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Almhütte - Dem Alltag entfliehen

Pure Idylle im Almurlaub

In der Abgeschiedenheit der Berge, hoch oben in der idyllischen Almwelt, befinden sich urige Almhütten, die zum Entspannen, munteren Bergtouren und vielem mehr einladen.

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Wie hat sich diese Wohnform gewandelt?

Im ursprünglichen Sinne sind Almhütten Wohngebäude von Viehhirten bzw. Sennern, die dort über den Sommer leben, um das auf den Gebirgsweiden grasende Vieh zu betreuen. Meist sind sie auf dem Berg verstreut oder in einem kleinen Almdorf zu finden. Die körperlich anstrengende und einsame Weidewirtschaft lohnt sich kaum noch, sodass Almhütten meist nicht mehr in traditioneller Weise bewirtschaftet werden. Stattdessen hat der Tourismus die Vorzüge der Almhütte für sich entdeckt, da immer mehr Menschen die Natur der Bergwelt genießen wollen. So hat sich die Funktion der Gebäude in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt.

 

Wie wird eine Almhütte genutzt?

Insbesondere in beliebten Wander- und Skigebieten gelegen bietet die Almhütte Unterschlupf für Bergsportler. In der Skihütte finden Skifahrer und Snowboarder Entspannung nach einer anstrengenden Abfahrt und können sich mit deftigen Speisen und warmen Getränken stärken. An Wanderstrecken gelegen ist die Almhütte der perfekte Ort für eine Pause nach einem kräftezehrenden Aufstieg. Das gastronomische Angebot umfasst dabei eine zünftige, regionale Küche, bei der die benötigten Lebensmittel allerdings nur noch selten selbst produziert werden. Auf einer Reiteralm kann zum einen Rast während eines langen Ausrittes eingelegt oder gar eine Reittour gebucht werden. Weiterhin wird eine Almhütte oft als Ferienhaus für einen entspannten Hüttenurlaub angeboten.

 

Wie lässt sich der Almurlaub gestalten?

Ob Erholung vom Stadtlärm in stiller Zurückgezogenheit oder sportlicher Aktivurlaub, ein Aufenthalt in den Bergen lässt sich auf unterschiedliche Arten gestalten. Für beide Varianten sind Almhütten ideal, da sie sich in bester Lage zu Wandergebieten befinden, aber meist alleinstehend ohne direkten Nachbar sind. Wer den ganz ursprünglichen Stil bevorzugt, kann etwa eine traditionelle Selbstversorgerhütte mit Plumpsklo, Holzofen und ohne Stromversorgung wählen, das völlig abgeschieden liegt und nur zu Fuß erreichbar ist. Natürlich gibt es auch wesentlich komfortablere Möglichkeiten, die direkt mit dem Auto erreichbar sind. Vorab sollte überlegt werden, ob eine Selbstversorgerhütte oder eine Hütte in einem Almdorf mit verschiedenen Servicemöglichkeiten für den Urlaub gemietet werden soll. In einigen Almdörfern werden feste Mahlzeiten und Zimmerreinigung angeboten, während Selbstversorger sich selbst um das Kochen und Reinigen der Räume kümmern müssen. Für einen Wellnessurlaub empfehlen sich Almhütten, die Zugang zu einem Wellnessbereich haben oder gar über eine eigene Sauna verfügen. Hinsichtlich der Ausstattung und Einrichtung der Hütten sind hier keine Grenzen gesetzt, sodass jeder Urlauber das Passende für sich findet.

Almhütte in Österreich suchen

Lohnt sich der Kauf einer Almhütte?

Eine Almhütte zu kaufen bietet die Möglichkeit, zu jeder Zeit die Ruhe und die Natur der Alpen genießen zu können. Hier können Anrainer dem Alltagsstress entfliehen und sich erholen. Darüber hinaus kann das Gebäude als Jagdgelegenheit genutzt werden, denn Besitzer dieses Objekts können für mehrere Tage mitten in den Wäldern hausen. Wer eine Almhütte kaufen möchte, sollte sich dies vorab gut überlegen.

