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Parkett

Holz setzt Wohnstil in Szene

Mit unterschiedlichen Designs gestaltet Parkett einen Raum und rückt die Einrichtung ins richtige Licht. Dunkles und gefärbtes Holz sowie großformatige Landhausdielen liegen im Trend. Für eine individuelle Optik sorgen außergewöhnliche Verlegemuster und veredelte Oberflächen.

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Klassisch-elegant, modern oder in beruhigenden Naturtönen gehalten - die aktuellen Wohntrends sind vielfältig und bieten für jeden Geschmack das Passende. Auf Individualität wird bei der Wohnungsgestaltung immer mehr Wert gelegt. Tapeten, Möbel, kleine Details und nicht zuletzt der Fußboden verleihen den Räumen eine persönliche Note. Insbesondere ein Echtholzboden wie Parkett kann mit einer großen Auswahl an Farben und Oberflächen die Ausstrahlung einer Wohnung unterstreichen und eigene Akzente setzen. Zudem macht die einfache Pflege das ökologische Produkt zu einem gern verwendeten Bodenbelag. Besonders beliebt sind nach wie vor dunkle Hölzer. Sie sorgen für Wohlfühlatmosphäre.

Im Vergleich zu dunklen Holzarten, wie Nussbaum amerikanisch und Wenge, ist gefärbtes, einheimisches Holz eine preiswerte Alternative. Durch die dunkle Einfärbung erhält das ursprünglich helle Holz eine edle Optik. Nicht nur dunkle, auch weiß, grau und farbig gebeizte oder geölte Oberflächen liegen im Trend. Für den rustikalen Landhausstil sind großformatige Dielen mit gefasten, das heißt leicht abgerundeten Kanten ein Muss. Diese Bearbeitung betont die natürliche Wirkung des Holzes. Gebürstete Oberflächen heben die Struktur hervor. So wird der Boden zum Blickfang.

Öl oder Lack für das Parkett

Zur Auswahl stehen eine Vielzahl verschiedener Öle und Fußbodenlacke. Geölte Böden sind leicht zu reparieren, aber pflegebedürftig. Mit Lack versiegelte Fußböden sind pflegeleicht, aber anfälliger und schwer zu reparieren. Während man geölte Dielen punktuell ausbessern kann, muss bei Beschädigung von lackiertem Boden die komplette Fläche neu abgezogen werden.  

Öl bewahrt den natürlichen Charakter

Wer den natürlichen Holzcharakter bewahren möchte, der sollte seinen Holzboden mit einem Öl behandeln. Durch die geringe Reflexion der ölbehandelten Holzoberfläche wirkt das Material naturnah und behaglich. Öle auf pflanzlicher Basis bilden keinen Film auf der Oberfläche wie Lackversiegelungen, sondern dringen tief in das Holz ein und verhindern, dass sich die Poren schließen. Das Holz kann Luftfeuchtigkeit aufnehmen und abgeben und wirkt regulierend auf das Raumklima.

Reduzierte Staubbelastung

Öle schaffen außerdem eine antistatische Ausrüstung, was zu einer Reduzierung der Staubbelastung führt.

Für stark genutzte Flächen ist ein Wasserlack als Versiegelung des Holzbodens ideal. Er ist leicht zu verarbeiten, schadstoff- und lösemittelarm. Unter Versiegelung versteht man ein- oder zweikomponentige Lackschichten, die eine strapazierfähige Nutzoberfläche bilden und die Poren des Holzes schließen. Für besonders beanspruchte Flächen sollte man zu zweikomponentigen Wasserlacken greifen. Durch das chemische Zusammenwirken der beiden Komponenten wird die Oberflächenschicht besonders hart und extrem belastbar.  

Holzfußboden mit Öl aufarbeiten

  • Die Auswahl an Ölen für die Holzbearbeitung ist groß. Neben den herkömmlichen Ölen auf Leinölbasis gibt es auch spezielle Hartöle, die eine Oberflächennutzschicht bilden.
  • Nachdem der Holzboden gründlich von Schleifstaub gereinigt wurde, kann man mit der Behandlung beginnen. Dabei wird das Öl einfach auf den Boden gegossen.
  • Mit einer Wischbürste wird das Öl nun satt und gleichmäßig auf der Bodenfläche verteilt. Eine Wischbürste mit langem Stiel erleichtert die Arbeit enorm. Auch größere Flächen lassen sich so schnell bearbeiten.
  • Das Öl zieht schnell in den Holzboden ein. Nach einer Trockenzeit von 24 Stunden hat das Holz das Öl vollständig aufgesaugt und man kann mit dem zweiten Auftrag beginnen.
  • Mit einer Poliermaschine entfernt man dann Ölreste, die nach der Sättigung des Holzes auf der Oberfläche verblieben sind. Das Öl wird dabei regelrecht ins Holz einmassiert. So bekommt der geölte Holzboden dann auch seinen letzten Schliff.

