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Einbruchschutz

Dunkelheit zieht Langfinger an

Wenn die Tage kürzer werden und die frühe Dämmerung Einbrechern Schutz vor dem Entdecken bietet, steigt die Zahl der Einbrüche drastisch an. Im Vergleich zum Sommer wird im Spätherbst und Winter fast doppelt so oft eingebrochen.

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Wie kann man sich am besten schützen?

1. Außenbereiche erhellen: Strategisch platzierte Bewegungsmelder und Scheinwerfer nehmen Einbrechern den Schutz der Dunkelheit.

2. Immer zusperren: Haus- und Wohnungstüren nicht nur ins Schloss ziehen, sondern abschließen. Auch Fenster sollten geschlossen werden.

3. Anwesenheit vortäuschen: Halten Sie das Garagentor geschlossen, auch wenn das Auto nicht in der Garage steht.

4. Rollläden tagsüber hochziehen - nachts schließen: das zeigt dem Einbrecher tagsüber, hier ist jemand zu Hause.

5. Bei Abwesenheit vorsorgen: Wenn Sie verreisen, Lampen am besten durch Zeitschaltuhren steuern lassen. Den Briefkasten leeren lassen.

6. Schlüssel nicht verstecken: Haus- oder Wohnungsschlüssel nie draußen deponieren, Einbrecher entdecken jedes Versteck.

7. In Technik investieren lohnt sich: Fast 40 Prozent der Einbruchsversuche scheitern an extra gesicherten Fenstern und Türen.

8. Alarmanlagen bieten Komfort und Sicherheit: in drei Viertel der Einbrüche werden die Einbrecher in flagranti geschnappt.

Schwachstelle Wohnungstür

Gerade in Altbauten finden sich oft noch alte Wohnungsabschlusstüren mit unzureichend stabilen Türblättern. Sie bieten gegen moderne Einbruchswerkzeuge kaum mehr Schutz und sollten unbedingt mindestens gegen Türen der Widerstandsklasse 2 ausgetauscht werden.

Die Widerstandsklassen im Überblick:

Klasse 1: Die Tür hält einem Einbruchsversuch ausschließlich mittels körperlicher Gewalt stand

Klasse 2: Die Tür hält einem Einbruchsversuch mittels einfachem Werkzeug stand

Klasse 3: Die Tür hält einem Einbruchsversuch mittels so genanntem Kuhfuß stand

Klasse 4: Die Tür hält einem Einbruchsversuch mittels Säge und Schlagwerkzeug stand

Klasse 5: Die Tür hält einem Einbruchsversuch mittels Elektrowerkzeugen stand

Klasse 6: Die Tür hält einem Einbruchsversuch mittels starken E-Werkzeugen stand

Wichtige Tipps, was Sie selbst ändern können

Achten Sie darauf, dass Ihre Tür einen Blindschlitz im Zargenrahmen in Griffhöhe aufweist, damit das Türschloss nicht mit einer Plastikkarte geöffnet werden kann. Von außen verschraubte Beschläge (in der Regel Türknauf mit Langschild) sollten unbedingt durch von innen her verschraubte Sicherheitsbeschläge ersetzt werden.

Über den Türbeschlag nach außen hin hervorstehende Schließzylinder können vom Einbrecher leicht mit der Rohrzange abgedreht werden. Tauschen Sie den alten Beschlag gegen einen bündig mit dem Zylinder abschließenden Sicherheitsbeschlag aus und bauen Sie einen kürzeren Schließzylinder ein, der mit dem alten Beschlag bündig abschließt.

Ein zu kurzes und zu schwaches Schließblech am Türrahmen sollte durch ein diagonal über Eck mit Schwerlastdübeln im Mauerwerk verankertes Sicherheitsschließblech ersetzt werden. Die Länge des Schließblechs sollte nicht unter 25cm liegen.

Gefahrenquelle Erdgeschoss-Fenster

Besonders im Erdgeschoss muss bei Fenstern auf Sicherheit geachtet werden. Statt normaler Fenstergriffe sollten Sie abschließbare Griffe verwenden, die Einbrecher nicht so leicht knacken können. Lichtschächte im Kellerbereich versehen Sie am besten mit Gitterosten mit Abhebesicherung.  

Achtung bei Rolläden

Rolläden werden mit einer Hebesperre sicherer, die sich auch nachträglich problemlos einbauen lässt. Im Erdgeschoss sollten leichte Kunststoff-Rolläden gegen stabilere aus Holz oder Metall ausgetauscht werden. Auch massive Klapp- oder Schiebeläden sind ein guter Schutz gegen Eindringlinge.

