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Kleingewerbe

Regelungen beim Kleingewerbe

Ein Kleingewerbe ist ein Gewerbe, welches nicht kaufmännisch geregelt werden muss. Dies ist meist bei Unternehmen der Fall, die nur aus einer Person bestehen. Viele dieser Kleingewerbe sind daran zu erkennen, dass sich der Name des Unternehmens aus der Tätigkeit und dem Namen des Unternehmers zusammensetzt. Häufig sind Kleingewerbe Industrie- und Handwerksbetriebe, Händler oder Dienstleister. Freiberufler gelten allerdings nicht als Gewerbetreibende.

Wann sollte ein Gewerbe angemeldet werden?

Solange eine Privatperson Einkünfte aus selbständiger Arbeit nur in geringem Umfang oder aus dem Privatbesitz bezieht, ist keine Anmeldung nötig. Dies ist beispielsweise bei Verkäufen von Privatbesitz oder Hilfeleistungen der Fall. Eine ehrenamtliche Tätigkeit auf Rechnung oder Einnahmen, die lediglich eine Aufwandsentschädigung darstellen, erfordern ebenfalls keine Anmeldung eines Kleingewerbes. Ab einer konkreten Bewerbung der Tätigkeit, etwa über Flyer oder Aushänge, sollte der Unternehmer über eine Gewerbeanmeldung nachdenken.

Der Unternehmer muss eine „natürliche Person“ sein. Es darf sich nicht um einen Verein oder eine Firma handeln.

Kann ein Kleingewerbe neben einer Beschäftigung geführt werden?

Generell ist es erlaubt, ein Gewerbe neben einer Anstellung zu führen. Der Unternehmer sollte im Vorfeld den Arbeitsvertrag genau überprüfen, um festzustellen, ob eine Nebentätigkeit eventuell vertraglich ausgeschlossen ist. Viele Neu-Unternehmer haben zumindest zu Anfang eine Anstellung, bis das Gewerbe ausreichend Gewinn abwirft, um davon leben zu können.

Wie ist das Kleingewerbe steuerlich zu berücksichtigen?

Es muss ab einer Einkunft von jährlich 30.000 Euro eine Umsatzsteuer gezahlt werden. Die Grenze darf in fünf Jahren einmal um 15 Prozent überschritten werden. Zudem ist darauf zu achten, dass ab einem gewissen Jahreseinkommen eine Steuererklärung gemacht werden muss. Zur Ermittlung des Einkommenssteuertarifs werden alle Einnahmen einbezogen. In Einzelfällen überprüft das Finanzamt zudem, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Ist dies nicht der Fall, fällt die Tätigkeit unter den Begriff „Liebhaberei“, was dazu führt, dass Verluste aus dem Gewerbe steuerlich nicht berücksichtigt werden.

Wie meldet ein Unternehmer sein Gewerbe an?

Nach der Gründung eines Kleingewerbes haben Unternehmer die Eröffnung dem Finanzamt mitzuteilen. Dafür ist ein Fragebogen auszufüllen, in welchem auch die bereits bestehende Steuernummer aus vorherigen oder bestehenden Arbeitsverhältnissen anzugeben ist.

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