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Schallschutz

Lärmblocker Beton: Schallschutz wird immer wichtiger

Autos, Fluglärm, Rasenmäher oder laute Nachbarn: Die meisten Menschen fühlen sich durch Lärm belästigt. Eine Studienauswertung im Forschungsverbund Lärm & Gesundheit im Auftrag der WHO belegt sogar, dass bei Menschen, die durch Lärmbelästigung unter Schlafstörungen leiden, das Risiko für Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Migräne erheblich steigt. Welche Auswirkungen permanenter Krach noch im Körper haben kann, ist bis heute jedoch nicht vollständig geklärt.

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Mit der Wahl des richtigen Baustoffs für die eigenen vier Wände kann man den Lärm zwar nicht gänzlich aus seinem Leben verbannen, aber dem permanenten Ausgesetztsein entgegenwirken. Mit durchdachten Betonkonstruktionen lässt sich der Wunsch nach ruhigem Wohnen auch in unruhigen Zeiten erfüllen. Luftschall, der durch Straßenlärm, überlaute Musik und Geschrei erzeugt wird, kann relativ einfach durch die Verwendung massiver, schwerer Wände und Decken aus Beton minimiert werden. Denn Beton hat eine hohe Rohdichte, und eine schwere Wand dämmt besser den Schall, selbst bei schlanker Ausführung.

Schwingungen reduzieren

Daher erfüllt etwa eine massive Betondachkonstruktion selbst die Lärmschutzbestimmungen rund um laute Flughäfen. Tritte, Hämmern und Möbelrücken dagegen erzeugen Körperschall, der im schlimmsten Fall durch ganze Wohnetagen dringt. Der Vorteil eines massiven Baustoffs wie Beton ist hierbei, dass er nur schwer "ins Schwingen gerät" und den Lärm so dort belässt, wo er entsteht. Beim Neubau lässt sich diese Art der Schallübertragung übrigens zusätzlich durch das Entkoppeln der Bauteile vermeiden.

Aber auch für die Besitzer von Einfamilienhäusern ist Lärmschutz wichtig, wenn der Haussegen nicht schief hängen soll. Sonst können die Eltern nicht ruhig schlafen, solange die Kinder ihre Stereoanlagen oder Spielkonsolen nicht ausgeschaltet haben. Oder die Tochter kann sich nicht auf die Hausaufgaben konzentrieren, wenn Mutter am Klavier übt oder bei einer Talkshow im TV entspannt. Bauherren sind gut beraten, sich die Schalldämmeigenschaften der Trennwände vertraglich zu sichern. Damit alle Stockwerke beim Doppel- und Reihenhaus schallgeschützt sind, sollte die Haustrennwand als zweischalige Wandkonstruktion aus Ziegeln mit hoher Rohdichte ausgeführt sein. Die zweischalige Schallschutzwand sorgt gleichzeitig für eine durchgängige Trennfuge, die Haustrennwände vom Keller bis ins Dach ohnehin aufweisen müssen. Die Trennfuge sollte mindestens drei Zentimeter dick sein und mit dicht gestoßenen Mineralfaserplatten gefüllt sein.  

Schalldämmung im Dachgeschoss

Im Dachgeschoss ist weiterhin zu beachten, dass die Wände bis unter die Dachlattung reichen, dass Hohlräume zwischen den Sparren gedämmt und Fugen zwischen Randsparren und Wand ausgefüllt werden. Zudem muss die Dachdeckenverkleidung eng an der Haustrennwand anschließen. Deutliche Verbesserungen beim Schallschutz bieten auch so genannte Füllziegel, die im Kern mit Beton verfüllt werden und so eine besonders hohe Rohdichte erhalten. Die Füllziegel kommen nicht nur bei der Haustrennwand zum Einsatz, sie gewährleisten auch einen hohen Lärmschutz als einschalige Wohnungstrenn- oder Treppenhauswand im Mehrfamilienhaus.

Trittschalldämmung Die beste Möglichkeit dazu ist ein schwimmender Estrich mit darunter liegender Trittschalldämmplatte. Es darf keine Verbindung mit den umliegenden Wänden entstehen (Verlegung von Winkelrandstreifen und Manschetten um die Zuleitungen zu den Heizkörpern). Schallschutz im Innenraum Trennwände zu Ruhebereichen stärker oder mit gut schalldämmenden Wandmaterialien ausführen, schallabsorbierende Oberflächenbeläge verwenden. Heizkessel Den Heizkessel auf spezielle elastische Unterlagen stellen. Damit gelangen die Schalwellen während des Heizbetriebes nicht in den Boden. Schalldämmung im Fensterbereich Für die verbesserte Schalldämmung sorgen stärkere Glasdicken, dichte Fugen und eine entsprechende Rahmenkonstruktion.

Immer "schwimmend" verlegen

Auch die Schalldämmung der Decken und Fußböden ist wichtig, um zu verhindern, dass Trittgeräusche im darunter liegenden Zimmer zu hören sind. Dazu müssen Fußböden "schwimmend", also ohne Verbindung zu Wänden und Decke, verlegt werden. Um den Trittschall im Treppenhaus zu verringern, sollte auf den Treppenabsätzen ebenfalls schwimmender Estrich verlegt und der Treppenlauf elastisch aufgelagert werden. Ebenso sollten Wasserleitungen und Heizungsrohre die Böden und Wände nicht direkt berühren.  

Fenster, die "schwache Stelle" der Schalldämmung

Die Schalldämmung der Außenwand wird nicht zuletzt durch die Qualität ihrer schwächsten Stelle - nämlich der verwendeten Fenster - bestimmt. Lärm von draußen wird neben einer massiven Wand am besten durch spezielle Schallschutzfenster abgehalten. Allerdings ist hierbei eine professionelle Ausführung wichtig, da Lärm auch durch die Übergänge an Rollläden oder Fensterscheiben dringen kann.