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Niedrigenergiehaus

Die Vorteile eines Niedrigenergiehauses

Die Entwicklung zum Niedrigenergiehaus hat vor rund 20 Jahren begonnen. Seitdem zeigt sich modernes Bauen nicht nur in architektonischer Raffinesse, sondern auch im niedrigen Energieniveau des fertigen Bauwerks. Viele Bauträger haben auf diese Entwicklung bereits reagiert und bieten in ganz Österreich "gesunde" Öko-Häuser mit geringem Heizaufwand an.

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Gesundes Wohnen im Öko-Haus, biologische bzw. ökologische Bauweise, mit der Sonne bauen... - die Slogans zur Vermarktung von Niedrigenergie- und Passivhäusern sind vielfältig. Wer heute neu baut, sollte auf jeden Fall mit den Vorteilen eines Niedrigenergiehauses auseinandersetzen. Nicht nur der umweltfreundliche Aspekt weckt Sympathien für energieeffizientes Bauen, auch mehr Wohnkomfort aufgrund des verbesserten Raumklimas sowie geringere Betriebskosten sind Proargumente. Der große Vorteil dieser Häuser liegt in der hohen Behaglichkeit durch die wärmeren Wandoberflächentemperaturen und die permanente Frischluftzufuhr.

Mindeststandards

Die meisten der heute gebauten Einfamilienhäuser sind heute Niedrigenergiehäuser oder kommen diesen ziemlich nahe. Was ein Niedrigenergiehaus tatsächlich ist, ist nicht bindend geregelt. Generell spricht man von einem Niedrigenergiehaus, wenn der Heizwärmebedarf je Quadratmeter und Jahr unter 50 kwh/m²a liegt. Demgegenüber stehen Passivhäuser mit einem Energieverbrauch von unter 10 kwh/m²a.

Dichte Fenster, atmende Wände

Während bei Passivhäusern eine kontrollierte Wohnraumlüftung eine Schlüsselrolle spielt, reicht es bei Niedrigenergiehäusern wenn Außenwände, Dach, Fenster und Kellerboden/Decke nach dem neusten Stand der Technik gedämmt sind. Niedrigenergiehäuser müssen wie herkömmliche Häuser im Winter beheizt werden - wegen der sehr guten Dämmwerte kann  die Heizung speziell im Vergleich zu herkömmlichen Häusern aber wesentlich geringer dimensioniert werden.  Oft werden in Niedrigenergiehäusern energiesparende Wärmepumpen in Verbindung mit Wand- oder Fußbodenheizungen eingesetzt. Im Gegensatz zu Passivhäuers weisen Niedrigenergiehäuser in der Regel keine luftundurchlässige Außenhülle auf.  Wie "atmungsaktiv" die Wände von Niedrigenergie- und Passivhäusern sind, hängt besonders von den verwendeten Dämmmaterialien ab.

Form unterstützt Funktion

Neben dem Einsatz moderner Materialien spielt bei Niedrigenergiehäusern auch die Gebäudeform eine bedeutende Rolle. Als Grundregel gilt: je "kompakter" gebaut wird - desto geringer ist der Energieverlust. Wer auf Erker, Gaupen und Nischen bei seinem Neubau nicht verzichten möchte, legt definitiv mehr Geld aus;. Speziell wenn es darum geht, zeitgemäß zu Dämmen und gewisse Energie-Standards zu erreichen.

Förderungen und Sanierung

Viele Bundesländer fördern den Neubau von Niedrigenergiehäusern, auch wenn gewisse Länder wie beispielsweise Niederösterreich in ihrer Förderpolitik bereits auf Passivhaus-Standards setzen. Während sich bestehende Einfamilienhäuser nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand in Passivhäuser umbauen lassen, kann man bei einer umfassenden Altbau-Sanierung die Standards eines Niedrigenergie-Hauses durchaus erreichen.  Die Vorteile von Niedrigenergiehäusern liegen klar auf der Hand: Durch relativ konventionelle Maßnahmen bei der Wärmedämmung spart man im Laufe der Jahre eine Menge an Heizkosten - ohne dabei die höheren Investitionskosten und die relativ neuartigen Technologien bei Passiv-Häusern in Kauf zu nehmen.