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Heizkosten

10 Tipps um Heizkosten einzusparen

Bis zu 60 Euro pro Jahr an zusätzlichen Gaskosten verursacht alleine die Zündflamme einer veralteten Gastherme. Zudem steigern schlecht gedämmte Fenster, Rohrleitungen und Türen, der unsachgemäße Einsatz von Heizkörpern, die unpassende Wahl einer Heizvariante, Heizkörperverkleidungen und selbst Vorhänge am falschen Platz die Heizkosten beträchtlich.

  • 1.       Veraltete Heizungsanlagen modernisieren!

Denn moderne Systeme wie Erdgas-Brennwertgeräte verbrauchen im Vergleich zu alten Anlagen bis zu 40 Prozent weniger Energie. Eine effiziente Heizanlage ist freilich die wichtigste Voraussetzung für sparsames Heizen. Für Betreiber einer technisch veralteten Heizung ist die Modernisierung unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten sehr attraktiv. Wer einen alten Standardheizkessel beispielsweise gegen ein Öl-Brennwertgerät austauscht, kann künftig mit bis zu 30 Prozent weniger Heizölverbrauch rechnen. Weil in Öl-Brennwertgeräten auch die heißen Abgase als Wärmeenergie genutzt werden, erzielen diese Kessel einen Wirkungsgrad von nahezu 100 Prozent. Aber selbst die effizienteste Heizanlage bleibt unter ihren Möglichkeiten, wenn sie in der Pflege vernachlässigt wird. Bis zu zehn Prozent mehr verbraucht eine Heizung, die lange Zeit nicht gewartet wurde. Eine jährliche Inspektion vom Fachhandwerker sorgt dafür, dass die Heizanlage dauerhaft sparsam arbeitet.

Alte Gasthermen mit Zündflamme verbrauchen pro Jahr um bis zu 100 Kubikmeter mehr Gas als neue Thermen. Der Umstieg auf ein modernes Gerät ohne Zündflamme kann somit bis zu 60 Euro pro Jahr einsparen. Veraltete Heizsysteme kosten unnötig Energie und Geld: Steinplattenheizungen oder Ölradiatoren benötigen lange Aufwärmphasen. Oft überbrücken dabei kostintensive Heizgeräte die Wartezeit, bis es in der Wohnung warm wird.

  • 2.       Wärmedämmung des Gebäudes optimieren!

Dabei ist auf Heizkörpernischen zu achten, da hier die Hauswand in der Regel am dünnsten ist und so die Wärmeverluste entstehen. Auch Heizungsrohre in kalten Räumen oder Kellern müssen entsprechend gedämmt werden. Durch das Abdichten von undichten Fenstern und Türen bleibt die Wärme in der Wohnung.

  • 3. Automatisierung und Zeitschaltuhren nutzen!

Heizungsanlage witterungsgesteuert und mit automatischer Temperaturabsenkung betreiben! Durch die Absenkung der Raumtemperatur bei Nacht oder längerer Abwesenheit ergeben sich deutliche Einsparpotenziale. Jedes Grad weniger verringert die Heizkosten um rund sechs Prozent.

  • 4. Optimale Raumtemperaturen wählen!

Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt die Heizkosten im Schnitt um rund sechs Prozent. Deshalb ist es sinnvoll, die Temperaturen in den einzelnen Räumen den Bedürfnissen anzupassen. Im Durchschnitt genügen 20 Grad, im Bad dürfen es ruhig 23 Grad sein, während im Schlafzimmer 16 Grad völlig ausreichen. Die Türen zu weniger beheizten Räumen sollten natürlich geschlossen sein. Wenn Heizkörper gluckern, müssen sie entlüftet werden. Bleibt ein Heizkörper beständig gleich warm, deutet das auf ein defektes Thermostatventil hin. Lassen sich Thermostatventile nur noch schwer drehen, sind sie wahrscheinlich defekt. In beiden Fällen sollten die Ventile durch neue ersetzt werden, am besten gleich durch solche mit Zeitschaltuhr. Sie regeln nachts und während Abwesenheit die Temperatur automatisch herunter.

  • 5. Heizungsanlage regelmäßig checken!

