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Darlehenszinsen

So setzen sich die Kreditkosten zusammen

Die Darlehenszinsen geben an, wie viel ein Kreditnehmer an den Kreditgeber für die Überlassung eines Kredits zahlen muss. Das heißt, um einen Kredit gewährleistet zu bekommen, wird eine gewisse Gegenleistung gefordert. In diesem Fall handelt es sich bei der Gegenleistung um Zinsen, deren Höhe sich nach marktüblichen Konditionen richtet.

Wie wird der Darlehenszins festgelegt?

Natürlich variieren je nach Institut auch die Darlehen und die Höhe der Zinsen. Im Wesentlichen gibt es fünf Faktoren, durch die der Darlehenszins bestimmt wird.

Zum einen ist die Laufzeit des Darlehens ein wichtiger Aspekt für die Bestimmung des Darlehenszinses. Je länger die Laufzeit für das Darlehen sein soll, desto höher fallen die Zinsen aus. Das liegt daran, dass während einer längeren Laufzeit das allgemeine Zinsniveau steigen kann. Beim Eintritt eines solchen Falles wäre somit ein Ausgleich geschaffen.

Hinzu kommt dann noch die Höhe des Kreditbetrags. In der Regel fallen die Zinsen umso günstiger aus, je niedriger die Kreditsumme ist. Das liegt daran, dass geringe Darlehen schneller zurückgezahlt werden als die, die höher ausfallen. Bei großen Summe ist das Ausfallrisiko für die Bank dagegen deutlich höher.

Gebühren, die beispielsweise beim Sollzins nicht beachtet werden, werden beim Effektivzins hinzugerechnet. Dabei werden also sämtliche Verwaltungs-, Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren hinzugezogen. Deswegen wird geraten, den Effektivzins anstelle des Sollzinses zu nutzen, um Angebote zu vergleichen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Bonität. Sie verrät dem Darlehensgeber, wie kreditwürdig der Darlehensnehmer ist. Dabei spielen Schulden, das Einkommen und der Beruf eine große Rolle. Hierbei wird von Kreditinstituten darauf geachtet, dass ein regelmäßiges und gesichertes Grundeinkommen gegeben und ob die Schuldenhöhe gering gehalten ist. Eine gute Bonität verhilft zu einem niedrigen Darlehenszins.

Zum Teil wird aber auch das Eigenkapital beachtet. Je höher das Eigenkapital ist, desto geringer ist der Kreditbedarf. Es wird also eine geringere Leihsumme benötigt. Schlussfolgernd fallen die Zinsen niedriger aus.

Was ist zu beachten?

Zusätzlich sollten aber auch noch andere Aspekte beachtet werden, zum Beispiel, ob die Möglichkeit besteht, in Notsituationen eine Laufzeitverlängerung zu bekommen. Bei dem Verlust des Jobs oder anderen finanziellen Problemen, könnte das hilfreich sein.

Welche Darlehen-Arten gibt es?

Kreditnehmer haben oftmals die Wahl zwischen:

  • Annuitätendarlehen
  • Tilgungsdarlehen
  • Versicherungsdarlehen
  • Endfälliges Darlehen
  • Variables Darlehen
  • Volltilgerdarlehen

Annuitätendarlehen zählen als klassische Immobilienfinanzierung. Es handelt sich um monatliche Zahlungen von festgelegten Raten. Dabei bleiben die Raten über die gesamte Laufzeit von fünf bis 15 Jahren gleich. Der anfängliche Tilgungssatz kann selbst festgelegt werden.

Bei Tilgungsdarlehen werden die Tilgungs- und Zinsraten getrennt voneinander zurückgezahlt. Die Tilgungsrate bleibt konstant, wobei die Zinsrate sich im Laufe der Rückzahlung reduziert, da die Restschuld während der Rückzahlung reduziert wird. Zwar ist die Belastung am Anfang höher, jedoch fällt die Gesamtbelastung niedriger aus.

Versicherungsdarlehen sind quasi eine vorfinanzierte Form von Darlehen. Es wird in eine Kapitallebensversicherung eingezahlt, die am Ende der Laufzeit aufgelöst wird, um das Darlehen zu tilgen. Die Vereinbarung der Laufzeit wird schon am Anfang abgeschlossen. Dadurch, dass die Tilgung erst nach Ablauf des Zeitraums verläuft, bestehen die Monatsraten nur aus den anfallenden Zinsen.

Bei dem endfälligen Darlehen handelt es sich um ein tilgungsfreies Darlehen. Das heißt, dass die anfallenden Zinsen während des festgelegten Zeitraums bezahlt werden. Getilgt wird nach Ablauf und zwar in einer Summe. Auch in diesem Fall dient die Kapitallebensversicherung zur Tilgung des Kredits.

Ein Merkmal der variablen Darlehen sind die niedrigen Zinssätze und deren Festschreibung, bei der die Höchstlaufzeit sechs Monate beträgt. Nach Ablauf des Kredits erfolgt eine Anpassung an die Zinsen des aktuellen Marktes. Dadurch wird auch ein Umstieg zu einem langfristigen Darlehen ermöglicht. Eine Rückzahlung ist zu diesem Zeitpunkt auch schon möglich.

Die Volltilgerdarlehen werden monatlich in festen Raten inklusive Zinsen und Tilgung gezahlt. Der Zeitpunkt, wann der Kredit abbezahlt sein soll, kann individuell festgelegt werden. Danach richtet sich auch die Raten-Festlegung.

Tipps für die Baufinanzierung

Durch kürzere Laufzeiten können Kosten gesenkt werden. Das heißt, je länger die Laufzeit ist, desto teurer fällt der Kredit aus.

Wichtig ist es, die Zinsentwicklung zu beobachten. Um einen möglichst niedrigen Bauzins zu erhalten, sollten die Zinsen auf dem Markt miteinander verglichen werden.

Ein Vorteil ist es, Eigenkapital einzubringen, um das Darlehen niedrig zu halten. Empfehlenswert sind mindestens 20 bis 30 Prozent der Summe, die geliehen wird.

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