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Wasserleitung verlegen

So gelingt es

Wenn Sie stolzer Bauherr eines neuen Eigenheims sind, steht neben vielen anderen Arbeiten auch die Verlegung von Wasserleitungen auf Ihrer Agenda. Auch bei der Sanierung einer Bestandsimmobilie kann es sinnvoll sein, die alten Wasserleitungen zu erneuern. Gerade bei alten Häusern sind die Leitungen oft marode und sollten deshalb lieber komplett erneuert, statt nur oberflächlich saniert werden.

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Sie möchten beim Verlegen der Wasserleitung selbst Hand anlegen? Die Arbeiten an sich sind nicht besonders schwer zu erledigen, jedoch gibt es viele Regeln und Hinweise, die Sie sorgfältig beachten sollten. Wir geben Ihnen einen Überblick darüber, was auf Sie zukommt, wenn Sie sich zum selbstständigen Verlegen der Wasserleitungen entscheiden. Wasserleitungen müssen, gerade aus Versicherungsgründen und aus Vorsicht gegenüber unangenehmen Folgeschäden, fachgerecht verlegt werden. Für den Fall, dass Sie sich dazu nicht in der Lage sehen, empfehlen wir Ihnen, einen Fachmann zu beauftragen.

Welche Risiken bestehen beim Verlegen von Wasserleitungen?

Bevor Sie sich dafür entscheiden, die Verlegung der Wasserleitung selbstständig zu erledigen, sollten Sie sich über die Risiken bewusst sein:

  • Bei nicht fachgerechtem Einbau droht im schlimmsten Fall ein Rohrbruch, der nicht nur Möbel und Elektrogeräte, sondern mitunter die Substanz der Immobilie schädigt.
  • Haben Sie die Rohe selbst verlegt kommt Ihre Versicherung womöglich nicht für die entstandenen Schäden auf. Diese übernimmt die Kosten meist nur, wenn die Rohre nachweislich fachgerecht installiert wurden.
  • Dazu kommt der Aufwand, den Sie einberechnen müssen, wenn Sie Ihre Wasserleitung verlegen. Natürlich haben Profis Routine und erledigen die Arbeit – das Aufsetzen des Verlegeplans, das Ausmessen des benötigten Rohrmaterials, etc. – schneller, als Sie als Hobby-Handwerker es können.

Arbeiten, die vor dem Loslegen zu erledigen ist

Bevor es mit dem Verlegen der Wasserleitungen losgeht, gilt es die Arbeiten sorgfältig zu planen. Folgende Tipps helfen Ihnen bei der Vorbereitung:

  1. Erstellen Sie dazu einen Verlegeplan der Rohre. So haben Sie nicht nur während der Arbeitsphase einen genauen Überblick, sondern wissen auch Jahre später noch, wo sich welche Leitungen genau befinden.
  2. Versehen Sie den Plan mit Maßen, sodass Sie berechnen können, wie viel Leitung Sie genau benötigen.
  3. Beim Einkauf im Baumarkt oder beim Fachhändler kaufen Sie anschließend lieber zu viele Meter Leitungen als zu wenige.
  4. Beachten Sie zusätzlich, dass Sie auch Abzweigstücke und Wasserhähne benötigen.
  5. Insbesondere Kunststoffrohre sind leicht zu verarbeiten. Sie werden gesteckt oder geschraubt statt wie Kupferrohre gelötet und sind daher auch für Nicht-Profis leicht zu verlegen.

Für welches Material entscheiden Sie sich?

Während bis in die 1970er Jahre häufig Wasserrohe aus Blei verbaut wurden, haben sich die verwendeten Materialien bis heute geändert. Die gängigen Materialen, aus denen Wasserleitungen heute bestehen, sind Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff. Jedes Material hat bestimmte Vor- und Nachteile. Den größten Unterschied macht allerdings der Kostenfaktor aus.

