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Gaststätte

Eine eigene Gaststätte eröffnen

Viele träumen vom eigenen Beisl, Restaurant oder Gasthaus. Dabei unterschätzen sie oft, wie viel Arbeit hinter so einem Betrieb steht. Schon die Auswahl des passenden Lokals und die Amtsgänge bis zur Eröffnung können sehr anstrengend sein, wenn sie nicht richtig geplant sind.

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Was wird in Österreich unter einer Gaststätte verstanden?

Eine Gaststätte oder auch Gastgewerbebetrieb ist ein Ort, an dem Speisen und/oder Getränke an Gäste verkauft werden, welche sie direkt vor Ort in einer entsprechenden Räumlichkeit konsumieren. In Österreich ist zwischen dem Gasthof und dem Gasthaus zu unterscheiden. In Gasthöfen können die Gäste auch übernachten, d.h. es handelt sich um Beherbergungsbetriebe. In einem Gasthaus oder einer Wirtschaft hingegen gibt es nur eine Bewirtung.

Welche Anforderungen müssen zum Betreiben einer Gaststätte erfüllt werden?

Für den Betrieb einer Gaststätte wird in Österreich eine Gastgewerbeberechtigung benötigt. Der Buschenschank bildet eine Ausnahme, da er nicht unter die Regelungen der Gastgewerbeberechtigung fällt. Gastgewerbebetriebe sind zum Beispiel Restaurants, Heurigen, Bars, Kaffeehäuser und Imbisse. Die kostenlose Bewirtung von Freunden im eigenen Heim stellt kein Gastgewerbe dar.

Die grundlegende Voraussetzung für die Gastgewerbeausübung ist die Gewerbeanmeldung, die bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft zu beantragen ist. Dazu gehört auch ein Befähigungsnachweis. Die Befähigung wird durch eine entsprechende Ausbildung, wie z.B. eine Meisterprüfung, ein passendes Studium oder ein fachspezifischer Schulabschluss usw., erteilt.

Zusätzlich zu dieser Gastgewerbeberechtigung wird eine Betriebsanlagengenehmigung, die auf das Haus bezogen ist, benötigt.

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Die Gaststätte pachten oder kaufen?

Der größte Vorteil vom Kauf einer Wirtschaft liegt auf der Hand: Der Käufer ist der Eigentümer und somit Herr im eigenen Haus. Er spart sich die Pacht und muss nur noch die Betriebskosten zahlen bzw. für einige Jahre wahrscheinlich auch einen Kredit. Der Besitz zählt zu seinem Vermögen und nach Rückzahlung der Schulden hat er eine sehr gute Bonität. Doch wenn der Betrieb nicht so läuft wie gewünscht, entpuppt sich der Kauf oft als bittere Pille. Teure Geräte und Einrichtungen müssen unter dem Anschaffungswert weiterverkauft werden und der Eigentümer macht für gewöhnlich einen Verlust.

Der Pächter hat in einem solchen Fall deutliche Vorteile. Er kann unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist jederzeit die Pacht beenden, sofern es sich nicht um einen befristeten Pachtvertrag handelt. Um den Weiterverkauf der Einrichtung muss er sich nicht kümmern und auch einen Nachpächter muss er nicht suchen. Dadurch, dass der Betreiber nur Pächter ist, kann er die Gaststätte allerdings nicht als Sicherheit angeben. Investitionen usw. sind schwerer zu finanzieren, da er eine schlechtere Bonität hat und vom Kreditinstitut weniger leicht einen Kredit bekommt.

Worauf ist beim Kauf oder Pachten einer Gaststätte zu achten?

Wer sich entscheidet ein Wirt zu werden, muss mit viel Köpfchen an die Wahl des Standorts herangehen. Denn die beste Speisekarte nützt nichts, wenn die Kunden das Lokal nicht finden. Auch die zukünftige Nachbarschaft muss genau unter die Lupe genommen werden. Besteht bereits ein Überschuss an Restaurants oder gibt es kaum Laufkundschaft, wird der Start in die Gastronomie schwierig. Eine umfangreiche Marktanalyse ist für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend.

Wer die Wirtschaft pachtet muss auch darauf achten, dass die vorhandenen Geräte in einem guten Zustand sind. Besonders die Küche muss mit ihren vielen großen Geräten wie Öfen, Herden, der Spülmaschine usw. genau unter die Lupe genommen werden. Sind Neuinvestitionen notwendig, sollte mit dem Verpächter vertraglich geklärt werden, inwiefern er sich daran beteiligen wird.