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Eigentumswohnung - Die eigenen 4 Wände

Eine Eigentumswohnung kaufen

Die Nachfrage nach Wohnungseigentum in Österreich steigt beständig. Spätestens seit der Wirtschaftskrise wollen viele Österreicher ihr Geld sichern und es in Immobilien anlegen. Doch mit der eigenen Wohnung kann das Geld nicht einfach geparkt werden. Es kommen auch weitere Kosten auf den Käufer zu.

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Wie wird eine Eigentumswohnung definiert

Nach dem Wohnungseigentumsgesetz besteht die Möglichkeit, innerhalb eines Gebäudes Eigentum an einer einzelnen Wohnung zu bilden. Rechtlich wird unterschieden zwischen dem Sondereigentum an der Wohnung selbst und dem dazugehörigen Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum (Gemeinschaftseigentum). Beide sind Bestandteile des Wohnungseigentums und untrennbar miteinander verbunden. Das bedeutet, dass beim "Verkauf" einer Eigentumswohnung neben dem Sondereigentum an der Wohnung selbst noch der entsprechende Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum verkauft wird. Im Gegensatz zum Wohnungseigentum wird von Teileigentum dann gesprochen, wenn es sich um Sondereigentum handelt, welches nicht zu Wohnzwecken dient (zum Beispiel: Laden- und Büroräume).

Wie hoch sind die Kosten für eine Eigentumswohnung in Österreich?

Für Vorsorgewohnungen müssen Interessenten in Österreich teilweise tief in die Tasche greifen. Ein starkes West-Ost-Gefälle macht das Wohnen in Vorarlberg, Tirol und Salzburg besonders teuer. Für eine Wohnung in Innsbruck muss z.B. heuer fast das Vierfache von einer Wohnung in St. Pölten gezahlt werden. Aber auch regional gibt es starke Unterschiede. Die Ballungszentren wie Wien und Salzburg sind heiß begehrt, je näher am Stadtzentrum, umso teurer wird das Wohnen. Eine Wohnung in Wiens 3. Gemeindebezirk Landstraße kostet doppelt so viel wie eine im 20. Bezirk Brigittenau.

Neben der Lage, dem Baujahr und der Größe ist auch die Ausstattung ein entscheidender Kostenfaktor. Eine Dachgeschosswohnung oder Wohnung in der Stadt mit Loggia oder Terrasse schießt preislich in die Höhe, ebenso wie Kaufobjekte mit Einbauküchen, einem Stellplatz für das Auto, Parkettböden, sanierten Heizungen usw. Ein Erstbezug kann bis zu 1/3 teurer sein als der Kauf einer Bestandswohnung.

Wer in einem der sehr gefragten Bezirke eine besonders günstige Wohnung findet, muss deshalb Vorsicht walten lassen. Häufig handelt es sich um nicht sanierte Altbauten, Wohnungen ohne Hofruhelage mit Blick auf die Straße oder mit sonstigen Beeinträchtigungen. Für das Sanieren und Renovieren können schnell zusätzliche 30 Prozent vom Kaufpreis anfallen. Das vermeintliche Schnäppchen wird dadurch genauso teuer wie eine Wohnung in besserem Zustand.

Immobilien suchen in Österreich

Welche Rechte und Pflichten gehen Käufer einer Eigentumswohnung ein?

Wohnungseigentum bedeutet nicht absolute Freiheit. Der Eigentümer hat weiterhin eine Verpflichtung gegenüber der Eigentümergemeinschaft. So muss er z.B. die Instandhaltungskosten für das Gebäude und den Verwalter mitbezahlen und er darf Gemeinflächen nicht eigenwillig bzw. privat nutzen. Auch bezüglich möglicher Baumaßnahmen ist er eingeschränkt.

Welche Nebenkosten ergeben sich bei einer Eigentumswohnung?

Neben den Betriebskosten und den Ausgaben für die Erhaltung und Instandsetzung des Gebäudes müssen beim Kauf auch die Maklergebühr, die Grundbuchgebühr von 1,1 % des Kaufpreises und die Grunderwerbssteuer von 3,5 % des Kaufpreises gezahlt werden.

Eine Eigentumswohnung vermieten

Der Eigentümer hat das Recht, seine Wohnung zu vermieten. Er muss lediglich darauf achten, dass der Mieter sich soweit rücksichtsvoll verhält, dass sich die Nachbarn in der Wohnhausanlage nicht belästigt fühlen. Ein Mitspracherecht bei der Wahl des Mieters haben sie jedoch nicht. Wer seine Vorsorgewohnung vermieten möchte, sollte sich über den aktuellen Mietpreisspiegel der Region informieren und dementsprechend die Miete inklusive Betriebskosten festsetzen. Allgemein ist die Beauftragung eines Maklers mit der Mietersuche zu empfehlen.

So hilft der Makler bei der Immobiliensuche

Um sich vor solchen Mehrausgaben zu schützen, ist sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer ein Makler sehr zu empfehlen. Der Makler bringt die Wohnung sehr gut zur Geltung und kann den besten Kaufpreis für den Verkäufer erzielen. Umgekehrt gibt er dem Käufer detailliert Auskunft über das Kaufobjekt, wodurch dieser besser entscheiden kann, ob es seine Wünsche erfüllt. Bei der Maklersuche sollten Käufer und Verkäufer einer Eigentumswohnung darauf achten, dass es sich um einen vom österreichischen Verband der Immobilienwirtschaft lizenzierten Makler handelt.