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Energiesparen mit Energiespartipps

Energiesparen ist seit langem auch für Bauherren ein wichtiges Thema, das mit der Einführung des Energiepasses zusätzliche Aktualität erhält. Doch mit dem Fachjargon tun sich viele Häuslebauer schwer: Ab wann ist ein Eigenheim ein Niedrigenergiehaus? Wodurch unterscheidet sich das Niedrigenergiehaus von einem Passivhaus? Und was hat es eigentlich mit dem U-Wert auf sich?

TIPPS FÜR IMMOBILIEN-EIGENTÜMER

ENERGIESPARTIPPS FÜR MIETER

Was ist der Jahresheizwärmebedarf?

Der Begriff bezeichnet die Wärmemenge, die während der Heizperiode aufgebracht werden muss, um eine angenehme Innentemperatur zu halten. Gemessen wird der Jahresheizwärmebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a). Berücksichtigt werden bei der Ermittlung nicht nur Verluste durch die Außenwände und beim Lüften, sondern auch Gewinne durch die Sonneneinstrahlung und die Wärmestrahlung des Menschen.

Wofür steht der Primärenergiebedarf?

Neben dem Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom werden auch die Verluste berücksichtigt, die von der Gewinnung des Energieträgers über die Aufbereitung bis zum Transport zum Gebäude anfallen. Zur Ermittlung wird der Energiebedarf eines Gebäudes mit dem Primärenergiefaktor multipliziert. Bei Holz beträgt dieser Faktor 0,2, bei Heizöl und Gas 1,1, bei Strom 3. Das bedeutet: Ein mit Holz beheiztes Haus hat einen viel niedrigeren Primärenergiebedarf als eines, das mit Öl oder gar mit Strom beheizt wird.

Was zeichnet ein Niedrigenergiehaus aus?

Seit Einführung der Energieeinsparverordnung ist das Niedrigenergiehaus gesetzlich vorgeschriebener Standard im Neubau. Der Jahresheizwärmebedarf darf 70 kWh/m2a nicht überschreiten. Das erreicht man mit einem sehr guten Wärmeschutz, Luftdichtheit, Wärmeschutzverglasungen, einer kontrollierten Wohnungslüftung und der Vermeidung von Wärmebrücken.

Was zeichnet das Passivhaus aus?

Hier wird ein gutes Innenklima ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem erreicht. Mit max. 15 kWh/m2a liegt der Jahresheizwärmebedarf um 80 Prozent unter dem eines Niedrigenergiehauses und sogar um mehr als 90 Prozent unter dem eines konventionellen Gebäudes. Dies darf aber nicht auf Kosten eines hohen Stromverbrauchs gehen. Daher darf der gesamte Primärenergiebedarf, der auch die Warmwasserbereitung und den Haushaltsstrom beinhaltet, pro m2 Wohnfläche im Jahr höchstens 120 kWh betragen. Erreicht werden diese Werte durch die konsequente Einhaltung der beiden Grundprinzipien: Wärmeverluste vermeiden und Wärmegewinne optimieren.

Luftdichtigkeit und Blower-Door-Test

Die von der Energieeinsparverordnung geforderte Luftdichtigkeit eines Hauses lässt sich mit dem Blower-Door-Test nachweisen. Dabei wird mit einem Ventilator ein Unterdruck im Haus erzeugt, und der Luftstrom wird mit speziellen Messinstrumenten überprüft. Die Luftwechselzahl bei Häusern ohne Lüftungsanlagen darf den Kennwert 3, bei Häusern mit Lüftungsanlagen den Wert 1,5 nicht überschreiten. Das heißt: Bei einem leichten Wind, wie ihn der Test simuliert, darf die gesamte Luftmenge in einer Stunde nicht häufiger als drei- bzw. 1,5-mal ausgetauscht werden.

Wofür steht der U-Wert?

Der U-Wert steht für die Wärmemenge, die in einer Stunde durch eine Bauteilfläche von 100 m2 transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von zehn Grad besteht. Er wird angegeben in Watt durch Quadratmeter, multipliziert mit Kelvin (W/m2 K). Ein guter U-Wert liegt für das Dach oder die Außenwand bei etwa 0,2 W/m2 K, für ein gutes Fenster bei 0,8 - 1,0 W/m2 K. Quintessenz: Je niedriger der Wert, desto besser. Früher hieß der U-Wert übrigens k-Wert - die Bedeutung blieb die gleiche.

