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Bauförderung

Alle wichtigen Infos

Insbesondere in entwickelten Gesellschaften muss der Staat Nachhaltigkeit bei Immobilien stärker fördern. Hier sind noch wahre "Schätze" in Bezug auf Wirtschaftswachstum zu heben.

Thermische Sanierungen, Photovoltaik-Anlagen, energieeffiziente Haussteuerungsanlagen: Es gibt die Technologien, es gibt die Unternehmen, die diese Produkte und Dienstleistungen anbieten - und es gibt den Bedarf. Der österreichische Staat reagiert auf diese Entwicklung unter anderem indem er Förderungen anbietet. Beispielsweise die "erfolgreiche" Photovoltaik-Förderaktion 2012. Dabei nimmt die österreichische Bundesregierung dieses Jahr 25,5 Millionen Euro in die Hand um es privaten Hausbesitzern leichter zu machen, eigenen Strom zu erzeugen. Die Aktion war so erfolgreich, dass das Fördervolumen innerhalb weniger Minuten nach dem Start aufgebraucht war. 2011 gab es eine ähnliche Situation.

Schluss mit Deckelung und Hürden

Grund für die starke Überzeichnung ist die Deckelung des Förderbetrags. Dies ist aber volkswirtschaftlich wenig hilfreich, da jeder Förder-Euro ein Mehrfaches an privaten Investitionen nach sich zieht. Gerade im Bereich der Ökologisierung von Immobilien sind Förderungen sehr effektiv. Jeder Förderantrag sollte, bei Förderungswürdigkeit, bewilligt werden. Die positiven Auswirkungen würden den finanziellen Mehraufwand auf jeden Fall rechtfertigen. Generell sollten Fördersysteme flexibel auf die Nachfrage reagieren und nicht starr und bürokratisch Vorgaben umsetzen. Das gilt nicht nur für die Photovoltaik, sondern für alle nachhaltigen Maßnahmen im Immobilienbereich.

Viele Vorteile für ein bisschen mehr Förderung

Die Vorteile sind klar ersichtlich: Ökologisch würde nicht nur eine geringere Belastung des Klimas durch die Umsetzung von baulichen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit erreicht, sondern es könnten auch mögliche Strafzahlungen wegen Überschreitung von Klimazielen verhindert werden. Volkswirtschaftlich bringen gerade die thermische Sanierung und verwandte bauliche Maßnahmen große Vorteile, da lokale Beschäftigung gefördert wird. In Österreich benötigte Solarpanele am Dach oder Wärmedämmung müssen vor Ort umgesetzt werden und trägt damit zum, derzeit so nötigen, Wirtschaftswachstum bei.

Der Objektbestand

Für den Immobilienmarkt sind die Vorteile vielfältig. Der Objektbestand in Österreich wird umso mehr aufgewertet, je mehr Immobilien saniert werden. Ökologische Maßnahmen tragen stark zur Zufriedenheit der Bewohner bei, da etwa die Energiekosten geringer werden. Und auch die Immobilienbesitzer profitieren von nachhaltigen Immobilien, da qualitativ hochwertige, sanierte Objekte eine höhere Rendite abwerfen.

Immobilien suchen in Österreich

Das Bundesland entscheidet über Förderung

Die öffentliche Hand, und hier in erster Linie die Bundesländer, unterstützen Häuslbauer und damit die Bauwirtschaft auf unterschiedlichste Art und Weise. In Österreich werden Alarmanlagen ebenso gefördert wie Sonnenkollektoren, Passivhäuser oder Pelletsheizungen. Ob man in den Genuss von Förderungen kommt, hängt vor allem davon ab, im welchem Bundesland sich die Immobilie befindet - zumal die meisten Förderungen von den Ländern vergeben werden.

Landesförderungen bei Neubauten

Wer für sich selbst oder für andere neuen Wohnraum schafft, hat in der Regel auch gute Chancen auf Förderungen. Die Wohnraumförderungen werden von den einzelnen Bundesländern vergeben. Oft wird in Form von sehr günstigen Darlehen gefördert, manchmal gibt es auch Zuschüsse in Form von Direktzahlungen. Um bei Neubauten in den Genuss von Fördermittel zu gelangen, setzen die meisten Bundesländer bestimmte Umweltstandards voraus. Wer ein Niedrigstenergie- oder Passivhaus plant, tut sich im Förderdschungel um einiges leichter.

