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KSV1870

Selbstauskunft und Bonitätsprüfung

Vermieter fordern immer häufiger von Wohnungsinteressenten eine Selbstauskunft. Sie wollen sich damit vor Mietnomaden schützen und sichergehen, dass die Miete immer pünktlich bezahlt wird. Das Vorlegen einer Bonitätsprüfung kann Zweifel ausräumen und ist daher zu empfehlen.

So sichert die KSV Abfrage die Miete

Von den Mietern vor Vertragsunterzeichnung eine Selbstauskunft anzufordern, ist durchaus legitim. Der Wohnungsinteressent ist zwar nicht zu einer Vorlage verpflichtet, für viele Vermieter ist die Weigerung aber ein Ausschlusskriterium. Potentiellen Mietern ist zu empfehlen, eine KSV Selbstauskunft unaufgefordert zur ersten Wohnungsbesichtigung mitzubringen. Das macht einen guten Eindruck und kann bei der starken Nachfrage in vielen Städten einen schnellen Zuschlag für die Wohnung bedeuten.

Welche Informationen enthält ein KSV Eintrag?

Der KSV1870 ist ein Gläubigerschutzverband, der neben Bonitätsprüfungen von Privatpersonen und Unternehmen auch Inkassoaufträge und Insolvenzvertretung anbietet. Angaben über die zu erwartende Zahlungsfähigkeit vom Mieter oder Käufer sind vor allem dann wichtig, wenn eine Ratenzahlung vereinbart werden soll. Vermieter haben die Möglichkeit, von potenziellen Mietern eine Selbstauskunft zu verlangen oder selbst eine Bonitätsinformation einzuholen.

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Der KSV1870 führt für die österreichische Wirtschaft zwei Datenbanken, die Kreditinformationen über Konsumenten enthalten.

Das ist zum einen die KKE – KonsumentenKreditEvidenz, zum anderen die WKE – Warenkreditevidenz. Eine Verbindung zwischen diesen beiden Datenbanken gibt es nicht. Jede der beiden Datenbanken hat einen eigenen, geschlossenen Teilnehmerkreis. Darüber hinaus hat niemand Zugang zu diesen Informationen

Die KKE (KonsumentenKreditEvidenz) wird vom KSV1870 seit 1964 für die österreichischen Banken und Kreditinstitute als Informationsverbundsystem geführt (Aktueller Bescheid der Österreichischen Datenschutzbehörde zur KKE, http://www.dsk.gv.at/site/6302/default.aspx). Sie enthält Kreditdaten von Konsumenten und soll sicherzustellen, dass Kreditnehmer nicht bei unterschiedlichen Instituten Kredite aufnehmen, die in Summe die Rückzahlungsmöglichkeit übersteigen.

Die WKE (WarenKreditEvidenz) ist eine Datenbank, zu der sich die warenkreditgebende Wirtschaft 1997 entschlossen hat. Ihr Zweck ist es, Negativerfahrungen mit einzelnen Kunden miteinander zu teilen. Das bedeutet: Zahlt ein Kunde seine Rechnung trotz mehrmaliger Mahnung nicht, übergibt das Unternehmen die offene Forderung an ein Inkassobüro oder einen Rechtsanwalt. Gleichzeitig wird dieser Sachverhalt in die WKE eingemeldet, sodass andere Teilnehmer vor Abschluss eines neuen Geschäftes ihr Risiko realistischer bewerten können.

Die Warnliste ist eine registrierte Datenbankanwendung. Mit dieser bankeninternen Evidenz machen sich Banken gegenseitig auf Kunden aufmerksam, die Vereinbarungen mit anderen Banken nicht eingehalten haben bzw. die bei der Rückzahlung fälliger Bankforderungen nachhaltig in Verzug sind.

Vermieter, die z. B. einen Umbau planen, können sich aber auch über die Baufirma eine KSV1870 Auskunft geben lassen, da auch Unternehmen
beim KSV gespeichert sind. Gläubiger, also auch Vermieter, die ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse haben, können unter verschiedenen Profilen auswählen. Informationen zur Bonitätsauskunft über Unternehmen finden Sie hier.

Wie erfolgt das Löschen eines KSV Eintrags?

Ordnungsgemäß abgezahlte Kredite werden drei Monate nach Ablauf gelöscht. Solche mit Zahlungsstörungen fünf bzw. sieben Jahre nach Rückzahlung. Grundlage für die geltenden Löschfristen ist ein Bescheid der Datenschutzbehörde.

Grundsätzlich ist es nicht möglich, eine Löschung oder eine Nicht-Aufnahme in die Warnliste oder die KKE zu beantragen. Wer bei einer Bank einen Vertrag, z. B. für ein Konto oder eine Kreditkarte, eingeht, wird vom zuständigen Bankinstitut beim KSV gemeldet, wenn er nicht zahlt oder es sonstige Auffälligkeiten gibt.

