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Abschlagszahlung

Worauf Verbraucher bei den Abschlagszahlungen achten sollten

Wer Strom von einem Energieanbieter bezieht, muss Abschlagszahlungen leisten. Je nach Stromlieferant gibt es dabei recht unterschiedliche Konditionen. Deshalb sollten die Abschlagszahlungen genau aufgeschlüsselt und zur Grundlage der Entscheidung für einen Anbieter gemacht werden.

Was sind Abschlagszahlungen?

Abschlagszahlungen sind Anzahlungen für den Strom oder das Erdgas, das der Verbraucher von einer Energiefirma bezieht. Die meist monatlich zu leistenden Zahlungen setzen sich aus dem zu erwartenden jährlichen Energieverbrauch und den aktuellen Energiekosten zusammen. Die Energiekosten bestehen wiederum aus dem Grundpreis und dem Arbeitspreis. Beim Grundpreis handelt es sich um einen monatlichen Fixbetrag, der für die Bereitstellung der Stromversorgung zu zahlen ist. Der Arbeitspreis ergibt sich aus dem tatsächlichen Stromverbrauch.

Wie werden Abschlagszahlungen berechnet?

Die Berechnungsgrundlage für Abschlagszahlungen bildet der voraussichtliche Energieverbrauch. Dieser wird anhand des Verbrauchs im Vorjahr geschätzt. Bei den meisten Energieanbietern werden diese zu erwartenden Kosten auf elf Monatsraten verteilt. Die Höhe der zwölften Rate hängt davon ab, ob mehr oder weniger Energie verbraucht wurde, als für das Jahr veranschlagt wurde. Im ersten Fall werden Nachzahlungen notwendig, im zweiten Fall kann eine Gutschrift erfolgen.

Worauf sollten Mieter bei den Abschlagszahlungen achten?

Wenn ein Mieterwechsel erfolgt, ist es durchaus möglich, dass der neue Mieter mehr oder weniger Energie als der Vormieter verbraucht. In solchen Fällen sind dann die vom Vermieter aufgrund von Erfahrungswerten vorgegeben Betriebskosten nicht mehr richtig. Mieter sollten deshalb um eine Anpassung der Abschlagszahlungen bitten. Laut österreichischem Mietrechtsgesetz ist der Vermieter dazu verpflichtet. Abgesehen von den Kosten für den Betrieb der Allgemeinflächen, die anhand eines Aufteilungsschlüssels in die Betriebskosten einfließen, muss der Mieter nur für seinen tatsächlichen Verbrauch zahlen.

Wie finden Mieter heraus, ob die Abschlagszahlungen angemessen sind?

Der Vermieter oder im Falle von Eigentumswohnungen die Hausverwaltung ist dazu verpflichtet, die tatsächlichen Kosten für Strom, Gas und Warmwasser offenzulegen und mit Rechnungen zu belegen. Das hat bis zum 30. Juni des Folgejahres zu erfolgen. Stimmt die Betriebskostenabrechnung nicht mit den Kosten der Mieter überein, haben diese ein Einspruchsrecht, das bis zu drei Jahre rückwirkend gilt.

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