Spare ich mit der richtigen Heizungsanlage?

Den größten Einfluss auf die Heizkosten hat sicherlich die eingesetzte Heizungsanlage. Moderne Systeme wie etwa Erdgas-Brennwertgeräte verbrauchen im Vergleich zu alten Anlagen bis zu 40 Prozent weniger Energie. Eine Erneuerung amortisiert sich daher innerhalb weniger Jahre.

Was bringt die Heizkörper-Modernisierung?

Beim Thema Heizungsmodernisierung denken die meisten Haus- und Wohnungseigentümer erst einmal an den Heizkessel im Keller. Und viele dieser Wärmeerzeuger, vor allem wenn sie vor 1980 installiert wurden, sind tatsächlich große Energieverschwender. Diese Anlagen arbeiten mit hohen Vorlauftemperaturen, weisen hohe Abgasverluste auf, sind unzureichend wärmegedämmt und besitzen eine Heizungsregelung, die in keiner Weise den heutigen Anforderungen entspricht. Werden solche Veteranen gegen funktionelle Niedertemperatur oder Brennwertheizkessel ausgetauscht, müssen auch die meist noch vorhandenen DIN-Radiatoren durch moderne Heizkörper ersetzt werden. Denn erst dann können die aufeinander abgestimmten Einzelkomponenten als modernes Gesamtsystem das erwartete optimale Ergebnis erzielen. Ist der Heizkessel noch nicht so betagt und besitzt möglicherweise bereits eine elektronisch gesteuerte Regelungstechnik, bringt der Austausch der alten, meist zu groß ausgelegten Radiatoren das beste Ergebnis zur weiteren Energieeinsparung. Feinfühlige  Regelungstechnik harmoniert dann mit den modernen neuen Heizkörpern, die sich auf Grund ihres geringen Wasserinhalts schnell aufheizen und flexibel auf Änderungen der Umgebungsverhältnisse reagieren.

Die modernen neuen Heizkörper haben gegenüber den alten Gliederradiatoren eine um rund 50% höhere Heizleistung und machen eine deutliche Absenkung der Vorlauftemperatur möglich. Dadurch reduzieren die neuen Heizkörper den Primärenergieverbrauch auch ohne Kesseltausch in erheblichem Maße und senken spürbar die Heizkosten. Weitere Vorzüge sind die Verbesserung der thermischen Behaglichkeit, eine schnelle Regelbarkeit durch den geringen notwendigen Wasserinhalt und eine Reduktion der Verteilerverluste durch die Absenkung der Systemtemperaturen in den Heizkreisen. In der Summe werden so Energiekosteneinsparungen von bis zu 30% möglich.

Kann ich auch die Warmwasserbereitung optimieren?

Die Optimierung der Warmwasseranlage sollte möglichst zusammen mit der Heizungsanlage erfolgen. Entscheidend ist, die Warmwassererzeugung von der Heizungsanlage außerhalb der Heizperiode zu entkoppeln. Hier gibt es viele Möglichkeiten, z.B. Wärmepumpe oder Sonnenkollektoranlage.  

Was spare ich bei der Sanierung der Gebäudehülle ein?

Die wesentlichen Bedingungen für eine sparsame Heizung - verbunden mit einem Maximum an Komfort - sind einerseits eine gut gedämmte Gebäudehülle, andererseits eine moderne Heizung auf Niedertemperaturbasis. Als erste Maßnahme muss immer die Gebäudehülle saniert werden, um den Wärmebedarf zu reduzieren. Da Wärme nach oben steigt, muss vor allem die oberste Geschossdecke gut gedämmt sein. Hier lassen sich oft schon mit geringem Aufwand die Wärmeverluste um ca. 20 % reduzieren. Schmilzt bei kaltem Wetter ohne Sonneneinwirkung der Schnee vom Dach, dann sollte rasch gehandelt werden.

