Jetzt Käufer, Mieter oder Nachmieter findenInserat aufgebenInserat aufgeben

Einfamilienhaus-Preise in Österreich weiter im Aufwind

So werden sich die Preise in Zukunft entwickeln

Der österreichische Immobilienmarkt ist sehr dynamisch – mit teilweise starken Preisveränderungen. Je nach Lage, Ausstattung und Zustand steigen die Preise unterschiedlich schnell an. Insgesamt bleibt der Aufwärtstrend laut RE/MAX-ImmoSpiegel aber weiter bestehen. Informieren Sie sich hier, welche Tendenzen sich am Markt abzeichnen.

Wie ist die Tendenz bei den Preisen auf regionaler Ebene?

Je nach Bundesland unterscheiden sich nicht nur die Grundpreise, sondern auch die Preisentwicklungen. Folgende Entwicklungen sind für die Bundesländer typisch:

Wien: In Wien ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern ungebrochen und damit steigen auch die Preise, die im Bundesländervergleich ungeschlagen sind. Die höchsten Preissteigerungen werden heuer für die beliebten Bezirke Donaustadt, Ottakring, Leopoldstadt, Meidling und Landstraße erwartet, aber auch in den Stadtbezirken außerhalb der Ringstraße haben die Preise noch lange nicht ihren Zenit erreicht.

Vorarlberg: Das westlichste Bundesland Österreichs verzeichnete im vorigen Jahr zwar weniger Verkäufe, dafür steigerten die Preise sich aber durchschnittlich um über zehn Prozent. Vor allem in Bregenz, Bludenz und Dornbirn wird dieser Trend auch heuer anhalten.

Tirol: Tirol ist einer der wichtigsten Handelsplätze für Immobilienverkäufe, was auf die hohen Kaufpreise zurückzuführen ist. Während diese sich im Nobelort Kitzbühel, einem der teuersten Wohnpflaster Österreichs, sowie in der Landeshauptstadt Innsbruck allmählich auf einem relativ konstanten, hohen Niveau einpendeln, ziehen sie in den ländlichen Regionen und kleineren Städten an. Hier ist auch dieses Jahr wieder mit einem hohen Anstieg von mehr als 15 Prozent zu rechnen.

Salzburg: Salzburg ist eines der wenigen Bundesländer in Österreich, in denen kaum preisliche Veränderungen zu erwarten sind. Geringfügige Anstiege gibt es in Hallein, Salzburg Umgebung und Sankt Johann im Pongau. Die Landeshauptstadt, die nach Innsbruck die teuerste Landeshauptstadt Österreichs ist, wird dies auch in Zukunft bleiben und sich stark vom restlichen Bundesland abheben.

Oberösterreich: Obwohl die Nachfrage nach Einfamilienhäusern allmählich abnimmt, steigen die Preise schneller als im österreichweiten Durchschnitt. Die Landeshauptstadt Linz, Linz-Land und Gmunden sind und bleiben vorerst die teuersten Bezirke. Langfristig werden die Bezirke Rohrbach, Eferding, Wels Stadt, Wels Land und Braunau gleichziehen.

Niederösterreich: Das Bundesland im Norden Österreichs ist und bleibt der wichtigste Markt für Einfamilienhäuser. Die jährlichen Preissteigerungen liegen hier im österreichischen Durchschnitt oder geringfügig darüber. An der starken Preisdifferenz innerhalb des Bundeslandes wird sich auch in Zukunft nichts ändern, doch sind regionale Verschiebungen teurer und günstiger Gegendenden zu erwarten. So steigen etwa die Preise in Gmünd, Horn, Waidhofen, Wiener Neustadt, Krems Land und Krems Stadt im zweistelligen Bereich, während sie in Neunkirchen, Bruck an der Leitha, Tulln und Korneuburg eklatant sinken.

Burgenland: Das Burgenland zeichnet sich durch relativ konstante Immobilien-Werte aus. Diese sind auch für heuer wieder zu erwarten – mit geringfügigen Verteuerungen in Eisenstadt Umgebung, Güssing, Mattersburg und Neusiedl am See. Im Bundesländervergleich bleibt das Burgenland auch in Zukunft das Bundesland mit den niedrigsten Durchschnittspriesen bei Einfamilienhäusern.