Holzfußboden mit Lack aufarbeiten

Vor dem Lackieren muß der Schleifstaub restlos vom Boden entfernt werden. Man benötigt eine fuselfreie Lackrolle, einen Pinsel für die Ecken und einen passenden Eimer, den man mit einer lösemittelbeständigen Tüte ausschlagen kann.

  • Beim 2-Komponenten Lack werden die Bestandteile Lack und Härter im richtigen Mischungsverhältnis angemischt.
  • Zuerst streicht man mit dem Pinsel an den Wänden ringsherum einen 20 Zentimenter breiten Streifen mit Lack ein. In diesem Bereich stößt man sonst leicht mit der Rolle gegen Panele oder Wände.
  • Der Lack wird mit einer sattgetränkten Rolle aufgetragen. Man beginnt möglichst auf der Seite des Lichteinfalls und arbeitet sich vom Licht weg voran.
  • Nach dem ersten Lackauftrag stellen sich die frisch geschliffenen Holzfasern auf: Die Oberfläche fühlt sich rauh an und muss noch einmal fein geschliffen werden.
  • Mit einem 120er Schleifpad und einer Poliermaschine schleift man große Flächen im Handumdrehen. Den Zwischenschliff kann man aber auch mit einem Schleifklotz per Hand vornehmen.
  • Nachdem der Schleifstaub vollständig entfernt wurde, kann man mit dem Aufbringen der nächsten Lackschicht beginnen. Bei besonders stark strapazierten Böden wird noch ein drittes Mal versiegelt.
  • Jetzt heißt es abwarten und trocknen lassen.Bis die Versiegelung ihre endgültige Härte erreicht, vergeht etwa eine Woche. In dieser Zeit sollte man den Belag möglichst schonen und noch nicht mit schweren Möbelstücken belasten oder mit Teppichen auslegen.

Parkett ist nicht gleich Parkett

Grob unterscheidet man zwischen Massivparkett und Mehrschichtparkett, das auch Fertigparkett genannt wird. Massivparkett trägt seinen Namen, weil es aus einer durchgängigen Schicht aus massivem Hartholz besteht. Massivparkett wird üblicherweise vollflächig verklebt und erst nach dem Verlegen abgeschliffen. Zuletzt wird die Oberfläche mit Lack, Öl oder Wachs behandelt.  

Schnell zu verlegen: Fertigparkett

Mehrschichtparkett wird auch Fertigparkett genannt. Es besteht entweder aus 2 oder aus 3 miteinander verleimten Holzlagen. Die sichtbare Oberflächenschicht aus dem charakteristischen Hartholz wird auf eine Trägerplatte geklebt, die meist aus Nadelholz besteht. Es ist bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt. Mit Nut und Feder ist das Fertigparkett passgenau und schnell zu verlegen. Dreischichtparkett kann sowohl schwimmend verlegt als auch vollflächig verklebt werden.

Die Vorteile von massivem Holzboden

Ein massiver Holzboden hat viele Vorteile: Er hält selbst starker Beanspruchung stand und kann mehrfach renoviert werden, so dass seine Lebensdauer viele Jahrzehnte beträgt. Die wichtigsten Ausführungsarten von Massivparkett sind:

  • Stabparkett:  Die beachtliche Dicke von 22 Millimeter massivem Holz macht Stabparkett praktisch unverwüstlich. Es bietet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten, da es sich für alle Verlegemuster eignet. Rings um die ca. 500 mal 70 Millimeter großen Holzelemente - die so genannten Stäbe ,- stellen Nut und Feder einen festen Verbund her. Der Parkettverleger verklebt die Elemente üblicherweise vollflächig auf den Unterboden. Bei Holzbalkenlagen oder im Trockenbau werden die Elemente seitlich durch die Federvernagelt, wobei der Nagel durch das benachbarte Element verdeckt wird und unsichtbar bleibt.
  • Mosaikparkett: Mosaikparkett besteht aus Holzlamellen, die mit 8 Millimetern Dicke deutlich dünner als das Stabparkett aber dennoch langlebig sind. Sie werden meist in Würfelform mit einer Kantenlänge von 160mm verlegt. Mosaikparkett ist ein Klassiker, der in zahllosen Holzarten, Sortierungen und Verlegemustern angeboten wird. Die geringe Bauhöhe des Mosaikparketts hat den Vorteil, dass es auch auf einer Fußbodenheizung oder zum Beispiel bei einer Renovierung ohne viel Aufwand als Ersatz für einen Teppich verlegt werden kann.
  • Industrieparkett: Das so genannte Industrieparkett heißt eigentlich Hochkantlamellen-Parkett. Es besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Holzlamellen, die allerdings hochkant angeordnet werden. Durch die Dicke von 22 mm kann das Parkett häufig abgeschliffen werden. Daher rührt der Name Industrieparkett, denn wegen seiner extremen Belastbarkeit wird es häufig für öffentliche Gebäude und sogar Werkstätten verwendet. Wegen seiner belebten Oberflächenoptik wird das Hochkantlamellen-Parkett zunehmend auch als individueller Bodenbelag für den Wohnraum geschätzt.