Für die Sanierung der Außenwände bieten sich Vollwärmeschutz und hinterlüftete Fassaden in verschiedenen Varianten an. Die Dämmstärken sind von der Qualität der bestehenden Außenwände abhängig. Bei Fenster und Türen gibt es die Möglichkeit, Dichtungen anzubringen z.B. bei Kastenfenstern innen. Wenn der Rahmen noch in Ordnung ist, reicht es, die Gläser gegen hochwertige Isoliergläser auszuwechseln. Sonst sollten neue Wärmeschutzfenster eingebaut werden. Wichtig ist auch eine gut gedämmte Kellerdecke, da ein kalter Boden nicht nur die Gesundheit bzw. das Wohlbefinden beeinträchtigt, sondern auch viel Energie braucht. Häuser, die älter als 20 Jahre sind, liegen jährlich bei ca. 180 kWh/m2. Mit vertretbaren Investitionen sind Werte zwischen 65 und 80 erreichbar.

Wie decke ich schlechte Isolierung als Energiefresser auf?

Auch den Fenstern sollte man bei der Besichtigung genaues Augenmerk schenken. Erfolgt die Besichtigung in der kalten Jahreszeit, können Sie leicht prüfen, ob hier mögliche Energiefresser lauern. Wie kühl fühlt sich die Fensterscheibe an, ist beim Rahmen oder in der Nähe der Dichtungen leichte Zugluft spürbar, sind an der Außenseite Rollläden vorhanden? Ebenfalls entscheidend sind auch hier die richtigen Fragen an den Makler, etwa ob bei den Fenstern Wärmeschutzglas verwendet oder wann die Fenster erneuert wurden. Oft kann man bereits am Baujahr des Fensters seine Energie-Effizienz einschätzen. So entsprechen beispielsweise Verbundfenster (üblicherweise in den 70ern verwendet) und Isolierglasfenster (typische Verglasung der 80er) schon lange nicht mehr dem Stand der Technik. Übrigens: Kalte Luft kann auch durch Steckdosen und Schalter in die Wohnräume eindringen. Prüfen Sie daher, ob vor den Stromauslässen Zugluft fühlbar ist.

Neuste Spezialgläser für Fenster sind regelrechte High Tech Produkte. Edelgas-Füllungen und Metall-Beschichtungen sorgen für die optimale Wärmedämmung und helfen in mehrfacher Hinsicht, Energie zu sparen: Die ausgezeichnete Wärmedämmung senkt den Energieverlust nach außen deutlich ab und verhindert das Beschlagen der Scheiben. Wegen der angenehmen Oberflächentemperatur dieser Spezialgläser gibt es in Fensternähe keine unangenehm kalte Strahlung. Hochwärmedämmendes Isolierglas wirkt wie ein Sonnenkollektor. Es lässt selbst bei bedecktem Himmel Strahlungsenergie der Sonne in den Wohnraum. Im Raum wandelt sich zudem die Strahlungsenergie in Wärme um, die dann Dank des Spezialglases im Raum bleibt. Die gesamte Raumtemperatur kann um ein bis zwei Grad Celsius gesenkt werden, ohne dass der Raum an Behaglichkeit verliert.

Wie kann ich bei der Wasserversorgung sparen?

Achten Sie bei der Haus- oder Wohnungsbegehung auch darauf, wie weit die sanitären Einrichtungen von Boiler oder Durchlauferhitzer entfernt sind. Prinzipiell gilt: Je kürzer die Warmwasserleitung, desto höher der Energiesparfaktor. Sind diese Baulichkeiten nicht gegeben und entscheiden Sie sich trotzdem für das Objekt, können auch mit anderen Methoden Energie sparen. Etwa indem Sie nur das Wasser aufheizen, das Sie tatsächlich brauchen. Auch Durchflussreduzierer und regulierbare Duschköpfe helfen beim Sparen.

Was bringen mir Hocheffizienzpumpen?

Gute Hocheffizienzpumpen können den Stromverbrauch deutlich reduzierten. Der Anschaffungspreis der Pumpen ist im Vergleich zu anderen Energiesparmaßnahmen im Haus günstig: Eine gute Pumpe gibt es für zwischen 350 und 450 Euro. Zusätzlich fallen Kosten für die Montage durch einen Heizungsinstallateur an. Der Grund für das enorme Sparpotenzial: Alte Heizungspumpen pumpen oft 6000 Stunden im Jahr mit konstant hoher Leistung Wasser durch die Heizungsrohre, unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Daher verbrauchen sie im Schnitt mehr Strom als Elektroherd, Kühlschrank oder Wäschetrockner. Moderne geregelte Pumpen erkennen den tatsächlichen Heizbedarf und passen automatisch Leistung und Wasserdruck an. Die beste Energiebilanz bieten Heizungspumpen mit dem Energielabel der Effizienzklasse A.

