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Abschreibungssatz

So funktioniert die Abschreibung

Für betrieblich genutzte Immobilien existieren unterschiedliche Abschreibungssätze.

Die Abschreibung erfolgt linear über die Nutzungsdauer. Bei einem Kauf oder Verkauf eines Gebäudes können Halbjahresabschreibungen geltend gemacht werden, wenn das Objekt weniger als 6 Monate des Wirtschaftsjahrs genutzt wird. Folgende Abschreibungssätze sind gültig:

  • 3 %, wenn das Gebäude unmittelbar der Betriebsausübung eines Land- und Forstwirtes, eines Gewerbetreibenden oder eines Bank- und Versicherungsbetriebes mit mindestens 80 % Kundenverkehr dient.
  • 2,5 %, wenn das Gebäude unmittelbar den Betrieb eines Bank- oder Versicherungswesens dient.
  • 2 % in allen anderen Fällen.

Teilwertabschreibung

Zusätzlich gibt es noch die Möglichkeit einer Teilwertabschreibung. Ein Gebäude kann außerordentlich abgeschrieben werden, wenn der Teilwert (= Wert, den der Erwerber des gesamten Betriebs für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde, falls der Betrieb fortgeführt wird) kleiner als der Buchwert ist. Von dem neuen Buchwert wird mit der verbleibenden Nutzungsdauer eine neue Abschreibungshöhe ermittelt. Nur der nach § 5 Abs. 1 EStG erklärte Gewinnermittler (handelsrechtliche Buchführungspflicht) ist berechtigt Teilwertabschreibungen auf Grund und Boden vorzunehmen.

Beispiel 1

Eine GmbH kauft um EUR 1 Mio. ein Gebäude mit Grundanteil und benötigt es als Lagerhalle. Das Gebäude wurde erst vor einem Jahr errichtet. Weiters fällt Grunderwerbsteuer in Höhe von EUR 35.000 und Notarkosten von EUR 3.000 an.

Folgen: Bei Anschaffungskosten von EUR 1.038.000 werden 75%, also EUR 778.500 dem Gebäude zugerechnet. Pro Jahr kann die GmbH 3% von den Anschaffungskosten des Gebäudeteils abschreiben. Die Abschreibung pro Jahr beträgt demzufolge EUR 23.355.

Beispiel 2

Eine GmbH kauft um EUR 1 Mio. ein Gebäude mit Grundanteil und benötigt es für Büroräumlichkeiten. Das Gebäude wurde erst vor einem Jahr errichtet. Weiters fällt Grunderwerbsteuer in Höhe von EUR 35.000,- und Notarkosten von EUR 3.000,- an.

Folgen: Bei Anschaffungskosten von EUR 1.038.000 werden 75% also EUR 778.500 dem Gebäude zugerechnet. Pro Jahr kann die GmbH 2% von den Anschaffungskosten des Gebäudeteils abschreiben. Die Abschreibung pro Jahr beträgt EUR 15.570.