Die Nachfrage nach einer Almhütte steigt seit Jahren, da immer mehr Menschen Ruhe und Entspannung abseits der Hektik des Alltags suchen. Allerdings sind die Objekte stark begrenzt, da Neubauten in Zukunft immer seltener genehmigt werden. Das macht diese Immobilie daher interessant als Geldanlage. So kann es durchaus eine sinnvolle Investition sein, eine Almhütte zu kaufen. Bei einem auffällig niedrigen Preis ist es immer ratsam, einen Gutachter zu Rate zu ziehen, um Mängel am Objekt festzuhalten. Denn gerade bei den traditionellen Hütten, die nur schwer erreichbar sind, kann eine Renovierung sehr zeit- und kostenaufwendig sein. In jedem Fall sollte der Kauf gut überlegt sein.

 

Was ist beim Kauf einer Almhütte zu beachten?

Wer in Erwägung zieht, eine Almhütte zu kaufen, sollte vorab überprüfen, ob sich die Anschaffung überhaupt lohnt. Nutzen die Interessenten das Urlaubsdomizil zukünftig nur gelegentlich, wären Kosten und Aufwand viel zu hoch – der Kauf würde sich also nur lohnen, wenn die Hütte regelmäßig genutzt wird. Zudem sollte detailliert überprüft werden, welche Kosten auf den Interessenten zukommen:

  • Der Kaufpreis der Immobilie
  • Nebenkosten wie Wasser und Strom
  • Reparaturen, Renovierungen und Instandhaltung

Ist der Kaufpreis überraschend niedrig, sollte stets ein Gutachter hinzugezogen werden. Dieser kann gemeinsam mit dem Interessenten das Haus bis ins Detail überprüfen – denn Kosten für nötige Reparaturen lassen den Endpreis oft drastisch ansteigen. Wichtig ist übrigens ebenfalls der Weg zum Gebäude: Kann dieser problemlos mit dem Auto befahren werden? Das Tragen schwerer Taschen und Koffer über eine weite Strecke kann andernfalls in jedem Urlaub zu einer kleinen Tortur werden.

 

Wie kann das eigene Almhaus eingerichtet werden?

Ist die eigene Almhütte gekauft, kann diese ganz nach Belieben eingerichtet werden. Für den richtigen Alpenlook sind zahlreiche Einrichtungsideen möglich. Besonders die Gemütlichkeit sollte dabei in Evidenz gehalten werden. Eine Feuerstelle und rustikale Esszimmermöbel aus Holz sorgen beispielsweise für eine behagliche Atmosphäre. Wichtig sind ebenfalls weiche Sessel und flauschige Teppiche – auch Karomuster sind bei der Wahl geeigneter Textilien besonders beliebt. Unterstrichen werden kann die Natürlichkeit durch die passende Dekoration. Frische Blumen in zierlichen Vasen, Tannenzapfen und kleine Holzscheite sowie dicke Stumpenkerzen schaffen die optimale Atmosphäre für einen wohligen Winterabend.

 

Gibt es Alternativen zum Kauf einer Almhütte?

Wenn das Kaufen der Almhütte zu kostspielig ist, die Urlauber den Aufenthalt dennoch in aller Ruhe genießen möchten, ist es ratsam, ein Objekt zu mieten. Auch hierfür gibt es zahlreiche Almbetriebe, die passende Immobilien zur Verfügung stellen. In der Regel besitzen die Häuser auf der Alm eine eigene Zufahrt sowie fließendes Wasser und Strom. Hinsichtlich der Einrichtung kann jeder Interessent selbst entscheiden, ob er die traditionelle Ausstattung bevorzugt oder komfortabel wohnen möchte.

Es bietet sich außerdem die Möglichkeit an, für die Dauer des Aufenthalts in einem Almgasthof unterzukommen. Gastbetriebe sind zahlreich in den Alpen zu finden und bieten etliche Sport- sowie Freizeitmöglichkeiten. So kommen beispielsweise in den Skihütten, die vorrangig an Wanderstrecken angesiedelt sind, Wanderer und Wintersportler unter. Zudem halten die meisten Hütten deftige Speisen bereit, die besonders von regionalen Lebensmitteln geprägt sind – Milch, dunkles Brot und Käse gehören hier stets dazu.

 

Wo ist das Mieten der Unterkunft möglich?

