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Natur pur

Holz mit Vorleben

Holz ist ein genialer Werkstoff. In trockener Umgebung und vor Schädlingen geschützt, kann Holz auch hunderte Jahre überdauern. Böden aus aufbereiteten Holzdielen oder aus alten Brettern gefertigte Maßmöbel geben besonders modernen Wohnungen eine sehr individuelle Note.

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Holz ist nicht irgendein Material. Seit Menschengedenken machen Menschen Häuser und Möbelstücke daraus, fertigen Werkzeuge damit an und verwenden es zum Heizen. Auch in modernen Wohnungen sorgt Holz für ein warmes und behagliches Raumklima. Und das nicht nur, wenn es im Schwedenofen oder Kamin in der kalten Jahreszeit vor sich hin knistert. Als Baumaterial und Stilelement hat sich Holz im Laufe der Jahre immer wieder neu erfunden. In der modernen Architektur werden alte Holzbretter und Dielen seit geraumer Zeit als Gestaltungselement eingesetzt. Richtig aufbereitet und in eine neue Form gebracht,  passen sie sich in einer nahezu harmonischen Weise an die klare Formensprache moderner Architektur an. 

Brücke in die Vergangenheit

Über Antworten auf die Frage, warum Bauherren und Architekten, die hunderttausende Euros in moderne Architektur stecken und dabei auf neueste Baustoffe setzen vor einigen Jahren angefangen haben, Holzbretter aus alten Gebäuden in einer modernen Umgebung wiederzuverwerten kann nur spekuliert werden. Offenbar sehnen sich auch Menschen, die eher "stylisch" wohnen nach Elementen, die eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit bilden. Holz ist dabei das ideale Material, weil es sich leicht verarbeiten und wiederverwerten lässt und sich an die meisten Baustile anpasst, ohne dabei seinen "Charakter"  und seine Geschichte zu verleugnen.

Holz richtig einsetzen

Unabhängig welchen Alters, Vollholz ist kein billiges Material. Bei alten Dielen hängt der Preis vor allem von der Holzart und dem Zustand ab. Hartholz, wie etwa Lärche oder Eiche eignet sich am besten wenn es darum geht, altes Holz für einen modernen Fußboden zu verwenden. Weichere Holzarten wie etwa Fichte sollte man besser dort einsetzen, wo die tagtägliche Belastung nicht all zu hoch ist - etwa bei Wand- oder Deckenverkleidungen oder in Form von Möbeln.  Wer alte Vollholz-Bretter, die er am Dachboden oder im Keller gefunden hat zum richtigen Tischler bringt, bekommt sehr individuelle Möbel zu einem relativ moderaten Preis.

Feuchtigkeit und andere Feinde

Menschen die sich überlegen, altes Holz wiederzuverwerten sollten unbedingt auf den Zustand achten. Als Grundregel gilt: je trockener desto besser.  Holz, das auf Dauer Nässe ausgesetzt ist und nie die Möglichkeit hatte richtig auszutrocknen, wird weich, beginnt schnell zu verrotten und ist überdies anfällig für Schädlinge. Neben Nässe ist der Holzwurm Hauptfeind Nummer Eins. Die rund einen Millimeter großen Wurmlöcher sind bei genauerem Hinsehen relativ einfach zu erkennen. Ist ein Stück Holz einmal damit befallen, gibt es kaum eine Rettung. Die einzig wirklich wirksame Methode ist, mittels Injektionsnadel und entsprechendem Gift jedem Wurm einzeln den Garaus zu bereiten. Für größere Flächen ist diese Methode damit etwas zu mühsam. Zudem besteht die Gefahr, dass ein oder mehrere Wurmlöcher übersehen werden, sich die Holzwürmer mit der Zeit wieder ausbreiten und damit auch andere Möbelstücke bedrohen. Folglich sollte man ich genau überlegen, welches Holz man wo einsetzt und im Zweifelsfall auf  jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen.

Ökologie wird wichtiger

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat herausgefunden, dass für rund 15 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahre Wohlfühl- und Gesundheitsaspekte als Kaufentscheidungen für Möbel im Vordergrund stehen. Damit wird der große Bereich der natürlichen Materialien für immer mehr Menschen wichtiger und im Markt bedeutender. Gesundheitsaspekte beim Möbelkauf Das Blickfeld auf die Naturfarben und -fasern zu lenken, hat heutzutage nichts mehr mit der einstigen Müsli-Generation zu tun. Denn ökologische Gesichtspunkte spielen für immer mehr Konsumenten eine wichtige Rolle. Dies allerdings nicht aus ideologischen Gründen, sondern aus eigenen Gesundheitsaspekten. Naturbelassenes, geöltes oder gewachstes Holz, als nachwachsender Rohstoff, aber auch anspruchsvoll veredeltes Metall, bilden dabei einen Schwerpunkt im Möbelangebot. So ist etwa Schmiedeeisen, das Robustheit, Stärke und auch Gemütlichkeit ausstrahlt, in einem natürlichen Wohlfühl-Wohnbild sowohl als Bettrahmen als auch als Gardinenstange begehrt.

Natur pur

Im Möbelbereich bieten sich darüber hinaus Flechtwerk im Sitzmöbel, als Bezugsstoffe Leder, Baumwolle, Leinen, Flachs, Seide oder Filz an. "Natur Pur" ist ein Trend, der sich im Zusammenhang mit dem Wunsch nach mehr individueller Lebensqualität als anziehend erweist. Natürlichkeit ist ein Kriterium, das in einer oft künstlichen Welt Ruhe und Besonnenheit ausstrahlt. Nicht von ungefähr kommt daher auch die Strömung, Parkettfußboden dem Teppich aus Kunstfaser vorzuziehen. Der Gesundheitsaspekt steht auch bei Möbeln vor dem Hintergrund eines allumfassenden Wellness-Bedürfnisses des modernen Konsumenten.