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Degressive Abschreibung

Für junge Unternehmen von Vorteil

Vermieter oder Verpächter von Immobilien können die dafür anfallenden Anschaffungs- und Herstellungskosten steuerlich geltend machen. Auch kleinere Aufwendungen können bei der Steuer berücksichtigt werden. Hinsichtlich der Art der AfA gibt es in Österreich jedoch klare Grenzen.

Was wird unter der degressiven Abschreibung für Abnutzung verstanden?

Bei der degressiven AfA sinken die jährlichen Abschreibungsbeträge verteilt über die fiktiven Nutzungsjahre. Der Abschreibungsbetrag ergibt sich aus der Multiplikation des Abschreibungssatzes mit dem Buchwert des Vorjahres. Diese Art der Abschreibung gibt es in Österreich aktuell nicht. Stattdessen werden Immobilien zur Vermietung und Verpachtung und Wirtschaftsgüter linear, also mit einem für die gesamte Nutzungsdauer gleichbleibenden Wert abgeschrieben, die Abschreibung ist zeitabhängig. Die degressive AfA ist hingegen leistungsabhängig, das heißt der Wert wird anhand der tatsächlichen Inanspruchnahme und Abnutzung des Wirtschaftsgutes berechnet.

Daneben gibt es noch die progressive AfA, bei der davon ausgegangen wird, dass der Wertverlust mit den Jahren abnimmt. Dementsprechend steigen die jährlich absetzbaren Beträge. Diese Methode wird jedoch auch in Ländern, in denen sie zugelassen ist, eher selten angewendet. Am häufigsten wird linear abgeschrieben.

Welche Vorteile hat die degressive AfA?

Die degressive Variante ist insbesondere für Jungunternehmen von Vorteil, die zu Beginn hohe Aufwendungen haben. Indem sie diese mit einem Maximalwert im ersten Jahr bei der Steuer berücksichtigen, wird eine hohe Gewinnminderung erzielt und es wird einiges an Steuern gespart. Ein weiterer Vorteil ist, dass es keine feste Laufzeit gibt.

Wann ist keine lineare Abschreibung erforderlich?

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten geringwertiger Vermögensgegenstände, wie etwa die Einrichtung für von der Allgemeinheit genutzte Räume in einem Miethaus, dürfen im Jahr ihrer Anschaffung voll abgeschrieben werden. Die Grenze für diese Wirtschaftsgüter liegt in Österreich bei 400 Euro netto. Alles, was darüber liegt, muss über die Jahre verteilt abgeschrieben werden. Handelt es sich um ein buchführendes Unternehmen, erfolgt die Abschreibung im Jahr der Anschaffung, wird lediglich eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung benötigt, ist das Jahr der Bezahlung relevant.

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