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Umschuldung

Wann sich die Umschuldung lohnt

Wer zu hohe Raten im Monat zahlt oder noch immer in einem Fremdwährungskredit steckt, denkt sicher oft an eine Umschuldung. Erfahren Sie, wann sich diese auszahlt.

Umschuldungen kosten Geld

Als erstes fallen für die Neueintragung der Hypothek Kosten an, da sich die neue Bank im Grundbuch besichern muss, wenn ein neuer Kredit abgeschlossen wird. Es fallen 1,2 Prozent des Pfandrechts als Gebühren für die Eintragung der Hypothek im Grundbuch an. Dabei ist die gängige Praxis, eine Höchstbetragshypothek einzutragen, die um ca. 20% höher ist, als die Kreditsumme, die aushaftend ist. Auf diese Weise sind sämtliche Forderungen pfandrechtlich abgedeckt (also auch alle Nebenkosten), falls die Verwertung des Pfandes notwendig werden sollte. Also rechnet man inklusive diverser Nebengebühren sicherheitshalber mit 1,5 % Eintragungsgebühr. Dazu kommen die Kosten für die Bearbeitungsgebühr der Bank, die zwischen 0,5 und 3% liegen. Zudem muss ein Notar den Kreditvertrag beglaubigen. Alles in allem kann man also mit 2 % bis 5 % Nebenkosten für die Umschuldung rechnen.

Wann lohnt sich die Umschuldung?

Meist lohnt sich eine Umschuldung, wenn trotz anfallender Kosten für den Wechsel insgesamt Ersparnisse entstehen. Dazu müssen die neuen Raten mit den verbleibenden Monaten der Laufzeit multipliziert und zu den Kosten der Umschuldung addiert werden. Nun kann verglichen werden, ob Ersparnisse entstehen.

Meistens ist diese simple Rechnung ausreichend. Für eine Feinkalkulation müssen noch Gebühren wie Kontoführungsspesen einbezogen werden. Die wichtigste Frage ist jedoch immer, was geschieht, wenn die Zinsen nach Umschuldung steigen.

Alte und neue Bedingungen beachten

Informieren Sie sich, aus welchen Vertragsbedingungen Sie aussteigen und welche neuen Bedingungen auf Sie zukommen. Vergewissern Sie sich, was geschieht, wenn die Zinsen in den fortlaufenden Jahren steigen sollten. Ein Gespräch mit einem Experten ist hier sicher ratsam. Am bedeutsamsten ist dies natürlich bei Fremdwährungsfinanzierungen, die noch in vielen Haushalten die Sorge um die weitere Entwicklung der Währungsmärkte beherrschen. Hier ist guter Rat zumeist teuer. Denn die Kosten für einen Ausstieg aus der Fremdwährung sind meist enorm, wenn der Verlust im Wechselkurs realisiert werden muss. Ob es sich dennoch auszahlt umzusteigen, weiß man entweder erst in der Zukunft, wenn die Märkte sich weiterbewegt haben, oder man rechnet mehrere Szenarien durch, die eintreten könnten und entscheidet sich für jenes, bei dem man sich am wohlsten fühlt und dessen Kosten man für dieses Wohlgefühl in Kauf nehmen will.