Was kann ich bereits beim Hausbau beachten?

Ein Gebäude ist kompakt, wenn die Außenfläche im Verhältnis zum Rauminhalt klein ist. Mit zunehmender Kompaktheit sinkt in aller Regel der Energiebedarf. Verschachtelte Gebäude mit Vor- und Rücksprüngen oder Gauben und Erkern verbrauchen mehr Energie als einfache Gebäudeformen. Wer auf solche Gestaltungsmerkmale Wert legt, sollte die Gebäudehülle besser dämmen. Nichtbeheizte Anbauten wie Geräteschuppen, Carports und Garagen beeinflussen den Verbrauch nur unwesentlich. Sie müssen bei der Berechnung des Energiebedarfs normalerweise nicht berücksichtigt werden.

Um die Sonnenenergie zu nutzen, ist eine Gebäudeausrichtung nach Süden vorteilhaft. Große Fensterflächen nach Süden führen zu Wärmegewinnen und sparen Heizenergie. Aufenthaltsräume auf der Südseite Aufenthaltsräume (z. B. Wohnzimmer und Kinderzimmer) sollten auf der Südseite, Nebenräume (z.B. Treppenhaus, Abstellräume) dagegen an der Nordseite geplant werden. Nach Süden ausgerichtete Dachflächen eignen sich am besten für die Montage von Solaranlagen. Natürlich sollte die Sonnenseite weitgehend von Verschattungen durch andere Gebäude oder Bäume frei bleiben. Die umgebende Bebauung oder ein Bebauungsplan geben meist die Gebäudeausrichtung vor. Mit einer geschickten Planung kann man dennoch selbst auf ungünstigen Grundstücken energiesparend bauen. Doppelhäuser und Reihenhäuser Weniger Außenfläche bedeutet weniger Energieverlust. Deshalb sind Doppelhäuser kompakter als freistehende Gebäude. Noch günstiger ist das Verhältnis bei Reihenhäusern. Eine Reihenbebauung verbraucht bei gleicher Konstruktion weniger Energie als freistehende Häuser.

ENERGIESPARTIPPS FÜR MIETER

Verbrauche ich zu viel Energie?

Der Energieverbrauch in einem durchschnittlichen Haushalt bzw. einem Haus setzt sich normalerweise wie folgt zusammen:

• ca. 75 % für Heizung

• ca. 15 % für Warmwasser

• ca. 10 % für Haushaltsgeräte und Licht

Ca. 75 Prozent des gesamten Haushalts-Energieverbrauchs sind aufs Heizen zurückzuführen. Dem Heizsystem sollte daher beim Lokalaugenschein besondere Aufmerksamkeit gelten - vor allem bei Immobilien älteren Semesters. Wie ist der Gesamtzustand? Wirken Heizung und Heizkörper neu oder eher überholungsbedürftig? Ein schlecht gewartetes Heizgerät kann laut Informationen von Wien Energie bis zu 20 Prozent mehr Energie verbrauchen. Stellen Sie dem Makler deshalb kritische Fragen, etwa, wann die Heizung installiert, ob die Heizkörper erneuert und wann das Gerät zuletzt gewartet wurde. Wird das Haus über eine Hauszentralheizung versorgt, können Sie sich zusätzlich die letzte Heizkostenabrechnung zeigen lassen. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Heizkörper gut entlüftet sind. Keine Energie zum Fenster hinauswerfen.

Heizkörper freihalten

Achten Sie darauf, dass alle Heizkörper ihre Wärme ungehindert an die Raumluft abgeben können. Es sollten beispielsweise keine Möbel vor den Heizkörpern stehen, auch  eine Abdeckung durch Gardinen, Vorhänge oder gar Verkleidungen verhindert einen optimalen Wärmetransport, da sie die Wärme vom übrigen Raum abschirmen. Achten Sie deshalb darauf, dass alle Heizkörper ihre Wärme ungehindert an die Raumluft abgeben können.