Sanierungsscheck - Geld vom Bund

Wer sein Haus saniert, trägt zum Wirtschaftswachstum bei. Seit einigen Jahren fördert der Bund mit dem Sanierungsscheck jeden in Österreich, der seine in die Jahre gekommenen vier Wände auf zeitgemäße Umweltstandards bringt. Unterstützung gibt es unter anderem für den Einbau von Wärmeschutzfenstern, die Dämmung des Dach- und Kellerbodens sowie bestimmte umweltfreundliche Heizsysteme, beispielsweise Wärmepumpen und Pelletsheizungen. Als Grundregel beim Sanierungsscheck gilt: Es werden Jahr für Jahr nur eine gewisse Anzahl von Förderungen vergeben - wer den Antrag zu spät stellt, geht das Risiko ein durch die Finger zu schauen.

Landesförderungen für erneuerbare Energien

Neben dem Sanierungsscheck des Bundes fördern auch die meisten Bundesländer die thermische Sanierung von älteren Wohnhäusern und den Einbau von umweltschonenden Heizsystemen. Wer sein Haus richtig dämmt und Wärmeschutzfenster einbaut, sollte sich auf jeden Fall darüber informieren, ob er in den Genuss von zusätzlichen Landesförderungen kommt.

Photovoltaik - Energie vom Dach

Photovoltaik-Anlagen werden vom Bund sowie von einzelnen Bundesländern gefördert. Die Bundesförderung beträgt jährlich acht Millionen Euro, Anträge können ausschließlich online nach dem Prinzip 'wer zu erst kommt, mahlt zu erst' eingebracht werden. Wer den Antrag zu spät einbringt, hat bei der Bundesförderung das nachsehen. Zu spät kann bedeuten, in den ersten Minuten ab denen die Online-Anträge eingebracht werden, nicht dabei zu sein. Wer sich eine Photovoltaik-Anlage überlegt, sollte sich trotzdem unbedingt mit Förderungen auseinandersetzen - nicht zuletzt um die Anlage auch wirtschaftlich effizient zu betreiben. Fakt ist: PV-Anlagen machen sich derzeit nur langfristig bezahlt. Um Strom aus Sonnenenergie rentabel zu gewinnen, spielen neben dem Strompreis, dem eigenen Verbrauch und der durchschnittlichen Zahl der Sonnenstunden staatliche Förderungen nach wie vor eine entscheidende Rolle.

Geld für Sicherheit

Im Kampf gegen das Verbrechen unterstützen manche Bundesländer den Einbau von Alarmanlagen, Sicherheitstüren oder andere Einrichtungen, mit denen Einbrecher abgeschreckt werden. Je nach Bundesland werden Nachbesserungen bei der Sicherheit vor allem bei älteren Gebäuden unterstützt. Bei Neubauten erwarten viele Länder offenbar, dass sie hinsichtlich Sicherheit ohnehin auf dem neusten Stand sind.

Kampf gegen Lärm

Straßenlärm kann die Lebensqualität massiv beeinflussen. Um dagegen vorzubeugen, fördern mache Bundesländer speziell entlang der von ihnen verwalteten Straßen den Einbau von modernen Lärmschutzfenstern. Voraussetzung dafür ist meist, dass sich das Gebäude im Einzugsbereich einer stark befahrenen Straße mit entsprechendem Lärmpegel befindet. Viele Bundesländer fördern nur den Einbau von Lärmschutzfenster in älteren Gebäuden, da angenommen wird, dass Fenster in Neubauten ohnehin dem letzten Stand der Technik entsprechen.

Rat und Hilfe bei Banken

Es gibt unterschiedlichste Arten von Förderungen. Unabhängig davon, ob jemand ein Haus kauft, neu errichtet oder eine bestehende Immobilie saniert: Man sollte sich auf jeden Fall gründlich über die in Frage kommenden Förderungen informieren. In vielen Fällen haben Banken spezialisierte Berater, die sich tagtäglich mit Förderungen von Immobilien auseinandersetzen und sich dadurch im Förderdschungel des jeweiligen Bundeslandes bestens auskennen.