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So erfolgt ein KSV Eintrag durch den Vermieter

Der Vermieter selbst kann über seinen Mieter keine KKE-Auskunft anfordern. Die KKE ist ein geschlossener Teilnehmerkreis für Banken und Leasingunternehmen. Jedoch gibt es für Vermieter ebenfalls Möglichkeiten, sich über einen potenziellen Mieter zu informieren: z. B. mit dem KSV1870 Personenprofil. Ist der Mieter in Zahlungsverzug, wird für gewöhnlich ein Inkassobüro mit dem Einholen der offenen Miete beauftragt. Auch solche Einträge werden im Profil vermerkt. Nachdem die Beauftragung von Anwälten und Inkassobüros immer öfter genutzt wird, sollten es Wohnungsinteressenten gar nicht erst auf einen Eintrag anlegen. Vor allem auch deshalb nicht, weil Mahngebühren und sonstige Spesen Schulden schnell in die Höhe treiben.

Die KSV Selbstauskunft nachträglich einfordern

Mieter, die von ihren Vermietern nachträglich um eine Bonitätsprüfung gebeten werden, sind nicht verpflichtet, diese zu erbringen. Ist der Vertrag bereits unterzeichnet, gilt er als verbindlich. Eine Weigerung, eine Selbstauskunft vorzulegen, ist kein gültiger Grund für eine Kündigung. Für Vermieter gilt: Drum prüfe, wer sich (vielleicht) ewig bindet. Ein potentieller Mieter, der keine Auskunft geben möchte, kann auch einfach abgelehnt werden. Denn solange noch kein Mietvertrag unterzeichnet wurde, ist der Wohnungseigentümer dem Mieter gegenüber keine Rechenschaft schuldig. Aber Achtung! Sollte der Mieter ohne Belege eine falsche Auskunft erteilt haben, ist das kein Kündigungsgrund. Auf die Selbstauskunft sollte deshalb nicht verzichtet werden, auch wenn der Mieter oder Käufer noch so sympathisch sein mag. Ebenso wie ein Nachweis über ein geregeltes Einkommen sollte sie eine Mindestanforderung sein.

Mit der Bonitätsauskunft zur eigenen Wohnung

Auch bei Wohnungsinteressenten, die nicht nur eine Wohnung mieten, sondern gleich eine kaufen möchten, ist ein KSV Auszug interessant. Dasselbe gilt für Vermieter, die eine Investition planen und sich ihre Chancen auf einen Kredit ausrechnen möchten. Der Auszug kann die Grundlage für die Planung der Finanzierung des Kaufs sein. Banken kalkulieren ihr Risiko und dieses ist Basis der Kreditkonditionen. Je besser die Bonität, umso günstiger die Konditionen. Wer seine eigenen finanziellen Möglichkeiten richtig einschätzt, macht beim Gespräch mit dem Kreditberater einen guten und vertrauenswürdigen Eindruck.

Wer kann eine Bonitätsprüfung vom Kreditschutzverband beantragen?

Nicht jeder kann sich einfach eine Bonitätsauskunft von einer Privatperson oder einem Unternehmen einholen. Es muss dafür ein berechtigtes wirtschaftliches Interesse bestehen. Vermieter können die Auskunft in Form einer Selbstauskunft direkt vom Wohnungsinteressenten erhalten. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, Mitglied des KSV1870 zu werden. Die Kosten für die Mitgliedschaft beginnen bei 190 Euro pro Jahr, pro KSV Abfrage müssen noch einzelne Gebühren bezahlt werden, die jedoch im Rahmen liegen. Eine Mitgliedschaft birgt einige Vorteile. Mitglieder erhalten darüber hinaus ein Gutscheinpaket gratis, das einen Wert von EUR 1.500,- repräsentiert.

Warum es sich lohnt, Mitglied beim KSV1870 zu sein

Vermieter oder Verkäufer von Immobilien können schnell zu Gläubigern werden. Mieter oder Käufer, die nicht zahlen, Baufirmen, die während des Ausbaus pleitegehen usw. werden zum Ärgernis. Eine Mitgliedschaft beim KSV kann Immobilieneigentümer in mehrfacher Hinsicht schützen. Zum einen kann eine Auskunft über die Zahlungsmoral eingeholt werden, zum anderen aber auch über Insolvenzen. Wichtig werden kann auch der Service, dass offene Forderungen an die KSV1870 Forderungsmanagement GmbH übergeben werden können. Denn eine Mahnung vom KSV kann bezüglich der Zahlungsmoral oftmals Wunder wirken.

Worauf sollte bei einem KSV Eintrag noch geachtet werden?

Wer eine KSV Abfrage in Form einer Selbstauskunft vom Käufer oder Mieter wünscht, sollte prüfen, ob sie überhaupt noch aktuell ist. Eine Auskunft, die älter als ein Jahr ist, ist u. U. nicht mehr aussagekräftig.