Richtig lüften spart ebenfalls Energie

Ein geregelter Luftaustausch sorgt nicht nur für die grundsätzliche Versorgung mit Sauerstoff, sondern verhindert Schimmelbildung. Immer wenn feuchte, erwärmte Raumluft auf kältere Wände, Ecken oder Fensterlaibungen trifft, lagert sich diese als Kondenswasser ab. Wenn die Feuchtigkeit dann nicht verdunsten kann, entstehen und verbreiten sich möglicherweise gesundheitsschädliche Schimmelsporen. Vermeiden lässt sich dies durch regelmäßiges Lüften. Dauerlüften bei gekipptem Fenster und aufgedrehter Heizung ist nämlich die mit Abstand ineffizienteste Methode der Frischluftversorgung. Stattdessen sollte mehrmals täglich kurzzeitig, also nie mehr als zehn Minuten, mit weit offenem Fenster und offenstehenden Zimmertüren gelüftet werden, um einen kräftigen Durchzug zu veranstalten. Somit gelangt genügend Frischluft in die Wohnung, ohne dass die Raumtemperatur zu sehr absinkt.

Wichtig: Heizung vor dem Lüften abstellen, denn sonst arbeitet die Anlage auf Hochtouren, um den kurzzeitigen Temperaturabfall auszugleichen.

Heimliche Stromfresser vermeiden

Energie-Experten empfehlen, neben den offensichtlichen auch die "heimlichen" Energiefresser im Haushalt zu reduzieren. Auch wenn das Ziehen des Steckers nicht immer möglich ist, da einige Geräte (z.B. digitale Wecker) auf permanente Stromzufuhr ausgelegt sind, sollte man so viele Elektrogeräte wie möglich vom Stromkreis kappen, wenn sie nicht gebraucht werden. Angefangen bei Ladegeräten von Handy und Notebook über den Drucker und die Mikrowelle bis hin zum Computermonitor und dem Satellitenreceiver - all diese Geräte verbrauchen stetig, wenn auch nur in kleinen Mengen Energie. Wer also mit Hausgeräten richtig umgeht, spart Energie und Geld. Das Sparpotential liegt bei 2.000 kWh oder 300 Euro pro Jahr, schätzen Experten. Und das - im Gegensatz zu anderen Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder erneuerbaren Energien - mit relativ geringen Anschaffungskosten.

Energiesparen mit automatischer Anlagensteuerung

Nutzen Sie die Möglichkeiten aus, die die Steuerungen moderner Heizungssysteme bieten! Wer den ganzen Tag im Büro verbringt, muss nicht zwingend bis abends durchheizen. Eine Zeitschaltuhr am zentralen Temperaturregler sagt der Heizanlage, wann sie anspringen und wann sie im Sparmodus weiterlaufen oder pausieren soll. Wichtig ist dabei, eine niedrige Grundtemperatur in der gesamten Wohnung beizubehalten. Denn ansonsten braucht das System viel zu viel Energie, um die ausgekühlten Zimmer auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen. Wer seine Heizkörper manuell regulieren muss, sollte das Ventil in Abwesenheit auf Sparflamme stellen, die Raumtemperaturen sollten nicht unnötig hoch gewählt werden.

Die empfohlenen Temperaturwerte richten sich ansonsten nach der Raumnutzung: In der Küche beispielsweise reichen 18 Grad aus, da die Wärme von Herd, Spülmaschine oder Backofen mithelfen, während im Wohnzimmer und Arbeitszimmer 20 bis 22 Grand von den meisten als angenehm empfunden werden. In einem kühlen Schlafzimmer schläft es sich besser, wissen viele, und dennoch sollte auch hier mit 17°C auf niedriger Stufe geheizt werden, und auch für Flure wird eine Temperatur von 10 bis 15 °C empfohlen.

Tipp: Denn durch eine witterungsgeführte Temperaturregelung sowie eine automatische Temperaturabsenkung während der Nachtstunden oder mehrstündiger Abwesenheit auf ca. 15 °C ergeben sich zum Teil deutliche Einsparpotenziale, da jedes Grad weniger die Heizkosten um rund sechs Prozent verringert. Optimal sind Thermostatventile in Kombination mit einer zentralen Temperaturregelung und Zeitschaltuhr, die sich nach der Außen- bzw. Innentemperatur richten. Sie halten die eingestellte Raumtemperatur und aktivieren das Heizsystem nur dann, wenn die Temperatur fällt.

