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Braunkohle

Bedeutend für die Energiegewinnung

Trotz modernster Heiztechnologien kann auf den fossilen Brennstoff Braunkohle nicht verzichtet werden. Auch wenn Kohle in Privathaushalten kaum Verwendung findet, ist sie für die Gewinnung von Energie von großer Bedeutung. Doch wie kann daraus Strom gewonnen werden?

Was ist Braunkohle?

Kohle ist ein natürliches Material, das vor Jahrmillionen durch die organische Zersetzung von abgestorbenen Organismen entstanden ist. Pflanzen haben sich abgelagert und neue Sedimentschichten haben den Druck von oben erhöht, wodurch das Wasser aus ihnen herausgepresst wurde und sie zu Stein wurden. Braunkohle ist eine Vorstufe von Steinkohle. Sie ist später entstanden und hat noch nicht den gesamten Umwandlungsprozess durchlaufen. Je nach Alter hat sie einen Kohlegehalt zwischen 58 und 75 Prozent und im Vergleich zu Steinkohle einen relativ hohen Wasserstoffanteil von bis zu 8,5 Prozent. Steinkohle hat einen deutlich höheren Heizwert und ist deshalb teurer.

Wie wird Kohle nutzbar gemacht?

Das braune Sedimentgestein ist relativ leicht zugänglich, es kann im Tagebau abgebaut werden. Es befindet sich in 25 bis 280 Metern Tiefe. Nach dem Abbau wird der fossile Brennstoff in Kokereien zu Koks verarbeitet. Dabei werden die flüchtigen Bestandteile von Kohle durch hohe Temperaturen freigesetzt und abgesaugt. Zurück bleibt poriger Koks, der zur Erzeugung von Roheisen benötigt wird. In Veredelungsbetrieben wird Braunkohle zu Briketts weiterberarbeitet.

Warum ist der fossile Brennstoff wichtig?

Kohle wird zur Stromerzeugung benötigt. Bei der Verbrennung der Kohle wird Wärme frei, mit der Wasserdampf produziert wird. Der Dampf treibt Dampfturbinen an, deren mechanische Energie in einem weiteren Schritt in elektrische Energie umgewandelt wird.

Wo gibt es Braunkohlevorkommen?

Fast ein Drittel der weltweiten Vorkommen befindet sich auf russischem Staatsgebiet. In Deutschland und Australien befinden sich jeweils etwa 14 Prozent der Reserven. In Bezug auf die Förderung ist Deutschland mit fast 17 Prozent Förderanteil weltweit Spitzenreiter, gefolgt von China, Russland, der Türkei und den Vereinigten Staaten. In Österreich gibt es keine nennenswerten Abbaugebiete.

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