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Brennstoffzelle

Von Luft- und Raumfahrt in österreichische Haushalte

Die Wasserstofftechnologie gewinnt in Zeiten knapp werdender fossiler Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Ein wesentlicher Bestandteil dieser umweltschonenden Technologie sind Brennstoffzellen. Sie werden bereits in der Luft- und Raumfahrt eingesetzt und finden allmählich den Weg in österreichische Haushalte.

Was ist eine Brennstoffzelle?

Die Zelle besteht aus voneinander getrennten Elektrodenplatten aus Kohlenstoffnanoröhren oder Metallen, die mit Platin oder Palladium als Katalysator beschichtet sind. Durch das Zuführen eines Brennstoffs in Kombination mit Sauerstoff über die Elektroden kommt es zu einer chemischen Reaktion in Form einer Verbrennung. Die dabei gewonnene Wärme wird in elektrische Energie umgewandelt. Der Katalysator dient dazu, diese Reaktion zu verstärken. Als Brennstoff wird meist Wasserstoff verwendet, auch organische Verbindungen sind möglich.

Welche Vorteile und Nachteile hat der Betrieb mit Wasserstoff?

Elektrische Antriebsenergie, die durch Wasserstoff gewonnen wird, ist emissionsfrei und stellt somit einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der Feinstaubbelastung dar. Außerdem handelt es sich um eine unbegrenzte Energiequelle, deren Gewinnung unabhängig von lokalen Gegebenheiten ist. Haushalte könnten in Zukunft ihre eigene Heizwärme herstellen und Warmwasser selbst aufbereiten. Ein Nachteil von Wasserstoff ist jedoch, dass das Gas erst hergestellt werden muss, bevor es verwendet werden kann. Das ist etwa durch die Trennung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff möglich. Dazu ist wiederum der Einsatz von elektrischer Energie notwendig.

Wie wird Wasserstoff in Zukunft eingesetzt?

Mit Brennstoffzellen ausgestattete Autos sind bereits vereinzelt im Straßenverkehr zu finden. Die führenden Autohersteller arbeiten intensiv an der Entwicklung der Technologie. Aktuell fehlt es aber noch an Wasserstofftankstellen, auch wird der Betrieb der Fahrzeuge bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt problematisch.

Im Bereich der Heizungstechnik werden in manchen Privathaushalten bereits Heizungen mit Kraft-Wärme-Kopplung-Wasserstofftechnologie verwendet. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren haben sie einen um bis zu 90 Prozent höheren Gesamtwirkungsgrad. Allerdings sind sie aktuell noch sehr teuer. In manchen österreichischen Bundesländern gibt es Förderungen für den Einsatz dieser modernen Technologie.

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