Hausplanung

Gute Planung ist das Fundament für Ihr Traumhaus

In Eigenregie oder mit einem Profi an Ihrer Seite – wie wollen Sie bauen? Das ist eine von vielen Fragen, die sich bei der Neubauplanung stellen. Alle weiteren wichtigen Punkte finden Sie hier.

Angefangen bei der richtigen Finanzierungsstrategie über das passende Grundstück und die Wahl der Hausform bis hin zum Energiestandard gibt es bei der Planung eines Hauses viele Dinge zu berücksichtigen. Doch Sie sind nicht alleine: Sie können die Hilfe von Experten in Anspruch nehmen. Wie groß das Mitspracherecht ist, hängt von der Wahl der Unterstützung ab.

Die 9 wichtigsten Stationen während der Planungsphase

1. Hausfinanzierung:

Der wichtigste Faktor bei der Hausbau-Planung sind die Kosten. Wo liegt die finanzielle Obergrenze? Davon hängen einige weitere Entscheidungen ab – zum Beispiel der Bauort, die Lage des Grundstücks, die verwendeten Baumaterialien sowie die Art und Größe des Neubaus. Zudem ist ein detaillierter Finanzierungsplan die Basis für einen Kredit, der üblicherweise für ein Bauvorhaben in Anspruch genommen wird.

Um herauszufinden, wie teuer die Immobilie überhaupt sein darf, muss der Bauherr möglichst genau seine finanziellen Möglichkeiten kalkulieren. Dazu gehört, die Einnahmen und Ausgaben der letzten Jahre gegenüberzustellen und zu ermitteln, wie viel Geld im Durchschnitt pro Monat übrig bleibt. Auch das Ersparte sollte zusammengerechnet werden. Sind ca. 30 Prozent von der Bausumme vorhanden, kann der zukünftige Eigentümer das Bauvorhaben wagen, da die Kredite dann noch leistbar sind. Wenn das Geld nicht für ein Massivhaus ausreicht, können Fertighäuser eine gute Alternative sein. Sie stehen den Massivbauten heutzutage in nichts mehr nach, kosten aber weniger und sind außerdem meist durch die Passivbauweise sogar im Betrieb günstiger.

Ist die private Finanzlage geklärt, können verschiedene Kreditangebote miteinander verglichen werden. Eine umfangreiche Beratung durch die Bank ist hier wesentlich für einen stemmbaren Tilgungsplan.

2. Hausform und Bauweise:

Einfamilienhaus, Doppelhaus und Reihenhaus sind die drei gängigsten Hausformen. Jede einzelne hat ihre Vor- und Nachteile, was Größe, Gartenanteil, Geräuschkulisse, Lage und Kosten betrifft. Auch unter verschiedenen Bauweisen können Bauherren wählen. Ob Fertighaus, Energiesparhaus, Architektenhaus oder Massivhaus – hier gilt es abzuwägen, welche Variante am ehesten den eigenen Vorstellungen entspricht. Der Bau eines Fertighauses kostet beispielsweise weniger Zeit und erspart die Planung in Eigenregie, während ein Massivbau mehr gestalterische Freiheiten bietet und teurer ist.

3. Der Grundriss bei der Hausplanung:

Als nächstes stellt sich die Frage nach der benötigten Wohnfläche und ihrer Aufteilung auf Etagen und Räume. Dabei spielt nicht nur die Ausgangssituation eine Rolle, auch der Blick in die Zukunft ist wichtig. Sind beispielsweise Kinder geplant, müssen bereits die Kinderzimmer mit einberechnet werden. Auch über barrierefreies Wohnen im Alter sollten sich Bauherren vorab Gedanken machen. Viele Voraussetzungen für die altersgerechte Umgestaltung des Wohnraums werden bereits beim Hausbau geschaffen.

In Bezug auf den Grundriss sollte sich der Häuslbauer deshalb sehr gut überlegen, wie der Grundriss auszusehen hat. Denn viele versteifen sich zu sehr auf das äußere Erscheinungsbild und stellen dann erst im Nachhinein fest, dass der Grundriss viel zu klein oder auch zu unpraktisch eingeteilt wurde.

4. Bauunternehmen oder Eigenregie:

Sie haben beim Hausbau die Wahl, ob Sie komplett in Eigenregie oder mit der Unterstützung eines Profis tätig werden möchten. Die einfachste und günstigste Variante ist der Hauskauf von einem Bauträger. Dieser kümmert sich um die Beschaffung des Grundstücks, die Planung und den Bau. Bezahlt wird nach fertiggestellten Bauabschnitten. Eine andere Möglichkeit ist die Zusammenarbeit mit einem Generalunternehmer. Diese Variante bietet sich an, wenn bereits ein Grundstück gefunden oder gekauft wurde. Der Bauherr kümmert sich zusammen mit einem Architekten selbst um die Planung – die Ausführung erfolgt durch den Generalunternehmer.

5. Grundstück finden:

Nachdem Sie sich entschieden haben, wie Sie wohnen möchten, geht es an die Suche nach dem passenden Grundstück. Dabei spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Einerseits beeinflussen Lage und Umgebung die Wahl: Möchten Sie auf dem Land, im Speckgürtel oder in der Stadt leben? Wie wichtig ist Ihnen eine gute Infrastruktur?  Aber auch die Beschaffenheit des Bodens ist wichtig und sollte von einem Sachverständigen geprüft werden.  Zudem gibt es gesetzliche Einschränkungen: Im Flächenwidmungsplan, einsehbar beim zuständigen Bauamt, ist vermerkt, ob auf dem gewünschten Grund überhaupt gebaut werden darf.

