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Kraft-Wärme-kopplung (KWK)

Wie die KWK die Stromversorgung ergänzt

Rund 80 Prozent der thermischen Kraftwerke in Österreich sind mit einer KWK ausgerüstet. Dadurch wird der CO2-Ausstoß reduziert und die Energieeffizienz verbessert. Doch was wird unter einer Kraft-Wärme-Kopplung verstanden? Und wie funktioniert sie?

Was ist eine Kraft-Wärme-Kopplung?

Bei der Kraft-Wärme-Kopplung wird die Primärenergie, die bei der Umwandlung von einem Brennstoff in Energie gewonnen wird, optimal genutzt und gleichzeitig sowohl für Strom als auch für Wärme verwendet. Die Wärme wird in Form von Nah- oder Fernwärme zu Heizzwecken verwendet. Dadurch wird weniger Brennstoff als bei einem herkömmlichen Kraftwerk benötigt.
 

Wie funktioniert eine Kraft-Wärme-Kopplung?

Die KWK wird in erster Linie bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Steinkohle, Erdöl oder Erdgas, aber auch bei erneuerbaren Energien wie Biogas, Holz oder Solarthermie verwendet. Am häufigsten finden sich KWK-Anlagen bei Blockheizkraftwerken und Fernwärme-Kraftwerken. Während in klassischen Kraftwerken die Wärme ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird, wird sie bei einem KWK-Kraftwerk zurückgeführt und für Heizzwecke genutzt.
 

Wie kann die KWK in einem Haushalt genutzt werden?

In vielen ländlichen Regionen Österreichs gibt es mittlerweile Gemeinden, die die Haushalte durch eigene Blockheizkraftwerke mit Energie versorgen. Es gibt auch kleine KWK-Anlagen, die nicht größer als Waschmaschinen sind und sich mit einem Gesamtwirkungsgrad von mehr als 90 Prozent für Einfamilienhäuser sehr gut eignen. Aktuell sind die Preise für diese Mikro BHKW noch relativ hoch, gemessen an den steigenden Kosten für Energie und der energieeffizienten Arbeitsweise lohnen sie sich aber schon nach wenigen Jahren. Als Finanzierungszeit kann mit maximal fünf Jahren gerechnet werden.
 

Wieso lohnt sich die Kraft-Wärme-Kopplung bei Mietwohnungen?

Vermieter, deren Mietobjekte über eigene Blockheizkraftwerke verfügen, können die daraus gewonnene Energie an den Mieter weiterverkaufen. Jedoch muss dazu ein separater Stromliefervertrag abgeschlossen werden. Sofern keine verbindlichen Vertragslaufzeiten vereinbart wurden, ist der Mieter nicht zum Bezug durch den Vermieter verpflichtet, er kann auch einen anderen Strom- und Energieanbieter wählen. Ein Ablehnen des Vermieters als Energielieferant ist kein Kündigungsgrund. Allerdings sind die Betriebskosten durch die selbst produzierte Energie meist deutlich niedriger als bei einem öffentlichen Anbieter.
 

Welche Förderungen gibt es in Österreich?

Gemäß dem KWK-Gesetz gibt es in Österreich Förderungen für das Neuerrichten oder die Erneuerung von hocheffizienten Anlagen, die eine elektrische Engpassleistung von mindestens 100 kW erbringen. Maximal werden 30 Prozent der Errichtungskosten sowie 60 Prozent der beihilfefähigen Mehrkosten als finanzieller Zuschuss gewährt. Je nach Leistung sind Förderungen zwischen 125 und 250 Euro pro kW möglich. Der Antrag auf eine solche Förderung muss vor dem Durchführen der Arbeiten bei der österreichischen Abwicklungsstelle für Ökostrom AG, OeMAG, eingereicht werden. Auch bei der österreichischen Wohnbauförderung werden die Anlagen berücksichtigt.

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