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Grund und Boden

Ungenutzter Grund & Boden - Bodenwertabgabe

Die Bodenwertabgabe besteuert unbebaute und nicht land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Zweck dieser Abgabe ist es, einen gewissen Angebotsdruck auszulösen und damit die Preise zu dämpfen bzw. Bodenspekulationen zu verhindern.

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Bemessungsgrundlage ist der Einheitswert des Grundstücks. Wenn der Einheitswert mehr als EUR 14.600,- beträgt, wird eine Abgabe von 1 % des Einheitswerts abzüglich des Freibetrags erhoben. Steuerschuldner ist der Eigentümer des Grundstücks.

Beispiel:

Frau A kauft freies Bauland um EUR 1 Mio., da Gerüchten zufolge in 2 Jahren ein großer Industriepark auf diesem Areal errichtet werden soll. In 2 Jahren plant sie es mit Gewinn zu veräußern. Der Einheitswert beträgt EUR 800.000,-.

Folgen:

Frau A muss jedes Jahr neben der Grundsteuer auch eine Bodenwertabgabe von EUR 7.854,- (= [800.000 - 14.600]*0,01) entrichten.

Grundstücke als Investment erleben derzeit eine Renaissance in Österreich. Laut der Studie einer österreichischen Immobilienplattform stieg die Nachfrage nach Grund und Boden seit Anfang 2009 um über 150 Prozent österreichweit. Spitzenreiter unter den Bundesländern sind das Burgenland und Niederösterreich wo sich die Nachfrage nach Grundstücken mehr als verdreifacht hat. Schlusslicht ist Wien mit einem Anstieg um 60 Prozent.

Als Grund für den starken Nachfragezuwachs sehen Experten die hohen Kosten für Wohnimmobilien. "Die Finanzkrise der letzten Jahre hat einen "Run" auf Immobilien ausgelöst. Die dadurch stark gestiegenen Preise sind für den Normalverbraucher kaum noch finanzierbar. Dagegen haben Grundstückspreise weitaus weniger stark zugelegt und sind deswegen jetzt als Investment attraktiv", erklärt Immobilienexperte Alexander Ertler die gestiegene Nachfrage nach Grundstücken. Auch im Vergleich zu anderen Immobilienarten ist das Interesse der Österreicher an Grundstücken gestiegen. Entfiel Anfang 2009 nur 1,8 Prozent der Nachfrage im gesamten Bundesgebiet auf Grundstücke, stieg der Anteil um mehr als das Doppelte auf 4,3 Prozent Mitte 2012.

Grundstückspreise steigen geringer als Nachfrage

Der Trend zum Grundstückskauf zeigt bereits Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Durchschnittlich sind in den vergangenen dreieinhalb Jahren die Preise für Grund und Boden in Österreich um 18,5 Prozent gestiegen. Spitzenreiter bei den Zuwächsen sind Oberösterreich mit knapp 30 Prozent, die Steiermark mit 28,5 Prozent und Wien mit 23 Prozent Wertzuwachs. Am unteren Ende der Skala finden Niederösterreich mit 4,4 Prozent und Burgendland mit 6 Prozent Preissteigerung im Durchschnitt. Das teuerste Bundesland bei den Grundstücken ist Wien mit durchschnittlich 500 Euro pro Quadratmeter. Die geringsten Kosten fallen in Kärnten mit 62 Euro im Durchschnitt für den Quadratmeter an.

Individualität und Leistbarkeit sind Nachfragetreiber

Der Hauptgrund für die gestiegene Nachfrage sind die im Vergleich zu anderen Immobilienarten wie Haus oder Wohnung relativ geringen Gesamtkosten. Damit erschließen sich Immobilien auch für weniger wohlhabende Gesellschaftsgruppen als Investment. "Mit 100.000 Euro kann man schon ein schönes Grundstück in einer recht guten Lage erwerben", meint Alexander Ertler. "Neben der Geldwertsicherung ist in den kommenden Jahren mit einer relativ starken Wertsteigerung zu rechnen. Zusätzlich haben Grundstücke den Vorteil, dass es keine Wertverluste durch Abnutzung gibt", so der Immobilienexperte weiter.

Ein weiterer Grund für die große Nachfrage ist der steigende Wunsch bei jungen Leuten, ihren Wohnraum individuell zu gestalten. "Sich sein Haus nach eigenen Wunschvorstellungen zu bauen ist heute oft nicht nur billiger als aufwändig zu renovieren, sondern erlaubt einem auch die eigenen Bedürfnisse und Wünsche einfließen zu lassen. Viele Menschen wollen nicht mehr wie zu Großmutters Zeiten wohnen und auch ökologische Maßnahmen sind bei einem Neubau einfacher zu integrieren", so Immobilienexperte Alexander Ertler.