6. Baugenehmigung einholen:

Der Einreichplan ist Teil des Ansuchens um eine Baubewilligung. Er enthält Grundrisse, Lageplan, Gebäudeansichten, Dachdraufsicht und einen Schnitt durch das Stiegenhaus. Die Entwurfsplanung können Bauherren mit Hilfe spezieller Softwares oder Online-Bauplaner übernehmen, doch für den offiziellen Einreichplan empfiehlt sich die Zusammenarbeit mit einem Architekten. Der Plan wird von der Baubehörde mit dem vorliegenden Bebauungsplan abgeglichen, welcher die bauliche Ordnung eines Gebietes unter Berücksichtigung eines sparsamen Bodenverbrauchs und einer geordneten Siedlungsentwicklung regelt.

7. Professionelle Baubetreuung:

Der Gedanke, ganz alleine ein Haus zu bauen, mag verlockend sein. Doch selbst wenn die Hälfte Ihrer Familie aus Handwerkern besteht, sollten Sie darüber nachdenken, die Hilfe eines Experten – ein Architekt für die Planung und ein Baumeister für die Bauphase – in Anspruch zu nehmen. Das allerwichtigste während der Bauphase ist die Organisation: Jeder Schritt muss zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Profis wissen, worauf es hier ankommt.

8. Energiestandard wählen:

Eine weitere Entscheidung, die während der Hausbau-Planung ansteht, ist die, welchem Energiestandard Ihr neues Eigenheim entsprechen soll. Beim Energiesparhaus und beim Passivhaus erübrigt sich diese Frage, da beide von vorherein energieeffizient konzipiert sind. In jedem Fall benötigen Sie als Bauherr einen Energieausweis. Darin sind alle energierelevanten Daten des Hauses festgehalten. Anhand der aufgeführten Daten wird der Gesamtenergiebedarf der Immobilie berechnet. Je größer die Energieeffizienz, desto höher die Chance auf staatliche Fördergelder. Wichtig ist, diese rechtzeitig vor Baubeginn zu beantragen. Der Großteil der Prämien kann nämlich nicht im Nachhinein beantragt werden. Umgekehrt gibt es auch Förderungen, bei denen nach der Zuteilung die Umsetzung zeitnah erfolgen muss.

9. Baumaterialien wählen:

Wenn Sie Ihr Haus nicht von einem Bauträger kaufen, gehört die Wahl der verwendeten Baustoffe ebenfalls zu Ihren Aufgaben. Ob Ziegel, Glas, Beton oder Holz – jedes Material hat seine Vorzüge. Holzbauteile können leicht vorgefertigt werden und sparen so Zeit und Geld, während Beton der langlebigste Baustoff ist. Glasfassaden lassen die Räume größer wirken und können, bei guter Isolierung und auf der Südseite gelegen, im Winter zur Reduzierung der Heizkosten beitragen. Ziegelstein ist nach wie vor das beliebteste Baumaterial. Es sorgt für ein angenehmes Raumklima, hat einen hohen Dämmwert und kann nachträglich gut bearbeitet werden. Was am besten zu Ihrem neuen Zuhause passt, können Sie selbst am besten entscheiden.

So erfolgt die Hausplanung kostenlos mit einer Software

Wer ein Haus bauen möchte, hat meist schon eine sehr genaue Vorstellung davon, wie es aussehen soll. Doch wie können die Ideen richtig mit dem Architekten kommuniziert werden? Eine online Hausplanung kann dabei sehr hilfreich sein. Der Häuslbauer kann auch ohne Kenntnisse von Statik und Bauordnung erste Vorschläge visuell realisieren. Ein Vorteil davon ist, dass er sich ausreichend Zeit nehmen kann und er ganz in Ruhe sein Haus gestalten kann. Er kann sich somit Zeit sparen, die er sonst für die Planung durch den Architekten bezahlen müsste, und schon konkrete Vorschläge vorbringen.

Das ergibt der Test der online Software für eine Hausplanung

Ein online Hausplaner kann zwar eine gute Hilfe sein, er ersetzt aber nicht die Arbeit eines Statikers oder eines Architekten. Denn gewisse lokale Gegebenheiten, wie Gefälle, Einschränkungen aufgrund der Bauordnung, der Grundwasserspiegel usw. können bei dem Planer nicht berücksichtigt werden.

Wer möglichst auf die Arbeit eines Architekten verzichten möchte, sollte sich für ein Fertighaus entscheiden. Das hat den Vorteil, dass die Planungsarbeit so gut wie komplett wegfällt, sofern keine besonderen Erweiterungen gewünscht sind, und die Kosten durch die Pauschalpreise relativ gut kalkulierbar sind.

So wird das Haus zum Traumhaus

Bei Wohnungen und Häusern, die bereits stehen, ist der Käufer oftmals bezüglich der Hausplanung eingeschränkt. Das betrifft jedoch nicht die Planung der Inneneinrichtung. Mit einem online Badplaner, Gartenplaner oder Küchenplaner kann mehr aus der Immobilie herausgeholt werden. Damit die Einteilung richtig erfolgt, müssen neben der Wohnfläche auch Besonderheiten der Immobilie berücksichtigt werden. Dachschrägen, Heizkörper und Steckdosen sind einzuplanen, damit es dann bei der Einrichtung keine bösen Überraschungen gibt.

Immobilien suchen in Österreich