Theoretisch kann in jedem Bundesland Österreichs eine Almhütte gemietet werden – Selbstversorgerhütten sind fast überall zu finden. Zu den beliebtesten Regionen zählen unter anderem Tirol und das Salzburger Land. Möglich ist auch, sich nach bestimmten Freizeitbeschäftigungen zu richten. Wer beispielsweise gern wandert oder bergsteigt, kann sich nach Unterkünften erkundigen, die möglichst hoch liegen. In der Nähe von Innsbruck, etwa an der Wildspitze oder am Großglöckner sind einige Wanderhütten angesiedelt; auch spezielle Skihütten lassen sich hier finden. Für einen Familienurlaub lohnt es sich auch, in der Nähe eines Nationalparks oder in einem Dorf mit Freizeitangebot den Hüttenurlaub zu planen – dort ist in der Regel für ein abwechslungsreiches Kinderprogramm gesorgt.

 

Zu welcher Zeit lohnt sich ein Almhüttenurlaub?

Wichtig ist natürlich, dass der Urlaub rechtzeitig geplant und das Quartier frühzeitig gebucht wird. Besonders in der Hauptsaison, also in den wärmsten Sommermonaten, sollte die Unterkunft mindestens drei bis vier Wochen im Voraus gebucht werden. Gleiches gilt für Weihnachten und Silvester: Da viele Anrainer das Ende des Jahres auf besondere Weise feiern möchten, sind Almhütten in dieser Zeit besonders beliebt.

Wer die Möglichkeit hat, außerhalb der Hauptsaison zu buchen, sollte dies in jedem Fall nutzen – nicht nur der Übernachtungspreis wird dadurch günstiger, auch können die österreichischen Alpen zu einer anderen Jahreszeit besichtigt werden. Im Frühling und Herbst zeigt sich in vielen Regionen die Schönheit der Natur auf besondere Weise.

 

Wie lassen sich böse Überraschungen vermeiden?

Bei größeren Almhütten, in denen mehrere verschiedene Gruppen aufgenommen werden können, kann es häufig zu Konflikten kommen, wenn sich die Gäste vorab nicht über das übliche Publikum informiert haben. Wenn eine Familiengruppe im Hüttenurlaub auf einen Fußballklub trifft, der „Gas geben“ will, ist der Streit vorprogrammiert. Viele Hütten, insbesondere Alpenvereinshütten, haben eine Hüttenruhe, die meist zwischen 22:00 und 23:00 Uhr liegt. Sollten noch andere Gäste anwesend sein, kann der Hüttenwirt diese nicht eigenmächtig nach hinten verlegen, da er dem Alpenverein gegenüber zum Einhalten der Hüttenruhe verpflichtet ist. Vereine, Clubs oder Polterer sollten sich deshalb vorab informieren, ob es eine Hüttenruhe gibt und ob noch andere Gäste anwesend sein werden.

 

Selbstversorgung oder Komfort?

Um eine Almhütte zu mieten, sollte vorab überlegt werden, ob die Urlauber sich selbst versorgen oder den Komfort eines Almdorfs genießen möchten. Wer nach Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, sollte am besten eine alleinstehende Selbstversorgerhütte mieten. Hier kümmert sich der Urlauber selbst um die Verpflegung – meist müssen auch Bettwäsche und Badutensilien mitgeführt werden. In den Almdörfern sind hingegen mehrere Häuser nebeneinander angesiedelt. Hinsichtlich der Versorgung unterscheiden sich die Dörfer allerdings. So sind in einigen nur Selbstversorgerhütten zu finden, in anderen wird dagegen Komfort groß geschrieben. Bettwäsche und geregelte Mahlzeiten sind hier also vorzufinden. Wellnessbereiche wie ein Whirlpool oder eine Sauna sind jedoch sowohl bei der Selbstversorgung als auch im Dorf zu finden – hierfür wird allerdings oftmals ein höherer Preis verlangt.

 

Was wird zum Almhaus mitgenommen?