Steiermark: Die Steiermark steigt in ihrer Attraktivität als Wohnort, hier ist die Nachfrage nach Einfamilienhäusern im Vergleich zu den vorigen Jahren am schnellsten gewachsen. Der Markt zentriert sich auf die Landeshauptstadt Graz und Graz Land, weshalb dort die Preise auch höher sind als in den restlichen Bezirken. Sie werden heuer jedoch weniger stark ansteigen. Stattdessen ziehen die Bezirke Leibnitz, Murau und dem Murtal an.

Kärnten: Auch in Kärnten wird heuer wieder eine leichte Wertsteigerung bei den Einfamilienhäusern erwartet. Diese wird wie schon im vorigen Jahr in Spittal, Klagenfurt Land, Klagenfurt Stadt, Villach Stadt und Villach Land am stärksten sein.

Welche allgemeinen Entwicklungen zeichnen den österreichischen Immobilienmarkt aus?

Seit einigen Jahren ist die Zahl der Verkäufe von Einfamilienhäusern relativ stabil, etwas mehr als 5.000 Immobilien wechseln jährlich den Besitzer. Die Preise dafür haben sich jedoch geändert: So sind sie im österreichweiten Durchschnitt um etwa 4,5 Prozent gestiegen. Auch für heuer wird eine ähnliche Steigerung erwartet. Dabei wird sich das West-Ost-Gefälle bei den Preisen weiterhin manifestieren. Einfamilienhäuser in Vorarlberg, Tirol und Salzburg bleiben deutlich teurer als vergleichbare Objekte in Kärnten oder im Burgenland. Doch auch hier ziehen die Preise allmählich an.

Die Differenz zwischen Stadt und Land bleibt weiter bestehen, die Preiserhöhungen bei Einfamilienhäusern in Städten sind progressiver als bei Objekten am Land. Eine besondere Entwicklung, die sich schon in den letzten Jahren abzeichnete, hält auch in Zukunft weiter an: Einfamilienhäuser, die sich an Stadträndern oder in deren Einzugsgebieten befinden, wie zum Beispiel im Wiener Stadtgürtel, erfahren eine vergleichsweise schnellere Wertsteigerung. Bei ihnen ist zu erwarten, dass sie sich binnen weniger Jahre an die Preise für vergleichbare Immobilien in den äußeren Stadtbezirken angleichen. Sie sind somit eine der verheißungsvollsten Immobilien, wenn es um gewinnbringende Immobilieninvestitionen geht.

Worauf legen die Österreicher beim Immobilienkauf besonders viel Wert?

Es gibt einige Faktoren beim Wohnen, für die die Österreicher gerne etwas tiefer in die Tasche greifen. Dazu gehören:

  • das Wohnen in Alleinlage im Grünen mit großem Garten
  • eine außergewöhnliche Lage, wie zum Beispiel auf einem Sonnenplateau, im Skigebiet oder an einem See
  • eine gute Infrastruktur
  • die Nähe zu Städten
  • energieeffiziente Bauweisen
  • gutes Raumklima
  • hochwertige Ausstattungen
  • große Objekte mit mehr als 130 Quadratmetern Wohnfläche

Die unterschiedlich schnellen Preissteigerungen bei Einfamilienhäusern in Österreich ergeben sich folglich nicht unbedingt durch die Gebäude, sondern durch die Grundstückspreise, die in den westlichen Bundesländern und in den Landeshauptstädten überdurchschnittlich schnell steigen.

Warum lohnt es sich, in Fertighäuser zu investieren?

Fertighäuser galten lange Zeit als weniger wertvoll als Massivbauten. Doch das hat sich in den letzten Jahren geändert. Etwa ein Drittel der Österreicher setzt beim Hausbau mittlerweile auf Fertigbauweise, durch hochwertige Materialien und innovative Lüftungs- und Heizungssysteme können beim Energieausweis Spitzenwerte erzielt werden.

Für Makler bedeutet das, dass Fertighäuser im Vergleich zu früher leichter zu vermitteln sind. In manchen Regionen gibt es für Fertighäuser sogar einen größeren Interessentenkreis, da sie trotz des hohen Standards immer noch etwas günstiger sind als Einfamilienhäuser in Massivbauweise.