Energiespartipps für Haushaltgeräte

Gerade beim Energie sparen mit Hausgeräten kursieren noch immer viele Gerüchte und Irrmeinungen. Das Forum Hausgeräte hat die hartnäckigsten Irrtümer aus der Umfrage zusammengefasst und gibt Tipps:

Irrtum 1: Wäschetrockner als Stromfresser

54 % der Befragten glauben immer noch, dass Wäschetrockner Energiefresser sind. Den schlechten Ruf hat der Trockner nicht verdient. Gerade hier hat sich viel getan. Nicht nur weil es die neuen Wäschetrockner heute schon in Energieklassen A und B gibt. Im Vergleich zu den üblicherweise beheizten Trockenräumen sparen Ablufttrockner bis zu 60 % Energie, Kondenstrockner sogar bis zu 65 %. Zu diesem Ergebnis kommt das Öko-Institut in Freiburg.

Irrtum 2: Abwasch per Hand als Sparversuch

39 % glauben, mit händischem Abwasch zu sparen. Das Gegenteil ist der Fall. Bis zu 180 Stunden Arbeitszeit und 90 Euro für Energiekosten spart ein moderner Geschirrspüler pro Jahr.

Irrtum 3: Superschnelles Einfrieren als Stromtreiber

31 % glauben, dass rasches Einfrieren mehr Strom verbraucht. Dabei schonen Superfrost-Funktionen nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die Geldbörse. Generell gilt: Je höher das Einkommen, desto positiver wird das "Schnellfrieren" gesehen.

Irrtum 4: Handwäsche als Ersatz für Waschmaschine

30 % sind der Meinung, dass Handwäsche sparsamer ist als mit der Waschmaschine zu waschen. In der Praxis ist es umgekehrt. Für sechs Kilogramm Wäsche benötigt heute eine Waschmaschine durchschnittlich nur 0,96 kWh Strom und 45 Liter Wasser. Handwäsche verbraucht das Doppelte bis Dreifache.

Irrtum 5: Beharren auf alten Hausgeräten

Wer auf moderne Hausgeräte setzt, spart täglich. Doch ein Viertel hat die technische Entwicklung verpasst und meint, dass der Energieverbrauch von Hausgeräten in den letzten Jahren nicht gesunken ist. Die aktuelle Datenerhebung im Forum Hausgeräte dagegen zeigt, dass alle Gerätekategorien sogar im 5-Jahres-Rückblick sparsamer geworden sind.

Irrtum 6: Eisschicht im Gefrierschrank hat keinen Einfluss

20 % sehen keinen Zusammenhang zwischen der Eisschicht in Kühl- und Gefriergeräten und mehr Stromverbrauch. Ein Irrglaube, der sich bei der nächsten Stromrechnung bemerkbar macht. Besonders wenig Problembewusstsein haben Männer und über 50-Jährige. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen wissen nur 16 % nicht, dass eine Eisschicht den Stromverbrauch in die Höhe treibt.

Irrtum 7: Kochwäsche

16 % wählen für ihre Wäsche lieber eine hohe Waschtemperatur. Besonders hartnäckig hält sich die Kochwäsche bei den über 50-Jährigen. Doch gerade mit dem Zurückschalten auf 40°C kann viel Energie gespart werden. Manche Experten rechnen sogar mit einem Sparpotential von bis zu 50 %.

Irrtum 8: Alleinherrschaft Standardprogramm

12 % trauen Spar- und Kurzprogrammen auch bei leicht verschmutztem Geschirr nicht, sondern verwenden das Standardprogramm. Dabei sparen verkürzte Laufzeiten und niedrigere Wassertemperaturen jede Menge Strom. Die meisten Anhänger finden Spar- und Kurzprogramme bei den 30- bis 49-Jährigen. Die Umsetzung: Bekanntes vor neuen Möglichkeiten Die Österreicher vertrauen beim Energie sparen lieber auf altbekannte Tipps. Sieben von zehn achten darauf, dass alle Hausgeräte einwandfrei funktionieren. Sonst wird repariert oder ausgetauscht. Ebenfalls sieben von zehn Befragten passen den Topf an die Kochplatte an. 68 % nützen Spar- und Kurzprogramme bei der Waschmaschine, und je zwei Drittel tauen ihre Kühl- und Gefriergeräte regelmäßig ab und nützen die Restwärme beim Kochen und Backen.

