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Feuerschutztüren

Brände effektiv aussperren

Feuerschutztüren, offiziell Feuerschutzabschlüsse genannt, verhindern das Vordringen von Bränden durch Wanddurchbrüche und schließen Räume für eine bestimmte Zeit feuerdicht ab.

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Was sind Brandschutztüren?

Die Anforderungen an die Türen durch die ÖNORM EN 13501-2 sind hoch und werden streng geprüft. Im Ernstfall sollen sie schließlich zuverlässigen und möglichst langen Schutz bieten.

Maßgebliches Kriterium hierfür ist neben einer feuerfesten Bauweise, dass die Türen sich auch nach großer Beanspruchung durch Feuer noch öffnen lassen. Weiters müssen sie selbstschließend sein, oder durch eine Feststellanlage geregelt werden, welche sich im Falle eines Feueralarms automatisch löst.

Welche Arten von Feuerschutztüren sind erhältlich?

Die schützenden Türen können gemäß der europäischen Norm in verschiedene Feuerwiderstandsklassen unterteilt werden. Diese reichen von feuerhemmenden bis hin zu hochfeuerbeständigen Türen. Die Klassifizierung erfolgt anhand der Minuten, welche die Tür einem Feuer standhalten kann.

Auch zweiflüglige Türen oder Drehflügeltüren sind erhältlich; diese müssen dieselben Kriterien erfüllen können wie einflüglige Varianten. Dies gilt auch für Glaselemente in den Türen: Das Glas muss ebenso widerstandsfähig sein wie der Rest der Feuerschutztür. Das Türenmaterial kann variieren – sowohl Aluminium und Stahl, als auch Holzwerkstoffe finden Verwendung.

Manche Feuerschutzabschlüsse verhindern zudem mithilfe einer Zusatzausstattung das Durchdringen von Rauch. Alternativ können zusätzliche Rauchschutztüren montiert werden, welche allerdings einen geringeren Feuerwiderstand vorweisen und somit keinesfalls einen Ersatz darstellen.

Wo werden Feuerschutztüren benötigt?

An welchen Stellen Feuerschutzabschlüsse nach Bauverordnung einzubauen sind, legen die OIB-Richtlinien fest. Diese 2007 beschlossenen Gesetze wurden 2015 zuletzt umfassend erneuert und sind von den einzelnen Bundesländern in die jeweiligen Bauverordnungen zu implementieren.

Die Vorschriften sehen die schützenden Türen als Abschlüsse aller Durchbrüche von feuerfesten Wänden vor. Muss gemäß der Vorschrift eine Brandschutztür montiert werden, ist auch auf die jeweilig geforderte Feuerwiderstandsklasse zu achten.

So werden Brandschutztüren richtig eingebaut

Die Montage einer vor Feuer schützenden Tür sollte streng gemäß der jeweiligen Anleitung vorgenommen werden. Es ist zu beachten, dass sie an Teile angebracht werden muss, die fest mit dem Gebäude verbunden sind. Hierzu zählen beispielsweise Rahmen oder Zargen. Wichtig ist zudem, dass der gesamte Feuerschutzabschluss von einem Hersteller als Komplettsystem produziert wird.

Sobald die Türen beispielsweise durch Keile offengehalten werden, erlischt jeglicher Feuer- sowie Versicherungsschutz.