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Drehstrom

Was Drehstrom ist und was er kann

Ohne Drehstrom wäre die Verteilung von elektrischer Energie in den österreichischen Stromnetzen nicht möglich. Doch was genau wird unter Drehstrom verstanden? Und welcher Strom kommt aus den Steckdosen der österreichischen Haushalte?

Was ist Drehstrom?

Drehstrom wird auch als Starkstrom, Baustrom, Kraftstrom oder Dreiphasenwechselstrom bezeichnet. Er besteht aus drei einzelnen Wechselströmen oder Außenleiterspannungen mit derselben Spannung und Frequenz, deren Schwingungen zeitlich versetzt sind. Die Schwingungen betragen in Europa jeweils 50 Hz. Leistungstransformatoren wechseln diese Spannungen mit äußerst geringem Leistungsverlust in Strom um. Der Effektivwert der Spannung beträgt bei Haushaltsanschlüssen 230 bis maximal 325 Volt.

Wofür wird Drehstrom benötigt?

Drehstrom kommt bei der überregionalen Verteilung von Strom zum Einsatz und hat dann eine Spannung von 400 Volt. Bei den meisten Steckdosen in den österreichischen Haushalten handelt es sich um einfache Wechselstrom-Steckdosen, sie verfügen über keinen Drehstrom-Anschluss. Der Starkstrom kommt in Haushalten lediglich bei Herden, aber auch für den Betrieb etwa von E-Cars zum Einsatz. In Österreich fließt durch Niederspannungsnetze und Hochspannungsnetze Drehstrom.

Wie wird Dreiphasen-Wechselstrom in Haushalten verwendet?

Grundsätzlich wird bei einer Wechselstrom-Steckdose nur eine der insgesamt drei Phasen genutzt. Dabei werden bei den Elektroinstallationen die Anschlüsse an die einzelnen Phasen so auf die verschiedenen Räume verteilt, dass alle drei Phasen gleichermaßen benutzt werden. Mögliche Asymmetrien werden durch einen Neutralleiter ausgeglichen. Er befindet sich im Mittelpunkt der Dreiphasen-Schaltung und führt bei einer gleichmäßigen Belastung aller Phasen keinen Strom. Bei einer ungleichen Belastung führt er maximal so viel Strom wie der am stärksten belastete Außenleiter. Bei Drehstrom-Steckdosen werden hingegen alle drei Phasen aktiviert, wodurch etwa sechsmal mehr Leistung erzielt wird.

Welche Vorteile hat Drehstrom?

Drehstrom hat selbst bei langen Transportwegen einen relativ geringen Leistungsverlust. Außerdem kann er im Gegensatz zu Gleichstrom, der immer in eine einzige Richtung läuft, über Phasenverschiebungen gesteuert werden. Das Verbundnetz des Drehstroms ermöglicht dadurch auch, dass der Strom an verschiedenen Punkten des Stromversorgungsnetzes eingespeist und entnommen werden kann. Im Vergleich zu einem Einphasensystem braucht das Dreiphasensystem außerdem deutlich weniger Material.

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