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Stromzähler

Stromfresser schnell entdecken

Zu jedem Stromanschluss gehört automatisch auch ein Stromzähler. Das Messgerät ermittelt den verbrauchten Strom in kWh. Der Besitzer oder Mieter kann zu jeder Zeit seinen Stromverbrauch selbst ermitteln und gegebenenfalls die Richtigkeit der Stromrechnung überprüfen.

Einen Stromzähler kaufen

Jeder Kunde kann im Handel einen eigenen Stromzähler zusätzlich zum Zähler im Sicherungskasten kaufen. Einen einfachen, guten Standardzähler gibt es schon ab ca. 50 Euro. Beim Kauf ist wichtig zu beachten, ob ein Messgerät für Wechselstrom oder für Gleichstrom benötigt wird.

Wer darf den Zähler anschließen?

Wer seinen Stromverbrauch kontrollieren möchte, kann jederzeit selbst einen Zähler anschließen. Das Anschließen funktioniert sehr einfach, das Gerät muss nur an einen Netzstecker und eine Netzkupplung angeschlossen werden. An die Netzkupplung wird das Gerät angeschlossen, dessen Energieverbrauch geprüft werden soll. Der Stromzähler, der sich im Sicherungskasten befindet, darf vom Verbraucher hingegen nicht getauscht werden. Dieses Messgerät gehört dem Netzanbieter oder dem Stromanbieter, der auch für die Wartung und das Ablesen verantwortlich ist.

So lange ist die Eichung gültig

Stromzähler müssen regelmäßig geeicht werden. In Österreich gilt die Eichung für 8 Jahre. Wann die Eichfrist abläuft, ist auf einem Pickerl auf dem Zählergerät vermerkt. Die Eichung wird von Eichämtern durchgeführt.

Was passiert, wenn der Zähler defekt ist?

Sobald der Kunde feststellt, dass der Zähler defekt ist, muss er unbedingt den Netzbetreiber darüber informieren. Wichtig ist auch, den aktuellen Zählerstand festzuhalten und ein Protokoll mit genauer Angabe des Zeitpunkts der Abmessung zu führen. So kann besser nachvollzogen werden, wie viel Strom zu viel berechnet wurde. Wird zu viel Strom berechnet, muss der Kunde beweisen, dass der Zähler defekt war. Mit dem Protokoll hat er eine gute Grundlage, allerdings sind die Anbieter hier sehr empfindlich. Häufig bleiben die Verbraucher auf den Mehrkosten sitzen. Deshalb ist die regelmäßige Kontrolle so wichtig.

Wie können Verbraucher den Stromzähler ablesen?

Das Messgerät befindet sich im Haus, meist im Keller, und kann vom Eigentümer oder vom Mieter jederzeit selbst abgelesen werden. Ohnehin ist zu empfehlen, sich den Zählerstand regelmäßig zu notieren. Besonders wichtig ist die Überprüfung des Zählerstandes bei einem Kauf oder einem Neueinzug sowie dem Verkauf bzw. Auszug. Sollte es mehrere Stromzähler geben, muss die Zählernummer bekannt sein, die im Mietvertrag oder Kaufvertrag angeführt wird.

Was bringt der Zähler für die Steckdose?

Der Stromzähler, den der Mieter oder Hausbesitzer selbst an die Steckdose anschließt, kann nicht den gesamten Verbrauch von kWh in einem Haushalt ermitteln. Trotzdem ist es dem Konsumenten sehr zu empfehlen, da so ohne professionelle Energieberatung ganz leicht Stromfresser und Einsparungspotential entdeckt werden können. Das eigene Messgerät hilft beim Stromsparen.

So benutzerfreundlich können Stromzähler sein

2015 hat die Burgenland Strom GmbH als erster Stromanbieter Smart Meter eingeführt. Bis 2019 soll in über 90 Prozent aller Haushalte der Strom auf diese Weise abgelesen werden. Bei dem System werden die Daten vom Zähler per Funk direkt an den Stromversorger übertragen. Sollte sich das Smart Metering beweisen, ist es für ganz Österreich geplant. Das System soll auch über eine Fernabschaltfunktion verfügen, womit auch der Stromanbieter von der Zentrale aus den Strom abdrehen kann.

Harsche Kritik an dieser Netzpolitik kommt aber vom grünen Nationalratsabgeordneten Albert Steinhauser und vom bekannten Datenschützer Hans Zeger. Der österreichischen Tageszeitung Kurier gegenüber gaben sie zu bedenken, dass mit den verbrauchten kWh auch viele weitere persönliche Daten des Kunden übermittelt würden.

Wer mit dem Smart Meter nicht einverstanden ist, hat laut der Technikplattform Futurezone in Österreich ein Opt Out Recht, d.h. er kann den neuen Zähler ablehnen. Allerdings ist noch nicht klar, wie dieses Recht eingefordert werden kann und welche Alternativen es geben wird. Das österreichische Wirtschaftsministerium ist aber um eine Lösung bemüht.

Den Stromzähler mit einem Magnet manipulieren

Nicht selten wird versucht, den Stromzähler zu manipulieren. Tatsächlich kann der Zählerstand mithilfe eines Magneten angehalten werden und die Geräte laufen von da an mit Gratisstrom. Doch früher oder später finden die Netzbetreiber und der Versorger garantiert heraus, dass der geringere Verbrauch nicht auf ein Stromsparen zurückzuführen ist. Der Zähler kann zwar angehalten werden, er kann aber nicht durch einen Magneten wieder aktiviert werden. Sobald der Schwindel entdeckt wird, ist mit rechtlichen und finanziellen Folgen zu rechnen. Aus diesem Grund ist von derartigen Praktiken abzuraten.