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Heizkörper – Die verschiedenen Typen

Die Bauweise des Heizkörpers bestimmt die Art der Wärme

Heizkörper sollen möglichst energieeffizient für Wärme in der Wohnung sorgen. Je mehr Strahlungswärme sie abgeben, desto angenehmer ist das Raumklima. Die gängigsten Varianten finden Sie hier.

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Wie hoch sind die Preise für einen Heizkörper

Die Preise für Heizkörper richten sich nach der Leistung, die sie bringen sollen. Kleine Badheizkörper, die sehr gerne zum Wärmen der Handtücher verwendet werden, reichen für kleine Bäder vollkommen aus und kosten nur ca. 40 Euro. Moderne, zweilagige Paneel-Heizkörper, Heizwände oder Vertikalheizkörper kosten bis zu 500 Euro. Sie benötigen eine recht große Fläche, können durch ihr schönes, schmales Design aber unauffällig an Wänden angebracht werden. Zu diesem Preis kann ein Heizkörper alleine schon einen größeren Raum beheizen. Klassische Kompaktheizkörper kosten im Schnitt ca. 150 Euro, sie sind jedoch breiter als Paneel-Heizkörper und Flachheizkörper. In kleinen Räumen können sie störend wirken.

Einen günstigen Heizkörper kaufen und selbst montieren

Bei der Wahl des Heizkörpers sollte nicht zu sehr aufs Geld geachtet werden. Günstige Modelle sind oft qualitativ minderwertig und störanfällig, außerdem verbrauchen sie mehr Energie als die Produkte von Markenherstellern. Allgemein sollte darauf geachtet werden, dass eine Garantie auf das Gerät gegeben ist.

Wer einen Heizkörper günstig erwerben möchte, kann sich überlegen, diesen selbst zu installieren. Sehr einfach ist das bei Heizkörpern mit Elektrobetrieb, wie z.B. Bad-Heizkörpern. Bei einem Ventilheizkörper ist das Installieren schon etwas schwieriger, doch wer handwerklich begabt ist, kann es trotzdem selbst machen. Heizkörper werden mit einer Montageanleitung geliefert, im Prinzip müssen nach dem Montieren einfach die Anschlüsse für den Vorlauf und Rücklauf montiert und abgedichtet werden, am besten mit einem Hanfband und Dichtpaste. Abschließend wird das Thermostatventil angebracht und schon ist die Heizung betriebsbereit.

Worauf bei der Wahl des Heizkörpers zu achten ist

Wer die Heizung selbst auswählt muss darauf achten, wo sich die Anschlüsse befinden. Die meisten Modelle haben einen seitlichen Anschluss, es gibt aber auch Varianten mit Mittenanschluss. Auch muss daran gedacht werden, wo sich nach der Montage die Thermostatköpfe befinden sollen. Wichtig ist, dass sie leicht zu erreichen sind. Besonders bei Heizungen hinter Sitzecken gleicht die Temperaturregelung manchmal einer akrobatischen Einlage, wenn die Köpfe sich auf der Unterseite des Wärmekörpers befinden.

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Die Leistung vom Heizkörper berechnen

Welcher Heizkörper für das eigene Haus geeignet ist, hängt in erster Linie von der benötigten Heizleistung ab. Häufig werden wegen der günstigen Preise leistungsarme Modelle gekauft, die dann jedoch für eine Raumaufheizung nicht ausreichen. Die Heizleistung selbst zu berechnen ist schwierig, da abhängig von den Räumlichkeiten bzw. der Raumdämmung unterschiedliche Wärmeverluste möglich sind. Deshalb sollten sich Interessenten unbedingt von einem Fachmann beraten lassen. Dieser Service wird häufig in Elektroinstallations-Geschäften angeboten. Sehr gute Tipps erhalten Eigentümer aber auch im Rahmen einer Energieberatung, die – im wahrsten Sinne des Wortes – wärmstens zu empfehlen ist.

Konvektionswärme und Strahlungswärme

Wenn nicht aus dem Kachelofen, dann kam früher die Wärme in den meisten Wohnungen und Häusern aus Gussheizkörpern. Doch mittlerweile gibt es platz- und energiesparende Alternativen – zum Beispiel Flachheizkörper und Röhrenheizkörper. Heizkörper geben Wärme auf zwei Arten in den Raum ab: in Form von Konvektions- und Strahlungswärme. Konvektionswärme entsteht durch die Erwärmung kalter Luft in der Umgebung des Heizkörpers. Aufgrund der hohen Luftzirkulation wird Staub aufgewirbelt und die Raumluft trocknet aus. Strahlungswärme hingegen entsteht durch Strahlen im Infrarotbereich, die statt der Luft nur feste Gegenstände wie Möbel und Wände erwärmt. Je höher der Anteil an Strahlungswärme, desto angenehmer das Raumklima. Die Art der Wärmeabgabe hängt von der Bauweise des Heizkörpers ab.