Grundsätzlich kommen bei der Schaffung von Wohnraum zwei Arten von Förderungen in Frage: Förderung in Form von einmaligen Direktzahlungen und Förderungen in Form von vergünstigten Darlehen. Abgesehen vom Sanierungsscheck des Bundes gewähren viele Bundesländer z. B. Direktzahlungen beim Einbau eines besonders umweltfreundlichen Heizsystems, bei der Errichtung von Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung sowie bei Photovoltaik-Anlagen oder Sicherheitsmaßnahmen.

Klassiker Landesdarlehen

Die von den Ländern vergebenen Landesdarlehen zeichnen sich durch äußerst günstige Konditionen aus. Um an ein Landesdarlehen zu kommen, sind von den Bauherrn aber einige grundlegende Bedingungen zu erfüllen: Meist muss man den Hauptwohnsitz für eine Zeit im jeweiligen Bundesland haben und das Einkommen darf eine gewisse Grenze nicht überschreiten.

Schwerpunkt auf Ökologie und Familien

Während der Laufzeit des Landesdarlehens kann die Immobilie nur in Ausnahmefällen verkauft werden, außerdem muss der Hauptwohnsitz mit der Adresse der Immobilie gleich sein. Meist sind die Raten für ein Landesdarlehen in der Anfangsphase sehr gering, nach mehreren Jahren beginnen sie stetig zu steigen. Es besteht kein Rechtsanspruch auf ein Landesdarlehen - bei der Vergabe wird vielfach ein Schwerpunkt auf die Förderung von ökologischen Bauten gelegt. Und Bauherren mit Lebenspartner und/oder Familie bekommen in der Regel leichter den Zuschlag für eine Förderung.

Annuitätenzuschuss

Eine Annuität ist die Rückzahlungsrate eines Kredites oder eines Darlehens. In der Regel setzt sie sich aus den Zinsen und dem Betrag für die Tilgung des ausgeborgten Kapitals zusammen. Beim Annuitätenzuschuss übernehmen Förderstellen einen Teil der monatlich anfallenden Zinsen. Bei einem sehr geringen Zinsniveau kann dies bedeuten, dass man praktisch keine oder sogar negative Zinsen bezahlt.

Limitierte Höhe

Die Höhe der Wohnbauförderung ist von Bundesland zu Bundesland verschieden - zudem wird sie für jeden Bauherren individuell berechnet. Generell kann man sagen, dass sich die  Wohnbauförderung unter anderem an der Qualität der Bauweise (Niedrigenergiehaus, Passivhaus, umweltfreundliches Heizsystem,…) sowie an der Anzahl der im künftigen Haushalt lebenden Personen orientiert. Rat und Hilfe beim Beantragen der Förderungen und Ausfüllen der Formulare bekommen Bauherren in der Regel von jener Bank, über die sie ihr Bauvorhaben finanzieren. Als Grundregel gilt: Förderungen und die entsprechende Finanzierung sollten Hand in Hand gehen und unbedingt aufeinander abgestimmt sein.  

Prinzip Solarstrom

Wer Strom auf dem eigenen Dach erzeugt, tut dies meist nicht nur für den Eigenbedarf. Jener Strom, den ein Besitzer einer Solaranlage nicht verbraucht, wird normalerweise ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Für jede Kilowatt-Stunde gelieferten Stroms bekommen Besitzer von Solaranlagen vom Netzbetreiber Geld.

Ökostromtarif

Da die aktuellen Großhandelspreise von Strom die Investitionen in eine Solaranlage wirtschaftlich (noch) nicht rechtfertigt, subventioniert der Staat Solaranlagen durch einen speziellen Ökostrom-Tarif. Für Anlagen auf Dächern beträgt der Tarif ab 1. Jänner 2013  18,12 Cent pro Kilowattstunde. Laut Ökostromgesetz wird dieser spezielle Einspeis-Tarif den Betreibern von Photovoltaik-Anlagen dreizehn Jahre lang garantiert. Voraussetzung dafür ist ein positiv erledigter Antrag bei der Abwicklungsstelle für Ökostrom.

Direktförderungen: Bund, Länder und Gemeinden

Neben subventionierten Einspeis-Tarifen fördert der Bund neue Photovoltaik-Anlagen auch mit direkten Zuschüssen. Im Jahr 2013 übernimmt der Bund bis zu 30 Prozent der Investitionskosten, begrenzt auf 200 Euro pro Kilowatt. Die Förderungen der Länder unterscheiden sich zum Teil erheblich voneinander, Bundesländer mit umfangreichen Förderprogrammen stehen jene gegenüber, die Solarstrom nur sehr gering oder überhaupt nicht fördern.

