Jetzt Käufer, Mieter oder Nachmieter findenInserat aufgebenInserat aufgeben

Ökostrom

Nachhaltiges Heizen liegt im Trend

Die Nachfrage nach Ökostrom ist mit dem Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit gestiegen. Der Strom aus erneuerbaren Energiequellen gibt ein gutes Gefühl. In Österreich gibt es eine gute Auswahl an Ökostromlieferanten. Die Entscheidung für Ökostrom ist immer zu begrüßen.

Was ist Ökostrom?

Anders als in Deutschland gibt es in Österreich eine genaue Definition von Ökostrom, die im Ökostromgesetz festgehalten wird. Bei diesem Grünstrom handelt es sich um elektrische Energie, die aus Wasserkraft, Windkraft, Solar, Erdwärme oder auch Biomasse gewonnen wird. Während der Gewinnung wird deutlich weniger CO2 als bei fossilen Brennstoffen ausgestoßen, außerdem wird die Umwelt durch die erneuerbaren Energien nicht beeinträchtigt. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich bei Öl und Erdgas um endliche Rohstoffe handelt, ist Grünstrom eine gute Alternative.

Was ist bei der Entscheidung für Ökostrom zu beachten?

Wer sich für einen Ökostromanbieter entscheidet, muss sich bewusst sein, dass aus seiner Steckdose deshalb nicht unbedingt Ökostrom kommt. Der höhere Stromtarif ist lediglich eine finanzielle Förderung für die Produktion von Grünstrom. Tatsächlich wird der Strom über die Abwicklungsstelle für Ökostrom AG (OeMAG) in das allgemeine österreichische Stromnetz eingespeist und somit mit Graustrom vermischt. Dass Ökostrom geliefert wird, kann nicht garantiert werden, da es keine separaten Leitungen gibt. Bis 2020 will Österreich 34 % des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien decken. Dementsprechend ist die Ökostrompauschale eine Investition in die Zukunft des Energiemarktes und eine wichtige Förderung für die Energiestrategie Österreichs, deren Ziel es außerdem ist, die Energieeffizienz um 20 Prozent zu steigern und den Ausstoß von Treibgas um 20 % zu senken. Kurzfristig ist Ökostrom somit teurer, langfristig ermöglicht er aber die Finanzierung günstigerer Energiegewinnungsmethoden.

Wer zu 100% Grünstrom möchte, muss ihn aktuell noch selbst erzeugen. Das ist z.B. über eigene Photovoltaik-Anlagen möglich. Anders als bei dem Bezug über das öffentliche Stromnetz gibt es dabei auch attraktive Förderungen auf EU-, Landes- und Bundesländerebene. Ein Vorteil der Eigenproduktion sind neben dem ökologischen Aspekt die geringen Betriebskosten. Außerdem kann mit dem eigenen Storm sogar noch Geld dazuverdient werden. Wird mehr Energie als für den eigenen Haushalt benötigt produziert, kann der Überschuss ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.

So viel kostet grüner Strom

Dadurch, dass Ökostrom noch nicht so weit verbreitet ist wie fossile Brennstoffe und die Anzahl der Anbieter noch überschaubar ist, ist er aktuell noch etwas teurer. Die Preise für Ökostrom richten sich nach den durchschnittlichen Preisen für Graustrom und unterscheiden sich zwischen den Bundesländern. Im Schnitt kostet Strom in Österreich ca. 13,5 Cent pro KWh. Wer grünen Strom bezieht, muss zusätzlich noch eine Ökostrompauschale und einen Ökostromförderbeitrag bezahlen. Die Pauschale beträgt für einen Durchschnittshaushalt heuer 33 Euro. Der Ökostromförderbeitrag ergibt sich aus einem prozentualen Aufschlag auf das Netznutzungsentgelt, das für die Errichtung und die Instandhaltung des Netzes verwendet wird, und auf das Netzverlustentgelt, mit dem der Stromanbieter Stromverluste aufgrund des Netzbetriebes ausgleicht. Der Förderbetrag liegt im Schnitt pro Jahr bei ca. 100 Euro.

Welche Förderungen gibt es?

Wer Ökostrom bezieht, soll für sein Naturbewusstsein nicht draufzahlen müssen. Deshalb gibt es in Österreich attraktive Förderungen dafür. Die Anlaufstelle dafür ist der Gebühren Info Service. Eine Voraussetzung dafür ist, dass der betroffene Haushalt von der GIS befreit ist. Maximal werden 20 Euro der Ökostrom-Förderkosten gedeckelt.