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Ökohaus

Ökologisches Wohnen im Trend

Beim Wohnen legen die Österreicher viel Wert auf hochwertige Qualität und nachhaltige Rohstoffe. Der Wechsel zu erneuerbaren Energien ist voll im Trend. Ein weiterer Schritt ist, das Haus von Grund auf nach biologischen Prinzipien zu bauen: Das Ökohaus ist die Zukunft.

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Wodurch zeichnet sich ein Ökohaus aus?

Ein Ökohaus wird mit schadstoffarmen, natürlichen Materialien errichtet. Die ökologischen, nachwachsenden Baustoffe können mit geringem Aufwand aus der Natur gewonnen werden, und es werden bei der Verarbeitung keine chemischen Substanzen eingesetzt. Neben Holz kommen Steine, Ton, Kalk und für die Dämmung Stroh, Flachs, Hanf und Zellulose zum Einsatz. Ein Ökohaus wird nicht nur nachhaltig gebaut, sondern auch betrieben, mit umweltfreundlichen Heizungen und Warmwasseraufbereitungen. So verfügen die Wohnhäuser häufig über Solaranlagen, Wärmepumpen oder Photovoltaikanlagen.

Wie hoch sind die Kosten für ökologisches Bauen?

Bei einem Ökohaus muss damit gerechnet werden, dass die Kosten etwas höher ausfallen als bei einer herkömmlichen Bauweise. Auch die Qualität der Materialien bestimmt den Preis. Die höheren Baukosten amortisieren sich aber mit den Jahren, da die Betriebskosten entsprechend niedrig liegen.

Viele Ökohäuser sind als Niedrigenergiehäuser oder Passivhäuser in Form von Fertighäusern konzipiert. Sie liegen über dem Durchschnittspreis für Fertighäuser, sind aber günstiger als vom Architekten geplante Neubauten.

Wie wird das Ökohaus finanziert?

Wer in Österreich ein Ökohaus bauen möchte, kann aus einer Vielzahl von Fördertöpfen schöpfen. Die am häufigsten in Anspruch genommene Förderung ist die Wohnbauförderung oder Wohnhaussanierungsförderung. Sie ist bei erneuerbaren Energien, ökologischen Baustoffen und Energiesparsamkeit großzügig bemessen. Die Beihilfe ist Sache der Bundesländer, es müssen dafür je nach Land unterschiedliche Kriterien erfüllt werden. Auch der österreichische Klima- und Energiefonds vergibt finanzielle Zuschüsse für Ökohäuser.

Welche Vorteile haben Ökohäuser?

Passivhäuser oder Niedrigenergiehäuser zeichnen sich durch einen geringen CO2-Ausstoß aus. Durch die Naturfasern haben sie ein gesundes Innenklima und sind damit ideal für Allergiker geeignet. Durch ihren energiesparsamen Betrieb können Bewohner langfristig Geld sparen, und sie sind unabhängig von fossilen Brennstoffen, die in absehbarer Zukunft zur Neige gehen werden. Außerdem leistet der Hausherr einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.

Wie wird der Altbau zum Ökohaus?

Ökohäuser müssen nicht neu errichtet werden, auch Altbauten können im Rahmen einer Sanierung zu Häusern mit energiesparsamem Betrieb werden. Die nachträgliche Anbringung von Photovoltaik- oder Solaranlagen ist mit einem relativ geringen Aufwand verbunden. Das Einschleusen von Regenwasser in die Wasserleitungen für WC-Spülungen, Waschmaschinen oder zur Gartenpflege ist aufwendiger, lohnt sich auf Dauer aber, da fast 70 Prozent an Trinkwasser eingespart werden können. Alte Fenster können durch moderne Holz-Alu-Fenster mit einer hervorragenden Dämmqualität ausgetauscht werden.

Wie wird das Dach optimal gedämmt?

Bei Altbauten geht neben den Fenstern über die Dächer die meiste Wärme verloren. Damit das Haus zum Ökohaus wird, kann die Isolation des Daches nachträglich von innen durch eine ökologische, wasserdampfdiffusionsoffene Wärmedämmung verbessert werden. Bekannte Naturdämmstoffe sind Zelluloseflocken, Holzfaserdämmplatten oder Mineraldämmplatten. Die ökologischen Dämmstoffe haben den Vorteil, dass sie die Umwelt nicht belasten, keine Schadstoffe enthalten und unproblematisch entsorgt werden können. Außerdem haben sie eine hohe Durchlässigkeit für Luftfeuchtigkeit und sind gute Wärmespeicher. Ihre feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft macht sie beständig gegen Schimmel und trägt zu einem guten Raumklima bei.