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Kalkfarbe

So wirkt Kalk in Farbe

In vielen ländlichen Regionen Österreichs findet man an alten Bauernhäusern und Häusern früherer Generationen noch Kalkfarbe. In Zukunft wird sie wieder öfter zu finden sein, da sie aufgrund ihrer besonderen Vorteile wieder häufiger verwendet wird.

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Was ist Kalkfarbe?

Es handelt sich um eine mineralische Farbe aus Weißkalkhydrat, bei der Wasser als Lösungsmittel verwendet wird. An Außenwänden wird die Farbe kaum mehr verwendet, sie ist aber ideal für feuchte Innenräume wie Küchen, Bäder, WCs oder Keller. Die Farbe ist feuchtigkeits- und gasdurchlässig und kann das Austrocknen der Wand unterstützen. Durch ihren hohen Kalkgehalt wirkt sie desinfizierend und beugt Schimmelbildung und Fäulnis vor.

Welche weiteren Vorteile hat Kalktünche?

Die Farbe wird als Kalkmilch sehr dünn aufgetragen, wodurch sie sehr ergiebig und kostengünstig ist. Kalk ist ein natürliches Material und nicht gesundheitsschädlich. Dadurch, dass sich beim Abbinden feine Kristalle herausbilden, wirkt die Wand nicht glatt, sie bekommt einen Wischeffekt oder Marmorierungen. Diese können als gestalterisches Element beibehalten oder durch ein erneutes Darüberstreichen geglättet werden. Die Schichtdicke bleibt auch dann im Allgemeinen sehr dünn. Soll die Farbe erneuert werden, muss dafür nicht erst die alte abgetragen werden.

Welche Nachteile bringt die Farbe mit sich?

Je nachdem, wie stark der Untergrund saugt, können sich Helligkeitsunterschiede ergeben. Das ist auch möglich, wenn die Wand nachträglich durchfeuchtet wird. Deshalb ist häufig eine Grundierung notwendig, bevor die Kalkfarbe aufgetragen werden kann. Im bodennahen Bereich kann es aufgrund einer Kombination aus Sulfaten, Eisenverbindungen und Feuchtigkeit zu Verfärbungen kommen.

Was ist beim Auftragen der Farbe zu beachten?

Kalkfarbe kann schnell austrocknen. Vor dem Auftragen muss die Wand deshalb vorgenässt werden, da die Farbe sonst keine ausreichende Abriebfestigkeit erlangt. Um eine gleichmäßige Deckkraft zu erzielen, sind mehrere Anstriche mit speziellen Deckenbürsten oder Flächenstreichern notwendig, die dichter sind als normale Malerpinsel. Wie regelmäßig die Farbe verteilt ist, kann erst im Trockenzustand beurteilt werden, da sie beim Auftragen durchscheinend ist.