Rentabel ohne Förderungen?

Letzten Endes kann gesagt werden: Die Rentabilität einer Solaranlage am Dach hängt zwar noch immer von der Höhe der Förderungen ab, allerdings ist dies bei weitem nicht mehr der einzige Faktor. In der Solarbranche hofft man, dass sich Photovoltaik-Anlagen in Zukunft auch ohne Förderungen rechnen - zumal die Anschaffungskosten dafür immer geringer werden.

Anbei finden Sie eine Übersicht von aktuellen Förderungen der einzelnen Bundelsänder und diese soll Ihnen als Hilfestellung dienen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.  

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Wohnbeihilfe  
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Eigenheime  
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Einrichtung und Sanierung von Bauernhäusern        
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Jungfamilienförderung  
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Eigentumswohnungen  
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Dachgeschoßausbauten  
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Wohnbauscheck              
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Kleingartenförderung  
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Sanierung allgemein  
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Fernwärmezuschuss  
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Wärmepumpe, Solaranlge, Fern-/Nahwärme  
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Biomasseheizanlagenförderung  
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Öko-Förderung              
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Photovoltaik  
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Sicheres wohnen  
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Barrierefreies Wohnen    
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Ein Fallbeispiel

Im Jahre 2007 wurde für eine Wohnungseigentumsgemeinschaft eine geförderte thermische Sanierung durchgeführt (die Förderung erfolgt grundsätzlich im Ausmaß von 33% der Gesamtsanierungskosten mittels einmalig nichtrückzahlbaren Betrags) und fertig gestellt. Die Wohnungseigentumsgemeinschaft verrechnet die Kosten an die einzelnen Wohnungseigentümer weiter, wobei die gesamten Kosten im Jahr 2007 durch die Wohnungseigentümer beglichen werden. Die Förderungszahlung (Zufluss) erfolgt im nächsten Jahr. Bei der Förderung handelt es sich um einen echten, nicht steuerbaren Zuschuss (vgI UStR 2000 Rz 26), der die Aufwendungen und damit die Bemessungsgrundlage der Wohnungseigentumsgemeinschaft mindert.

Die Minderung der Bemessungsgrundlage

Es ist davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistung an die WEG bzw. der Vorschreibung der Kosten (z.B. Grundsteuer) die Leistung auch an die Wohnungseigentümer erbracht wird (Scheiner/Kolacny/Caganek, Kommentar zur Mehrwertsteuer, § 10 Abs 2 Z 4 Anm 86). Beim Sollversteuerer ist das Entstehen der Steuerschuld von diesem Zeitpunkt abhängig (§ 19 Abs 2 Z lit a UStG 1994). Beim Ist-Versteuerer entsteht die Steuerschuld nach Maßgabe der Vereinnahmung der von der WEG den Wohnungseigentümern vorgeschriebenen Beträge (Scheiner/Kolacny/Caganek, Kommentar zur Mehrwertsteuer, § 10 Abs 2 Z 4 Anm 85). Durch die (nachträglich) erfolgte Förderung kommt es beim Soll-Versteuerer hinsichtlich der ursprünglichen Leistung der WEG (Sanierung) zu einer Änderung (Minderung) der Bemessungsgrundlage gemäß § 16 UStG 1994. Diese Änderung ist grundsätzlich für den Voranmeldungszeitraum vorzunehmen, in dem eine in Höhe und Auszahlungszeitpunkt verbindliche Förderzusage besteht.

Ansonsten erfolgt die Bemessungsgrundlagenminderung zum Zeitpunkt des Zuflusses der Förderung. Besteht die Förderzusage bereits bei Beginn der Sanierung, so ist die Bemessungsgrundlage beim Sollversteuerer sofort um die Zuschüsse zu vermindern, weshalb es zu keiner Änderung der Bemessungsgrundlage kommt. Soweit die Sanierungsaufwendung der WEG fremdfinanziert ist, sind die Finanzierungskosten (Zinsen) ebenfalls in die Bemessungsgrundlage der WEG-Leistung einzurechnen.