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Joint Venture

Mit einem Joint Venture das unternehmerische Risiko verringern

Joint Ventures können für Unternehmen eine attraktive Investitionsform darstellen. Neben der Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg motiviert der mögliche Einblick in die Geschäftspraktiken der Partnerunternehmen dazu, diese spezifische Kooperation einzugehen.

Was ist ein Joint Venture?

Es handelt sich dabei um eine Kooperation von zwei oder mehreren Partnern für eine von den Unternehmen unabhängige und selbstständige Unternehmung. Die Partner sind mit ihrem Kapital beteiligt und teilen sich das finanzielle Risiko.

Je nachdem, wie hoch die Kapitalbeteiligung ist, erhalten die Partner eine Entscheidungsbefugnis und haben eine Führungsposition inne.

Welche Arten von Kooperationen gibt es?

Je nach Anzahl der Teilnehmer, Kapitalbeteiligung, Standort und Art der Kooperation gibt es folgende Varianten von Joint Ventures:

  • horizontale: Die Partner sind in derselben Branche tätig.
  • vertikale: Hier mischen sich unterschiedlichen Verarbeitungsstufen, wie zum Beispiel Lieferanten und Hersteller.
  • konzentrische: Die Partner sind aus verwandten Wirtschaftsbereichen.
  • konglomerate: Hier gehen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ein gemeinsames Wagnis ein.

Je nach Kapitalbeteiligung wird außerdem zwischen paritätischen oder Equity Joint Ventures mit gleicher Beteiligung und ungleichen Joint Ventures unterschieden.

Welche Vorteile hat die Kooperation?

Neben der Reduktion des Kapitalbedarfs der einzelnen Unternehmen und dem geteilten unternehmerischen Risiko gibt es noch weitere Vorzüge der Zusammenarbeit. Beispiele hierfür sind die Einbringung von Know How, Geschäftskontakten, Hard- und Software, sowie Geschäftsräume, Logistik oder Vertriebskanäle und Wettbewerbsvorteile.

Häufig wird eine Kooperation gewählt, um eine Auslandsniederlassung zu gründen und von besseren Kundekontakten, niedrigeren Produktions- und Lohnkosten oder zollrechtlichen Vorteilen zu profitieren.

Welche Nachteile gibt es?

Das gemeinsame Geschäft bietet ein hohes Konfliktpotential, insbesondere wenn die Geldgeber nicht gleichgestellt sind. Dadurch, dass sich mehrere Vorstände die Entscheidungsgewalt teilen, geht eine Entscheidungsfindung langsamer vonstatten und die Kommunikation untereinander kann sehr aufwändig sein.

Zudem ist zu berücksichtigen, dass trotz des hohen Arbeitseinsatzes und der eventuellen Preisgabe der Geschäftspraktiken gegenüber dem Partner der Gewinn geteilt wird.

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