaige Mängel der Wohnung hinweisen. Bei der Wohnungssuche ohne Makler entfällt diese Sicherheit.
  • Dauer der Suche: Ohne Makler dauert die Suche nach einer passenden Wohnung tendenziell länger.

 

6. Welche Rechte und Pflichten hat ein Mieter?

Mit der Zahlung der Miete sichert sich der Mieter das Nutzungsrecht an den gemieteten Räumlichkeiten. Der Vermieter darf die Wohnung, abgesehen von Ausnahmefällen, nicht unaufgefordert betreten. Solche Ausnahmen sind größere Reparatur- und Wartungsarbeiten, Gefahr im Verzug sowie Besichtigungen im Rahmen einer Neuvermietung. Der Mieter darf den Zutritt in solchen Fällen zwar verweigern, muss aber einen alternativen Termin anbieten.

Der Bewohner der Mietwohnung verpflichtet sich zu einem ordnungsgemäßen, nicht-nachteiligen Gebrauch der Wohnung und erklärt sich mit der Hausordnung, die Bestandteil des Mietvertrags ist, einverstanden. So kann es zum Beispiel sein, dass er Arbeiten am Haus, wie etwa die Schneeräumung, übernehmen muss oder sich an ein Rauchverbot in den gemeinschaftlich genutzten Räumen zu halten hat.

Außerdem bestätigt er mit seiner Unterschrift, dass er den vereinbarten Mietzins sowie die Betriebskosten fristgerecht bezahlen wird und dass er die Wohnung nach seinem Auszug in dem Zustand hinterlässt, in dem er sie vorgefunden hat.

 

7. Welche Rechte und Pflichten hat der Vermieter?

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Diese sind:

Vermieter sind dazu verpflichtet, den Bewohnern der Mietwohnung ein angenehmes Wohnen zu ermöglichen. Dazu gehört etwa, dass durch das Heizen eine bestimmte Mindesttemperatur in den Wohnräumen erreicht werden kann, fließend Warmwasser vorhanden sein muss oder eine Belästigung durch Nachbarn vermieden wird.

Meldet der Mieter Schäden oder notwendige Reparaturen an Objekten, die Bestandteil des Mietvertrags sind, hat der Vermieter diese zeitnah zu beheben.

 

8. Wie ist der Kündigungsschutz für Wohnungen zur Miete in Österreich?

Mieter in Österreich genießen durch das Mietrechtsgesetz einen sehr guten Kündigungsschutz. Während sie die Mietwohnung bei einem unbefristeten Vertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist jederzeit kündigen können, können Vermieter dies nur unter folgenden Umständen tun:

  • Ausbleiben der Mietzahlungen 
  • nachteiliger Gebrauch der Mietwohnung
  • vollständige Untervermietung der Wohnung
  • dringender Eigenbedarf
  • schriftlich vereinbarter Kündigungsgrund

Tipp: Interessenten müssen beim Mietvertrag darauf achten, in welchen Anwendungsbereich die Mietwohnung fällt. Bei Teil- und Vollausnahmen kann es vom österreichischen Mietrechtsgesetz abweichende Regelungen geben.

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