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Brennwertkessel

Wie er funktioniert und worauf Eigentümer achten müssen

Für die Gewinnung von Wärme bedarf es eines Brennwertkessels. Zugunsten einer besseren Energieeffizienz wird die Technologie ständig erneuert. Auch in Bezug auf die Instandhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen gab es 2015 wichtige Änderungen für Vermieter und Mieter.

Wie funktioniert ein Brennwertkessel?

Ein Brennwertkessel arbeitet effektiver als ein Öl-Kessel oder eine Gastherme, da auch die Nebenprodukte, die bei der Verbrennung entstehen, verwertet werden. Wenn der Brennstoff, also Gas oder Öl, verbrannt wird, entstehen Abgase. Diese werden bei einem Brennwertkessel abgekühlt. Die dabei freiwerdende Kondensationswärme wird zusätzlich zur primär gewonnenen Wärme zur Warmwasseraufbereitung genutzt.

Welche Vorteile hat die Brennwerttechnik gegenüber einer Therme?

Mit der Brennwerttechnik werden deutlich weniger fossile Brennstoffe verbraucht, um dieselbe Effizienz wie bei einer Therme zu erreichen. Während bei einer Therme zwischen sechs und elf Prozent an Kondensationswärme ungenutzt verloren gehen, sind es bei der Brennwerttechnik nur etwa 0,5 Prozent. Das bedeutet auch, dass die Betriebskosten sinken. Außerdem entstehen weniger Abgase und die Geräte arbeiten sehr leise und sind platzsparend. Es ist kein Schornstein mehr vonnöten, stattdessen reicht eine Abgasleitung mit Gebläse vollkommen aus.

Welche Brennwertkessel sind in Österreich erlaubt?

Seit 26. September 2015 ist in Österreich die EU-Ökodesign-Richtlinie in Kraft. Ihr zufolge müssen alte Kombithermen durch neue, energiesparsamere und schadstoffärmere Brennwertkessel ausgetauscht werden. Noch funktionstüchtige Thermen können weiter in Betrieb sein, bis sie aufgrund des Alters oder größerer notwendiger Reparaturen ausgetauscht werden müssten. Bis zum Jahr 2020 soll in Österreich mit derartigen Maßnahmen der Verbrauch fossiler Brennstoffe um 20 Prozent reduziert werden. Für den Wechsel von Thermen zu Brennwertkesseln besteht je nach Bundesland und Anforderungen im Rahmen der Wohnbauförderung die Chance auf einen finanziellen Zuschuss.

Wer muss für Austausch und Reparatur der Brennwerttherme zahlen?

Parallel zur neuen EU-Ökodesign-Richtlinie hat es in Österreich eine Änderung im Mietrecht bezüglich der Wartungskosten gegeben. So hat von nun an der Vermieter alleine die Kosten für Reparaturen und Erneuerungen der Therme zu zahlen. Die Kosten für die Wartung muss der Mieter übernehmen.

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