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Marmorieren

Marmorieren, Lasieren, Wischen und Wickeln

Farbige Wände werden immer beliebter. Farbe verstärkt Stimmungen, beruhigt oder regt an, tut den Augen und der Seele gut. Die Farben marmorierter oder lasierter Wände wirken transparenter als glatte Anstriche und fangen so das Licht ein. Mit alten Wandmaltechniken können Sie einen Raum weiter oder höher erscheinen lassen und besondere Stimmungen schaffen.

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Die Vorbereitung

Nehmen Sie Bilder und Regale von den Wänden, rücken Sie die Möbel möglichst aus dem Zimmer oder in die Zimmermitte und schützen Sie sie mit Malerfolie. Decken Sie auch den Boden ab und kleben Sie die Folie mit Kreppband am oberen Rand der Bodenleisten fest. Steckdosen und Lichtschalter ebenfalls sorgfältig abkleben und die Decke rundum mit Malerkrepp gegen "Ausrutscher" schützen. Schäden und Risse in der Wand verputzen und die ausgebesserten Stellen mit Schleifpapier nachbearbeiten. Vor dem Anstreichen sollten Sie die Wände mit einem so genannten "Staubpinsel" oder Lappen reinigen, denn die Anstrichfläche muss sauber, fettfrei und eben sein. Tapezierte Wände werden bei gutem Zustand der Tapete nur mit einem feuchten Tuch abgewischt und lose Enden mit Kleister befestigt. Ist die Tapete in schlechtem Zustand, muss sie entfernt werden.

Lasieren

Verwaschene Farben täuschen Jahrhunderte langes Verblassen vor. Mit Lasuren, die ungenau und unregelmäßig aufgetragen werden, erzielt man dieselbe Wirkung in nur wenigen Stunden.

Sie brauchen: + weiße Wandfarbe + wasserlösliche farblose Lasur + Acrylfarben in den gewünschten Farben.

Bereiten Sie den Untergrund vor und bringen Sie den weißen Basisanstrich mit einem Farbroller auf. Dieser sollte von hochwertiger Qualität sein! Nachdem er getrocknet ist, mischen sie die Acrylfarben jeweils mit der farblosen Lasur und tragen sie - je nach gewünschtem Effekt - mit einem Lasurpinsel oder Naturschwämmen auf den weißen Untergrund auf. Beginnen Sie unten mit dem Anstreichen, damit die dünnflüssige Farbe nicht herunter laufen kann und hässliche Spuren hinterlässt. Malen Sie mit langen Strichen und achten Sie darauf, dass Pinsel und Schwamm nicht zu nass sind.

Marmorierende Wände

Marmorieren Wände, auf denen Farben changieren wie die verschiedenen Kalkablagerungen im Marmor, wirken plastisch und wertvoll.

Sie brauchen: + weiße Wandfarbe + z.B. roséfarbene, gelbe, ocker- und terracottafarbene Dispersionsfarbe

Bringen Sie zunächst die weiße Farbe als Grundanstrich auf. Nach dem Trocknen können Sie die Wände rundum mit rosé einfärben; verwenden Sie dazu am besten einen Naturschwamm. Tauchen Sie den Schwamm nie ganz in die Farbe ein, sondern tupfen Sie immer nur etwas Farbe auf - es soll keine geschlossene Farbdecke entstehen! Tupfen Sie die zweite Farbe, Terracotta, vornehmlich auf die weißen Stellen, doch achten Sie auch hier wieder darauf, immer noch ein paar weiße Flächen auszusparen.

Im letzten Schritt tupfen Sie die weiß gebliebenen Stellen gelb ein - jetzt müssen Sie nur noch die Adern malen. Am besten geht das, wenn Sie mit eine frei Hand gerissene Längskante Packpapier verwenden. Einfach auf die Wand legen und mit Ocker entlang der Risskante tupfen.

Wischtechnik

Mit der Wischtechnik können Sie niedrige Decken höher und kleine Räume größer wirken lassen.

Sie brauchen: + weiße Wandfarbe + Abtönfarbe, z.B. Blau.

Grundieren Sie die Wand mit der weißen Farbe. Anschließend mischen Sie etwas Wandfarbe mit Abtönfarbe und beginnen, diese Mischung mit einem Schwamm auf die Wand aufzutragen. Je nachdem wie viele Schichten Sie übereinander malen, umso intensiver wird die Farbe. Schaffen Sie so zum Beispiel einen saften Übergang, der zum Boden oder zur Decke hin immer leuchtender wird.  

Wickeln

Mit der Wickeltechnik können Sie dezente Muster auf die Wände bringen.

Sie brauchen: + weiße Wandfarbe + Abtönfarbe + fusselfreien Stoff, einen Lappen oder einen Effektroller.

Grundieren Sie die Wand in weiß. Nehmen Sie dann den Lappen oder das Stück Stoff zur Hand und drehen Sie es ein, als wollten Sie es auswringen. Nun einfach in die Farbe tauchen und über die Wand wälzen. Es entsteht - je nach Stoffstruktur - eine grobe oder feine Zeichnung. Drehen Sie das Stück Stoff immer wieder neu ein, um andere Muster zu erhalten!