  • Kupfer:

Wasserleitungen aus Kupfer sind besonders widerstandsfähig und langlebig. Früher als 50 Jahre nach Einbau müssen Sie sich nicht um einen Austausch der Rohre sorgen – sogar über 100 Jahre haben viele Leitungen aus Kupfer auf dem Buckel. In einigen Fällen kann es jedoch passieren, dass sich das Metall löst und gesundheitsgefährdend im Trinkwasser landet. Die Anschaffungskosten sind, gerade bei ständig steigenden Kupferpreisen, recht hoch.

  • Edelstahl:

Ebenso langlebig und zudem gesundheitlich unbedenklich sind Wasserleitungen aus Edelstahl, die jedoch nicht verschweißt werden dürfen. Sie sind allerdings gleichzeitig die teuersten Wasserrohre.

  • Kunststoff:

Die heute am häufigsten verwendeten Wasserleitungen sind die aus Kunststoff, beispielsweise aus Polyethylen. Sie sind am günstigsten erhältlich, rosten nicht und können durch ihre Flexibilität sogar dem Druck von gefrorenem Wasser standhalten. Die glatte Oberfläche lässt keine Ablagerungen von Schmutz oder Kalk zu. Außerdem ist die Installation von Kunststoffleitungen im Gegensatz zu Metallleitungen wesentlich einfacher.

Mit welchen Kosten Sie bei einer Verlegung von Wasserleitungen rechnen müssen

Die Preise für Ihre Arbeiten an den Wasserleitungen können nicht pauschal angegeben werden. Die Material- und Arbeitskosten sind hier ausschlaggebend. Natürlich wird es günstiger, wenn Sie selbst Hand anlegen. Rechnen Sie allerdings damit, dass dies ungemein mehr Zeit kostet und Sie möglicherweise Urlaubstage in Anspruch nehmen müssen.

Je nachdem, ob alte Leitungen entfernt oder Wände aufgerissen werden müssen, können die Kosten für eine Verlegung von Wasserleitungen stark schwanken. Auch kommt es darauf an, ob die Rohre auf oder unter Putz verlegt werden. Letzteres ist die Variante, die bei Neubauten quasi immer angewandt wird. Bei der Sanierung einer alten Wohnung kann dies anders aussehen. Hier wäre eine Verlegung der Kaltwasserleitung in Metallrohren auf Putz wesentlich günstiger.

Ob Sie sich für Kunststoff-, Edelstahl oder Kupferrohre entscheiden, wirkt sich natürlich auch signifikant auf den Preis der Sanierungsarbeit aus. Kunststoffrohre kosten bei weitem nicht so viel wie herkömmliche Metallrohre, sind aber ebenfalls robust und langlebig.

Verlassen Sie sich beim Verlegen der Wasserleitungen doch auf einen Profi, kommen zusätzlich zu den benötigten Materialien auch Arbeitskosten auf die Rechnung. Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag erstellen und vergleichen Sie diesen mit den Angeboten anderer Betriebe. Kosten sparen können Sie möglicherweise, indem Sie die Arbeitsmaterialien wie Rohre selbst kaufen. Nicht selten liegen die Kosten für eine Neuinstallation der Wasserleitungen im fünfstelligen Bereich. 

Wasserleitungen im Garten verlegen

Auch im grünen Paradies hinter Ihrem Haus kann sich die Verlegung von Wasserleitungen lohnen. So können Sie im hinteren Bereich des Gartens auf einen Wasserhahn zugreifen, der Ihnen das Gießen erleichtert.

Besonders beachten müssen Sie dabei jedoch, dass die Wasserleitungen im Garten frostsicher verlegt werden. In der Regel müssen die Rohre mindestens einen Meter tief verlegt werden, um zu vermeiden, dass sie im Winter einfrieren. Hier liegt also der schwerste Teil der Arbeit nicht in der Verlegung der neuen Rohre, sondern in der Ausschachtung des Grabens, den die neue Leitung benötigt. Der Aufwand lohnt sich jedoch, wenn der neue Wasserhahn Ihnen im kommenden Sommer das Tragen von schweren Gießkannen oder des Gartenschlauchs abnimmt!