Zu den wichtigsten Utensilien gehört natürlich die passende Kleidung. Besonders für Wanderungen sollten das passende Schuhwerk und eine robuste Garderobe mitgeführt werden. Darüber hinaus lohnt es sich, einen Schlafsack mitzuführen – so kann sichergegangen werden, dass die Hygiene gewahrt wird und stets ein Schlafplatz zur Verfügung steht. Wer in einem Mehrbettzimmer unterkommt, sollte Ohrenstöpsel keinesfalls vergessen.

Viele nutzen den Urlaub, um nicht in einer Unterkunft zu bleiben, sondern eine Hüttentour zu veranstalten. Hierfür sollte die gesamte Wanderung natürlich gut geplant werden. Für solch ein Unterfangen lohnt es sich beispielsweise, einen Speiseplan zusammenzustellen und ausreichend Verpflegung für mehrere Tage mitzuführen. Hochwertige Regenkleidung und eine funktionierende Taschenlampe sind ebenfalls vorteilhaft. Übrigens lohnt es sich für solche Touren, in den Alpenverein einzutreten. Übernachtungen sind dadurch günstiger, die Wanderer sind versichert und der Schutz der Natur wird dadurch unterstützt.

 

Von Südtirol bis Kärnten – Die Almhütte zum Wohnort machen?

Viele Menschen wollen der Konsumgesellschaft entfliehen und wünschen sich ein Leben auf einer Almhütte inmitten der Natur. Doch wer einmal den Komfort unserer Gesellschaft gewohnt ist, kann sich mit dem Almleben schwer tun. Zwar sind viele Hütten mittlerweile sehr modern eingerichtet und die rustikale Bauernstube mit Kachelofen ist einem schicken Wohnzimmer mit offenem Kamin gewichen, doch die äußeren Faktoren sind dieselben geblieben. So kann die Alleinlage zum Problem werden, z.B. bei starken Wintern, in denen die Bewohner durch den Schnee von der Außenwelt abgeschnitten sind. Auch ein Elektriker, der erst eine Wanderung auf sich nimmt, um einen Schaden zu beheben, wird sich schwer finden lassen. Dasselbe gilt für Handwerker aller Art. Besonders ältere Menschen müssen auch bedenken, dass der Weg zum Arzt sehr weit sein kann. Eine Abholung per Hubschrauber ist aufgrund der geographischen Lage nicht immer möglich, außerdem müssen schwerwiegende Fälle vorliegen, damit die Versicherung den Helitransport übernimmt.

Wer sich trotzdem den Traum von einer Almhütte verwirklichen möchte, sollte daran denken, dass diese nicht nur über den Fußweg, sondern zumindest auch über eine Forststraße erreicht werden kann. Aber Achtung! Die Straße darf aus rechtlicher Sicht nicht von jedermann befahren werden. Lediglich Personen, die über eine Zulassung aufgrund von Grundstückbesitz im betroffenen Gebiet verfügen, dürfen die Forststraße nutzen.

 

Was ist bei der Bewirtung einer Almhütte zu beachten?

Seinen Lebensabend auf einer Hütte in der Natur verbringen und sich nebenbei ein kleines Taschengeld mit der Bewirtung von Wanderern verdienen – Diese Idylle ist leider nicht unbedingt Realität. Ein Almwirt darf nämlich nur Produkte verkaufen, die er selbst produziert hat. Das bedeutet, dass eine Viehwirtschaft mit Kühen, Ziegen, Schweinen oder Hennen unvermeidlich ist. Der Ausschank bzw. die Verköstigung sind nur dann erlaubt, wenn auch eine Almwirtschaft aktiv betrieben wird. Wird das Vieh im Winter ins Tal gebracht, ist die Bewirtschaftung zu dieser Zeit nicht erlaubt.

Eine bewirtschaftete Almhütte unterliegt den allgemeinen Hygienevorschriften. Das bedeutet, dass durchaus auch eine nicht angekündigte Prüfung durch das Hygieneamt möglich ist.

Wer in seiner Hütte auch Gäste beherbergen möchte, kann dies ohne Gewerbeberechtigung nur tun, wenn es sich um maximal 10 Schlafplätze handelt. Sonst muss der Betrieb auf seine Tauglichkeit hin geprüft werden und es müssen dementsprechend in jedem Schlafzimmer und in den Gemeinschaftsräumen Brandmeldeanlagen sowie gekennzeichnete Fluchtwege vorhanden sein.