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ALD

Wie der Außenwand-Luftdurchlass (ALD) das Raumklima verbessert

Vor allem in neueren Mietwohnungen in Österreich sieht man sie immer häufiger – Außenwand-Luftdurchlässe, die die Luftzirkulation zwischen innen und außen ermöglichen und die Luftfeuchtigkeit im Raum verbessern.

Was ist ein Außenwand-Luftdurchlass?

Bei einem ALD handelt es sich um ein intelligentes Abluftsystem. Abluft wird aus Wohnräumen über Lüfter ins Freie oder in Luftschächte abtransportiert und durch frische Luft ersetzt. Diese wird durch Außenwand-Luftdurchlässe eingelassen, wo sie vorab gefiltert wird. Neuere Modelle beinhalten einen Temperatursensor, der die Lüftungsstufe automatisch an den Bedarf anpasst.

Wo gibt es Außenwand-Luftdurchlässe?

ALDs kommen vor allem in Räumen mit häufigen Schwankungen der Luftfeuchtigkeit, wie etwa in der Küche, im WC oder im Bad, vor. An Außenwänden bilden sie oft ein Zuluftelement an Fenstern oder in Rollladenkästen, wo sie zusätzlich über einen Schalldämmer und einen Verschlusshebel verfügen. Die Grundlüftung wird durch das Verschließen weiter ermöglicht, der automatische Temperaturausgleich wird aber abgeblockt.

Die Lüftungssysteme sind dezentral, sie sind – sofern es sich um Außenwände handelt – also nicht an einen Lüftungsschacht gebunden und können problemlos an den Wänden montiert werden. Allerdings muss dabei ein Loch durch die Hauswand gebohrt werden, das Anbringen sollte also nur von einem Profi durchgeführt werden und das etwaige Vorhandensein bestehender Leitungen sollte im Vorfeld geklärt werden. Wollen Mieter die Luftqualität in ihren Wohnräumen mit einem ALD verbessern, müssen sie unbedingt den Vermieter vorher um Erlaubnis fragen.

Welche Vorteile hat ein ALD?

Durch einen ALD wird nicht nur das Raumklima verbessert, sondern es können auch Lüftungswärmeverluste eingespart werden. Ein Kippen des Fensters oder Stoßlüften ist nur mehr selten notwendig, der ALD übernimmt diese Aufgabe automatisch. Dadurch kann eine Schimmelbildung verhindert werden.

Wer ist für die Wartung des Lüfters verantwortlich?

Die Wartung des Lüftungssystems beschränkt sich auf das Reinigen der Filter, das zwei- bis dreimal pro Jahr mit einem feuchten Tuch erledigt werden kann. Dementsprechend gehört es im Falle einer Mietwohnung zu den Aufgaben des Mieters. Hat der Mieter den Lüfter nachweislich nicht gereinigt und ist es wegen einer Verstopfung zu Schimmelbildung gekommen, kann das zu Problemen mit dem Vermieter führen. Vermieter sollten sich dadurch absichern, dass sie bei der Wohnungsbesichtigung auf das Abluftsystem hinweisen und in der Hausordnung die Wartung durch den Mieter vereinbaren.

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