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HOAI

Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

HOAI bestimmt die Honorarhöhe von Architekten und Ingenieure.

Was ist die HOAI?

Die Honorarordnung für Architekten- und Ingenieursleistungen (HOAI) ist eine deutsche Verordnung, welche die Höhe des Honorars von Architekten und Ingenieuren bestimmt. In Österreich gibt es keine entsprechende gesetzliche Regelung. Die Honorar Information Architektur (HIA) von der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten sowie der Leitfaden zur Kostenabschätzung von Planungsleistungen von der Bundesinnung Bau geben Anhaltspunkte für Planungshonorare.

Was ist der Aufbau und Inhalt der HIA?

Die Honorar Information Architektur unterteilt sich in drei Module:

  1. Der Leistungskatalog definiert die Leistungen, die der Architekt seinem Vertragspartner zur Verfügung stellt. Sie soll die Grundlage bilden, um das Honorar für den Architekten festzulegen. Außerdem soll die Struktur dazu führen, dass der Auftraggeber die Leistungen, die der Architekt im Projekt übernimmt, besser nachvollziehen kann
  2. In einem zweiten Schritt wird der Zeitaufwand des Architekten abgeschätzt. Forscher haben dafür eine Erhebung von Zeitaufwänden gemacht, auf deren Basis die Berechnung erfolgt.
  3. Im dritten Schritt werden mittels einer Software die Stundensätze ermittelt, die für das Projekt benötigt werden. Auf Basis dessen können realistische Honorarangebote entwickelt werden.

Was sind die Leistungen des Architekten?

Die Planungsleistungen gliedern sich in 10 Phasen:

a) Projektvorbereitung

b) Planungsphase

c) Ausführungsphase

d) Projektabschluss

e) Innenraumgestaltung, kunstgewerbliche und industrielle Formgebung

f) Freilandgestaltung

g) Raumplanung und Städtebau

h) Gutachten und Immobilienbewertung

i)  Begleitende Kontrolle

j) Leistungsänderungen

Was ist der Leitfaden zur Kostenabschätzung von Planungsleistungen?

Der Leitfaden von der Bundesinnung Bau soll unabhängig von den Herstellungskosten den Aufwand der Leistungen des Baumeisters abschätzen. Dadurch soll erreicht werden, dass ein fairer Wettbewerb gesichert ist und die Teilleistungen mit den tatsächlich ausgeführten Leistungen übereinstimmen. Das hat sowohl einen Nutzen für den Auftraggeber als auch für den Dienstleister. Der Auftraggeber profitiert davon, dass die Kostenzusammensetzung und die Vergleichbarkeit von Angeboten und Preisen transparenter werden. Der Vorteil für den Dienstleister ist, dass erhöhte Preise aufgrund der Leistungsabgrenzung besser nachvollzogen werden können. Weiters kann er den Leistungsumfang mit dem Auftraggeber fundierter diskutieren und arbeitet effizienter, da er nur die Leistungen ausführt, die auch beauftragt sind.

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