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Radon

Richtwerte und Maßnahmen gegen die Radonbelastung

Im Vergleich zu früheren Generationen wird bei Baumaterialien in den letzten Jahrzenten wesentlich stärker auf die Umweltverträglichkeit geachtet. Schädliche Materialien wie Asbest sind verboten worden. Zum Schutz vor nicht zu verhindernden Einflüssen, wie etwa die Belastung durch Radon, werden spezielle Maßnahmen getroffen.

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Was ist Radon?

Es handelt sich um ein radioaktives Element, das in natürlicher Form zu einem geringen Anteil in der Luft vorkommt. Das Edelgas ist ein Zersetzungsprodukt von Uran und bildet sich beim Zerfall von Gesteinen und Erdschichten. Es kann ins Grundwasser, in Leitungen oder in Keller eindringen. Auch in Räumen im Erdgeschoss kann der Radongehalt der Luft erhöht sein. Das gilt insbesondere im Winter, wo durch Unterdruck im Raum Bodenluft verstärkt ins Haus gezogen wird. Bei Neubauten sind Maximalwerte von 200 Becquerel pro Kubikmeter Luft erlaubt, bei bestehenden Gebäuden gelten 400 Bq/m³ als Obergrenze.

So messen Hausbesitzer die Rn-Konzentration in ihrem Haushalt

In Österreich gibt es einige Gebiete, die eine erhöhte Rn-Belastung vorweisen, wie etwa einige Gemeinden in Tirol, Salzburg und Oberösterreich. Bei Gebäuden, die sich in Gemeinden mit der höchsten Radonpotenzialklasse befinden, werden Vor-Ort-Messungen in allen Räumen empfohlen. Für die niedrigste Klasse reichen Messungen in Räumen mit Erdkontakt aus. Messungen des Gehalts können von Hausbesitzern selbst durchgeführt werden, die dazu benötigten Radondetektoren werden vom Österreichischen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft kostenlos zur Verfügung gestellt.

Wie können sich Hausbewohner vor dem Gas schützen?

Mit Ausnahme von Salzburg sind Radonschutzmaßnahmen beim Bau von Immobilien Pflicht. Dazu gehört, dass alle bewohnten Räume, die sich in Erdnähe befinden, vor dem Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit geschützt sind. Auch Installationskanäle, Leitungen und Liftschächte sind fachgerecht abzudichten oder dicht auszuführen. Befindet sich die Immobilie in einem Gebiet mit hohen Rn-Werten, dann ist eventuell eine Unterboden-Absaugung notwendig, bei der unterhalb der Bodenplatten des Hauses ein Unterdruck erzeugt wird.