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Kyoto-Protokoll

Was das ist und welche Folgen es für Österreich hat

Das Kyoto-Protokoll ist eine wichtige Vereinbarung der Vereinten Nationen, um den Klimaschutz zu fördern. Doch was schreibt das Protokoll genau vor? Und inwiefern wirkt es sich auf Privatpersonen aus?

Was ist das Kyoto-Protokoll?

Beim Kyoto-Protokoll handelt es sich um ein im Jahr 1997 in Kyoto in Japan unterzeichnetes und im Jahr 2005 in Kraft getretenes Abkommen. Demnach haben sich alle Mitglieder der Vereinten Nationen – also auch Österreich – dazu verpflichtet, den jährlichen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Ein umfangreicher Maßnahmenkatalog des völkerrechtlich verbindlichen Dokumentes enthält weitere Vorgaben, um den Klimawandel zu stoppen. Ursprünglich war das Protokoll nur bis 2012 verbindlich, es wurde aber vorerst bis 2020 verlängert. Das Ziel der 37 teilnehmenden Industriestaaten ist es, die Emissionen im Vergleich zu 1990 um 20 Prozent zu senken.

Welche Inhalte hat das Abkommen?

Neben der Reduktion des Treibhausgasausstoßes werden die Emissionsrechte und der Emissionshandel stärker reglementiert. Zugunsten der Wirtschaftlichkeit sollen Emissionen vor allem dort eingespart werden, wo es am kostengünstigsten ist. Jedes Land hat eine bestimmte Anzahl an Zertifikaten, die zu einer gewissen Menge an Emissionen berechtigen. Werden nicht alle benötigt, können diese innerhalb der Mitgliedsstaaten, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben, gehandelt werden. Außerdem gibt es länderübergreifende Projekte zur Förderung einer effizienten Nutzung von Energie und zum Umweltschutz. Ein wichtiges Beispiel dafür ist das Klima- und Energiepaket der EU.

Wie wird das Kyoto-Protokoll in Österreich umgesetzt?

In Österreich gibt es das Ministerium für ein lebenswertes Österreich und die Task Force Klima, die mit der Umsetzung der Klimaverpflichtungen, die durch das Kyoto-Protokoll entstanden sind, beauftragt sind. In erster Linie sollen Unternehmen bei der Einhaltung der Pflichten unterstützt werden. Für Österreich gilt als Zielvorgabe eine Reduktion um 13 Prozent.

Welche Folgen hat das für Privathaushalte?

Für Privathaushalte hat die starke Konzentration auf eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen den großen Vorteil, dass hier viele Fördertöpfe zur Verfügung stehen. Wer etwa zu erneuerbaren Energien wechselt oder im Rahmen einer Sanierung den Treibgasausstoß senkt, kann eine Wohnbauförderung bekommen oder sich eine Förderung aus dem Klima- und Energiefonds sichern. Auf diese Weise können die Investitionskosten für Photovoltaikanlagen, Solaranlagen, Wärmepumpen oder auch E-Cars deutlich reduziert werden.

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