Flachheizkörper

Am beliebtesten ist die Verwendung von Flachheizkörpern, auch Plattenheizkörper genannt. Das liegt nicht nur an den niedrigen Anschaffungskosten. Flachheizkörper geben zwischen 50 und 70 Prozent Strahlungswärme ab, der Rest besteht in Konvektionswärme. Auch zum Energiesparen eignet sich diese Heizkörper-Art: Sie benötigt nur wenig Wasser, das erwärmt werden muss. Aufgrund der geringen Wassermenge reagieren Flachheizkörper zudem schnell, nachdem sie aufgedreht wurden. Die Intensität der Wärmeabstrahlung kann dank zusätzlich installierter Leichtbleche erhöht werden.

Konvektoren

Wie der Name bereits verrät, besteht der Hauptanteil der abgegebenen Wärme bei Konvektor-Heizkörpern in Konvektionswärme. Die Luftzirkulation ist hoch, wodurch Staub aufgewirbelt wird und trockene Heizungsluft entsteht. Da die warme Luft bei dieser Heizmethode nach oben steigt und die kalte nach unten sinkt, bleiben die Füße oft kalt. Zur effektiveren Erwärmung des Raumes ist ein Ventilator eingebaut, der leise aber hörbare Geräusche von sich gibt. Doch Konvektoren haben nicht nur Nachteile: Sie wärmen den Raum sehr schnell auf. Besonders für Berufstätige ist das von Vorteil, denn wenn sie abends nach Hause kommen und die Heizung aufdrehen, müssen sie nicht lange frieren. 

Radiatoren

Radiatoren sind mobile Elektroheizungen, die mit Strom aus der Steckdose versorgt werden. Je nach Bauart sind sie mit Öl, Wasser oder Gas gefüllt, die sich relativ schnell erhitzen und überwiegend Konvektionswärme abgeben. Die Rippenform von Radiatoren vergrößert die Oberfläche, wodurch mehr Wärme abgegeben werden kann. Daher eignet sich dieses Modell gut zur Erwärmung größerer Räume. Radiatoren empfehlen sich zum vorübergehenden Beheizen von Räumen – beispielsweise an einem kalten Tag im Frühjahr, an dem es nicht lohnt, die Zentralheizung wieder in Betrieb zu nehmen. Aufgrund des geringen Wirkungsgrades sollten Elektroheizungen andere Heizkörper aber nicht vollständig ersetzen. Nur ein geringer Anteil des verbrauchten Stroms wird in Wärme umgewandelt.

Gliederheizkörper

Bei Gliederheizkörpern sind einzelne Glieder aus Stahlblech in beliebiger Anzahl aneinandergereiht. Dadurch ist die optimale Anpassung an die Größe des Raumes möglich. Zwar sind die Heizkörper in der Anschaffung sehr preiswert, doch die abgegebene Wärme besteht zu 70 Prozent in Konvektionswärme. So entsteht ein trockenes Raumklima mit hoher Luftzirkulation. In Wohnräumen kommen Gliederheizkörper deshalb nicht mehr oft zu Einsatz – in Schulen und Verwaltungsgebäuden sind sie noch immer vertreten.

Röhrenheizkörper

Röhrenheizkörper sind eine Weiterentwicklung der Gliederheizkörper. Sie sind in verschiedenen Bauhöhen und –tiefen erhältlich. Die einzelnen Glieder können nicht nur nebeneinander, sondern auch übereinander angeordnet werden. Sie werden gerne in Badezimmern eingesetzt, weil sie zugleich als Handtuchtrockner verwendet werden können. Wie Gliederheizkörper geben sie allerdings überwiegend die weniger angenehme Konvektionswärme ab.

Gussheizkörper

Hin und wieder findet man in Altbauten oder denkmalgeschützten Gebäuden noch alte, aus Grauguss gefertigte Gussheizkörper. In der heutigen Zeit ist ihre Installation nicht mehr zu empfehlen, da es weitaus energieeffizientere Varianten gibt. Zwar verfügen Gussheizkörper über eine hohe Wärmespeicherfähigkeit, doch das dicke Material erwärmt sich auch langsamer. Das Wasser im Inneren muss auf 90 Grad erwärmt werden, um einen Raum zu beheizen. Niedertemperatur-Heizkörper benötigen nur 55 Grad.

Der Heizkörper wird nicht warm – Was ist zu tun?

Häufig wird der Heizkörper nicht warm, wenn er einige Zeit nicht in Betrieb war. Ein gängiger Grund dafür ist Luft in den Leitungen. Meist reicht es aus, das Entlüftungsventil zu öffnen. Oftmals fließt dabei Wasser aus dem Ventil. Nach ca. 30 Sekunden kann es wieder zugeschraubt werden und die Heizung sollte dann funktionieren. Auch ein Defekt der Heizungsventile oder ein niedriger Wasserdruck können die Ursache sein, dann sollte jedoch ein Installateur hinzugezogen werden.