Denn schon eine nur wenige Millimeter starke Rußablagerung und ein schlecht eingestellter Brenner kosten rund fünf Prozent mehr Energie. Auch zu viel Luft im Heizsystem mindert die Wärmeleistung. Überheizen durch falsch eingestellte Thermostate kostet unnötig Geld. In regelmäßigen Abständen sollte man daher den Thermostat vom Fachmann überprüfen lassen.

  • 6. Vorhänge und Jalousien nachts schließen!

Das bewirkt für die Wohnung das gleiche wie die Bettdecke für den Menschen. Die Energieersparnis beträgt bis zu vier Prozent. Heizkörperverkleidungen und dicke Vorhänge vor und über dem Heizkörper sorgen für Wärmestau. Weg damit und der Energieverbrauch fällt von allein.

  • 7. Richtig lüften!

Durch falsches Lüften wird oft Geld zum Fenster hinausgeworfen. Statt Dauerbelüftung über Fenster in Kippstellung stoßlüften: Dreimal am Tag für etwa fünf Minuten die Fenster weit öffnen und am besten Durchzug erzeugen. Währenddessen sollten die Thermostatventile unbedingt geschlossen werden, sonst schalten sie auf volle Leistung. Schwere Vorhänge oder Möbel vor den Heizkörpern sowie Heizkörperverkleidungen behindern die Wärmeabgabe. Dadurch können bis zu 40 Prozent Energie verloren gehen. Andererseits sollten Fensterflächen im Winter zusätzlich durch Rolladen und Vorhänge vor Wärmeverlusten geschützt werden.

In modernen, wärmegedämmten Gebäuden kann der erforderliche Luftaustausch weder durch Undichtigkeiten in der Gebäudehülle noch durch die unkontrollierte Fensterlüftung sichergestellt werden. Dadurch wird auch die im Gebäude anfallende Feuchte nicht im erforderlichen Maße und regelmäßig abgeführt. Die Folge können Schäden an der Bausubstanz, aber auch Schimmelpilzbildung und daraus folgende allergische Reaktionen für die Bewohner sein. Zur Sicherstellung eines ausreichenden Luftwechsels im Gebäude eignet sich der Einbau einer Abluftanlage. Eine einfache und kostengünstige Lösung stellt ein System dar, das entweder zentral oder aber raumweise für einen Abtransport der belasteten und feuchten Raumluft sorgt. Dabei wird - mechanisch unterstützt - die "verbrauchte" Luft aus Küche, Bad und Toilette bedarfsorientiert abgesaugt. Die Nachströmung der frischen Außenluft wird über Außenluftdurchlässe (ALD) in der Außenwand der Wohn- und Schlafräume realisiert.

Um dabei die Lüftungswärmeverluste so gering wie möglich zu halten, können moderne Steuerungen des Abluftsystems intelligent mit dem Heizungssystem verknüpft und so programmiert werden, dass sie den ganzen Tag über nur eine bestimmte Mindestlüftung sicherstellen. Auf Knopfdruck können die Bewohner dann bei Bedarf den Luftwechsel erhöhen. Nach einer programmierbaren Zeitspanne geht die Steuerung schließlich wieder zur Mindestlüftung über. Der erforderliche Luftaustausch kann aber auch feuchte- oder CO2-gesteuert erfolgen. Das heißt, dass je nach Feuchtegehalt oder nach CO2-Konzentration der Raumluft ein definierter Luftaustausch erfolgt.

  • 8. Heizkörper nicht verdecken!

Heizkörper nicht durch Möbel, Verkleidungen oder Gardinen verdecken! Dies beeinträchtigt die Luftzirkulation und somit eine optimale Wärmeverteilung im Raum. Sonst können bis zu 20 Prozent der Energie verloren gehen.

  • 9. Heizkörper abgleichen lassen!

Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Heizkörper innerhalb des Systems mit der tatsächlich benötigten Wärmemenge versorgt wird (über den entsprechenden Heizwasserstrom).

  • 10. Heizkörper entlüften!

Das ist wichtig, wenn die Heizkörper ungleich warm werden oder Luftgeräusche auftreten. Dazu wird die Entlüftungsschraube mit einem Schlüssel solange geöffnet, bis Heizwasser austritt.