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Kellerbau

Aufgepasst beim Kellerbau

Der Keller ist praktisch der Puffer zwischen Wohnraum und Erdreich. Deshalb ist hier auf Feuchtigkeitsschutz besonders zu achten. Nur eine fachgerecht ausgeführte Kellerwandisolierung gegen Wasser und Feuchtigkeit garantiert trockene Kellerräume und ein angenehmes Hausklima. Besonders zu berücksichtigen sind dichte Rohrdurchführungen.

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Für Kellerwände in Betonausführung werden üblicherweise Alu-Fertigschalsysteme verwendet. Diese Alu-Fertigschalungen werden mit Beton ausgegossen. Kellerwände aus Stahlbeton sind spezilel bei Hanglagen zu empfehlen. Die Dimensionierung der Stahleinlagen berechnet Ihr Baumeister oder Statiker.

Wichtig dabei: Das genaue Aussparen von Fenstern, Türöffnungen und Mauerdurchbrüchen. Nachträgliche Stemmarbeiten sind äußerst schwierig. Ebenfalls zu berücksichtigen sind unter Putz verlegte Elektroverkabelungen und andere Leerrohre.  

Fertigkeller

Eine  arbeitssparende Alternative ist die Kellerherstellung mit vorgefertigten Massiv-Bauteilen. Dabei werden in der Fabrik Wände und Decken nach Maß vorgefertigt und auf der Baustelle mit Hebelkränen aufgestellt und montiert. Diese Kellerwände sind schlanker und müssen innen nicht mehr verputzt werden.  

Kellerwände aus Betonschalungssteinen

Dabei werden die H-förmigen Hohlsteine den statischen Erfordernissen entsprechend mir Stahleinlagen bewehrt und jeweils nach drei bis vier Reihen mit Beton ausgegossen. Kellerschalungssteine werden in den Stärken 30 und 40 cm angeboten. 50-cm-Steine werden als Fundamentsteine verwendet. Auch hier gilt: von Anfang an die erforderlichen Öffnungen und Aussparungen berücksichtigen, Elektro- und Wasserleitungen werden im Keller üblicherweise auf Putz verlegt. Falls Sie vorhaben, in Ihrem Keller bewohnbare Räume einzurichten, muss eine zusätzliche äußere Wärmedämmung angebracht werden. Diese ist dann noch dementsprechend gegen mechanische Beschädigung zu schützen.

Sockeldämmung: Besonders zu berücksichtigen ist die Wärmedämmung im Sockelbereich. Damit werden zum teil beträchtliche Wärmeverluste vermieden. Alternativ kann ein Wohnkeller auch aus herkömmlichen Wandmaterialien errichtet werden (Ziegel, Tonmassivwände etc.), optimale Feuchtigkeitsdämmung vorausgesetzt.

Einfacher Keller

In den meisten Fällen ist es ausreichend, Wände und einen einfachen Kellerboden herzustellen. Immer dann, wenn keine Wohnräume eingerichtet werden sollen, kann auf erhöhte Wärmedämmung verzichtet werden. Man hat dann typische Kellerräume: im Winter mild, im Sommer kühl. Sie eignen sich für alle möglichen Lagerungen - aber eben nicht als Wohnraum!  

Wohnqualität im Keller

Sind dagegen Wohnräume, Büro, Gästezimmer oder Hobbyräume geplant, ist von vornherein auf gute Wärmedämmung der Wände und des Fußbodens zu achten. Diese Nutzung muß auch schon wegen der Raumhöhe (stärkerer Estrich, Wärmedämmschicht) bedacht werden. Auch andere Fenster sollten vorgesehen werden, um mehr Licht und Luft in die Wohräume zu bringen. Heizungsanschlüsse, bessere Stromzuführungen und auch andere Türen werden den Keller weiter zum angenehmen Wohnraum gestalten.

Wärmedämmung im Keller ist keine Übertreibung der Energiespar-Bemühungen, sondern mit dem richtigen Kellerbaustoff eine ganz einfache und preiswerte Vorsorge-Maßnahme für später. Die gesamte Heizkosten-Bilanz eines Hauses profitiert nämlich davon, wenn ein Keller gut wärmegedämmt ist. Und bei Bedarf lassen sich dann Arbeitszimmer, Spielzimmer, Wohn- oder Fitness-Räume einrichten, die man auch wirtschaftlich beheizen kann.

Die Wärmedämmung im Keller erfordert übrigens keinen hohen Aufwand, wenn man sich beim Rohbau gleich für den richtigen Wandbaustoff entscheidet: der hoch wärmedämmende Baustoff  Porenbeton zum Beispiel hat sich als Baumaterial für Keller mit "Wohnqualitäten" seit Jahrzehnten bewährt. Ein guter Grund, seinen Keller von Anfang an richtig und vorausschauend zu planen für die spätere Nutzung als preiswerten Wohnraum mit hoher Qualität und wohliger Wärme.