Kühlschrank Energieverbrauch drosseln

Kaum woanders kann bereits vor dem Kauf so viel Energie gespart werden wie bei Kühl- und Gefriergeräten. Die Streuung des Energieverbrauchs bei den Angeboten verschiedener Hersteller ist beachtlich. Zwar haben die Geräte keine besonders hohen Anschlusswerte, da sie aber das ganze Jahr über in Betrieb sind, haben selbst kleine Unterschiede große Auswirkungen auf die Stromrechnung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass manche Geräte um bis zu vier Mal mehr Strom benötigen als andere Angebote! Beachten Sie die neuen "Energiepickerln", die auf allen Kühl- und Gefriergeräten seit Jänner 1995 angebracht werden müssen. Sie teilen die Geräte in sieben Effizienzklassen: von A (Energiespargerät) bis zu G (Gerät mit hohem Verbrauch). Besser einen Großen statt zwei Kleine Falls Ihnen Ihr Kühlschrank zu klein ist und Sie ein Zweitgerät anschaffen wollen:

Der Stromverbrauch eines großen Kühlschranks ist geringer, als jener von zwei kleinen. So braucht ein Gerät mit doppeltem Nutzinhalt um ein Viertel weniger Strom als zwei kleine Geräte. Schlechter Platz neben dem Herd Noch immer steht der Herd oft neben dem Kühlschrank. Es leuchtet ein, dass die vom Herd abgegebene Wärmemenge den Energieverbrauch des Kühlschranks maßgeblich in die Höhe treibt. Da die Isolierung des Kühlschranks nicht ausreicht, schaltet sich der Thermostat deutlich öfter ein, um die erforderliche Kälteleistung zu erbringen. Es müssen keine Minusgrade sein Viele Kühlschränke sind zu kalt eingestellt. Dabei reicht eine mittlere Kühltemperatur von plus 5 Grad ohne weiteres aus. Wird jedoch unnötigerweise von 5 auf 3 Grad heruntergekühlt, beträgt der Energieverlust 15 % oder sogar mehr. Daher ist es zur ständigen Temperaturüberprüfung sinnvoll, ein Thermometer in den Kühlschrank zu legen.

Tür nur kurz offen halten

Kalte Luft ist schwerer als warme Luft und "rinnt" daher bei geöffneter Tür aus dem Kühlschrank. Sie muss mit viel Energieaufwand ersetzt werden, und das Aggregat läuft auf Hochtouren. Die in der Küche herrschende Luftfeuchtigkeit dringt in den Kühlschrank ein und kondensiert an den kalten Stellen, was starke Vereisung zur Folge hat.

Zutritt verboten für warme Speisen

Keine heißen Speisen oder Getränke in den Kühlschrank stellen! Speisen außerdem gut abdecken, damit Feuchtigkeit nicht zur Reifbildung führt. Die Folge sind verstärkte Eisbildung und damit erhöhter Energiebedarf.

Dichtungen und Lüftungsgitter warten

Die Dichtungslippen bei den Türen sollen regelmäßig gereinigt und auf Einrisse überprüft werden. Eine undichte oder schlecht schließende Tür verursacht ein Vielfaches an Energieverbrauch. Ebenso wichtig: die Lüftungsgitter putzen und freihalten, das gilt auch für die Kühlschlangen auf der Rückseite. Mangelnde Sauberkeit bewirkt, dass die Wärmeabgabe nicht funktioniert und der Kühlschrank daher nicht einwandfrei arbeiten kann.

Den Kühlschrank immer gut gefüllt halten

Ein voller Kühlschrank hilft nicht nur über heiße Tage, sondern auch beim Energiesparen. Ist das Kühlschrankvolumen erst mal mit Getränken und Würstchen gefüllt, so bleibt nur wenig Luftvolumen, das beim Öffnen gegen warme Luft ausgetauscht wird. Außerdem ist im Sommer besonders darauf zu achten, den Kühlschrank so kurz und selten wie möglich zu öffnen.

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