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Lehm

Alternative Lehm

Lehm zählt zu den ältesten Baustoffen überhaupt. Bis zu den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Häuser auch in unseren Breitengraden zumindest teilweise mit Lehm gebaut. Danach kam der Baustoff in Vergessenheit und erst mit Beginn der 80er Jahre wurde die Mischung aus Sand, Schluff und Ton aufgrund seiner bautechnischen Eigenschaften für den Hausbau wiederentdeckt.

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Besonders das Image als umweltfreundlicher und gesunder Stoff brachte den Lehm wieder ins Spiel. So erzeugt Lehm durch eine Reihe von positiven Eigenschaften ein besonders angenehmes Raumklima. Er ist schadstoffbindend, feuchtigkeitsregulierend, hautfreundlich, er speichert Wärme und ist dabei vollständig recyclebar. Besonders im Zusammenhang mit Wärme und Hitze ist Lehm ein beliebter Baustoff. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Materialien kann er auch bei Hitzeeinwirkung, wie es etwa bei Boden- oder Wandheizungen der Fall ist, eingesetzt werden. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es nicht verwunderlich, dass auch viele Öfen aus Lehm hergestellt werden.  

Industriell gefertigte Lehmbausteine

Verwendung findet Lehm in Europa vor allem durch neue industriell gefertigte Lehmbausteine. Durch die schadstoffabsorbierende Wirkung ist der Lehm auch als Putz für die Innenwände populär.

Anfällig gegen zuviel Wasser

Einziger Schwachpunkt des Lehms ist seine Anfälligkeit gegen Wasser. Oberflächliche Feuchtigkeit verursacht keine Schwierigkeiten, gegen Regen hilft jedoch nur eine geeignete Schalung beispielsweise aus Holz. Aus diesem Grund ist Lehm als traditioneller Baustoff vor allem in trockenen Gebieten der Erde zu finden.

Nordafrika, Spanien und der mittlere Osten haben eine interessante Lehmarchitektur entwickelt. Das größte Lehmgebäude der Welt befand sich bis 2003 beispielsweise im iranischen Bam. Die weltberühmte Zitadelle wurde Ende 2003 durch ein katastrophales Erdbeben weitgehend zerstört.