Sicherheitstür als erste Wahl

Gerade im Urlaub setzen die Österreicher auf  ihre Mitmenschen. 80 Prozent der Befragten eines Immobilienportals gaben an, dass Freunde oder Familienmitglieder sich um ihr Haus oder ihre Wohnung während der eigenen Abwesenheit kümmern oder zumindest den Briefkasten entleeren. Generell überlegen aber aktuell knapp drei Viertel der Umfrageteilnehmer, Vorkehrungen zum Schutz ihrer eigenen vier Wände zu treffen. Die beliebteste Maßnahme ist dabei die Sicherheitstür mit 71 Prozent. An zweiter Stelle folgt die Anschaffung einer Alarmanlage mit 52 Prozent vor zusätzlichen Türschlössern mit 41 Prozent. Sieht man sich die Umfrage etwas genauer an, zeigen sich Unterschiede bei der Wahl der Sicherheitsmaßnahmen unter den Geschlechtern. "Männer zeigen eine stärkere Tendenz zu technischen Schutzoptionen. Bewegungsmeldern etwa werden von ihnen doppelt so oft genannt wie von Frauen. Auch bei Alarmanlagen gibt es eine deutlich höhere Zustimmung auf männlicher Seite. Frauen hingegen zeigen eine weitaus höhere Präferenz für (Wach-)Hunde und für Safes. Der persönliche Schutz und die Sicherheit von Wertsachen wie Schmuck mit traditionellen, bewährten Mitteln steht bei Frauen mehr im Vordergrund als Technik", erklärt der mit dem Immobilienbereich vertraute  A. Besenböck die unterschiedlichen Vorlieben.

93 Prozent bereit, für Sicherheitsmaßnahmen Geld auszugeben

Fragt man die Österreicherinnen und Österreicher danach, was ein mehr an Sicherheit für die eigene Immobilie kosten darf, zeigt sich eine deutliche Bereitschaft zur Investition. Knapp ein Drittel der Befragten können sich vorstellen, bis zu 1.000 Euro für Sicherheitsmaßnahmen auszugeben, 23 Prozent sogar bis zu 2.000 Euro. Ausgaben bis zu 5.000 Euro für Alarmanlagen oder Sicherheitstüren können sich immerhin noch 15 Prozent der Umfrageteilnehmer vorstellen, darüber hinaus nur noch 3 Prozent. Dagegen ziehen 22 Prozent aber schon bei 500 Euro die Grenze. Erstaunlich niedrig, nämlich 7 Prozent, ist die Anzahl derer, die kein Geld für Schutzmaßnahmen für die eigenen vier Wände aufbringen wollen.

Ein Fünftel aller Befragten kann sich sogar vorstellen aus Sicherheitsgründen umzuziehen. Davon sind 43 Prozent bereit bis zu 10 Prozent an Mehrkosten gegenüber einer Standardimmobilie zu bezahlen. 17 Prozent würden sogar bis zu 20 Prozent mehr für eine sicherere Wohnung oder ein sichereres Haus ausgeben. Kosten über 20 Prozent oberhalb eines durchschnittlichen Wohnobjekts können und wollen nur 10 Prozent tragen. 29 Prozent der Umzugswilligen können sich eine Übersiedlung vorstellen, wollen aber keine Mehrkosten dafür in Kauf nehmen.

Einfache Regeln zur Einbruchsverhinderung

Effektiver Schutz gegen Einbrecher fängt bei einfachen Verhaltensregeln an. Angekippte Fenster und Terrassentüren sind nahezu eine Einladung für Diebe, nur ins Schloss gezogene Türen stellen kaum ein Hindernis dar. Bei längerer Abwesenheit empfehlen Sicherheitsexperten, über Zeitschaltuhren zeitweise Räume zu beleuchten und so Anwesenheit vorzutäuschen.

Den wirkungsvollsten Schutz bietet die richtige Sicherheitstechnik, denn ein Drittel aller Versuche scheitert bereits an geeignetem Einbruchschutz. Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern z.B. das sekundenschnelle Öffnen einer Terrassentür mit einem Schraubendreher.

Sollte dennoch etwas passieren, ist der Versicherungsschutz wichtig: Schäden durch Einbruchdiebstahl werden von der Hausratversicherung abgedeckt. Die Telefonleitung sollte unterirdisch ins Haus führen, um zu vermeiden, dass die Täter Sie vollkommen von der Außenwelt abschneiden. Um den Einbrechern ihr Vorhaben zu erschweren, sollten außerhalb der Wohnräume keine Steckdosen angebracht sein, ausgenommen abschaltbare Steckdosen.

Mülltonnen, Gartenmöbel, usw. eignen sich als Aufstiegshilfe und sollten für die Übeltäter unzulänglich aufbewahrt werden. Wertsachen sollten nicht offen in der Wohnung herumliegen, bestmöglich deponiert man Geld, Schmuck und wichtige Dokumente in einem Schließfach bei der Bank.

Wer seine wertvollen Güter jedoch im Haus behalten möchte, kann diese in einem versteckt eingebauten und fest im Mauerwerk verankerten Wertbehältnis oder Safe aufbewahren. Um den Verlust seines Besitzes im Auge behalten zu können, ist es empfehlenswert, eine Liste der wichtigsten Daten seines Wertbestandes anzufertigen.Von schwer zu beschreibenden Gegenständen ist es sinnvoll, ein Foto zu machen.

Beachten Sie, dass diese Fotos und Listen nicht in der Wohnung aufbewahrt werden sollten!

Nachbarn oder Technik als Helfer

Ein Glück, wenn hilfsbereite Nachbarn zur Stelle sind. Sie öffnen morgens die Läden, holen die Post herein, gießen die Blumen - ganz schön viel Arbeit! Wer seine Nachbarn schonen, aber trotzdem Anwesenheit vortäuschen will, der kann möglichen Einbrechern mit ein paar Tricks und cleverer Technik ein Schnippchen schlagen.  

Anwesenheit vortäuschen

Intelligente Zeitschaltuhren bewegen motorisierte Rollläden nach den Zeiten von Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Da diese sich von Tag zu Tag verändern, ist für einen Einbrecher kein Muster zu erkennen. Er scheut dann das Risiko, entdeckt zu werden und hält sich fern. Werden auch Lampen, Radios, Fernsehgeräte mit Zeitschaltuhren versehen, ist die Täuschung perfekt.

Für Briefe und Zeitschriften bietet die Post einen Lagerservice an. Dabei werden alle Lieferungen aufbewahrt und nach der Rückkehr gesammelt zugestellt. Viele Tageszeitungen bieten ihren Abonnenten zudem die Möglichkeit, die während des Urlaubs erscheinenden Ausgaben an gemeinnützige Organisationen zu spenden.  

Blumen nicht vergessen

Pflanzen im Haus oder Garten sind im Sommerurlaub besonders gefährdet. Findet sich keine Pflegehilfe, bieten Tropfschläuche oder Tonkugeln Abhilfe. Sie werden einfach vor der Abreise befüllt und geben das Wasser nach und nach ab. Für den Garten sind automatische Bewässerungssysteme erhältlich. Denn neben geöffneten Rollläden und leeren Briefkästen signalisiert auch ein frisch gegossener Garten: Hier ist jemand zu Hause! So lässt sich der Urlaub in der Ferne unbeschwert und sorgenfrei genießen.

Weitreichende Förderungen in Niederösterreich

Niederösterreich hat eine der umfassendsten Förderungen, wenn es die Sicherheit von Häusern und Wohnungen geht. Gefördert werden Alarmanlagen, Videoüberwachungssysteme in Verbindung mit Alarmanlagen sowie der Einbau von Sicherheitstüren in Mehrfamilienhäusern. Das Land gewährt einen Direktzuschuss in der Höhe von 1000 bzw. 1500 Euro. Um die Förderung ansuchen können natürliche Personen, im speziellen  Haus- und Wohnungseigentümer, Mieter sowie Miteigentümer.

Detaillierte Informationen zur Förderung in Niederösterreich findet man unter Niederösterreich - Förderung für Sicheres Wohnen.

Wien macht Wohnungstüren einbruchsicher

Als Millionenstadt hat Wien im Vergleich zum übrigen Österreich einen vergleichsweise hohen Anteil an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Speziell Wohnungen ab dem zweiten Stock sind in der Regel sicherer als Einfamilienhäuser. Meist ist die Wohnungstür die einzig markante Schwachstelle, durch die Einbrecher in die Wohnung eindringen können.

Aus diesem Grund fördert die Stadt Wien den Einbau von Sicherheitstüren mit einem einmaligen Zuschuss von 20 Prozent der Kosten, maximal aber 400 Euro pro Türflügel. Unterstützung gibt es ausschließlich für einbruchshemmende Wohnungseingangstüren ab der Widerstandsklasse 3, welche nach der ÖNORM B5338 geprüft und gekennzeichnet sind. Die Wohnungen müssen älter als 20 Jahre sein, die Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in der betreffenden Wohnung haben.

Details unter: Wien - Einbruchshemmende Wohnungstüren

Oberösterreich setzt auf Alarmanlagen

Das Land Oberösterreich unterstützt den Einbau von Alarmanlagen. Gefördert werden Eigentümer und Mieter von Eigenheimen, Eigentumswohnungen und Mietwohnungen. Um in den Genuss einer Förderung zu gelangen, muss die Alarmanlage den ÖNORMEN EN 50130, EN 50131 und EN 50136 entsprechen. Gefördert werden 30 Prozent der anerkannten Investitionskosten, maximal aber 1000 Euro in Form eines direkten Zuschusses. Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass der Antragsteller den Hauptwohnsitz in dem Haus bzw. der Wohnung hat.

Details:  Förderungen des Landes Oberösterreich - Einbau einer Alarmanlage

Burgenland - Sicherheitstüren und Alarmanlagen

Im Burgenland zeigt man sich hinsichtlich der Förderung von sicherem Wohnen großzügig. Das Land fördert den Einbau von Alarmanlagen und Sicherheitstüren mittels einem nicht rückzahlbaren Zuschuss. Gefördert werden in beiden Fällen maximal 30 Prozent der  Investitionskosten,

Maximalbetrag sind jeweils 1000 Euro. Sicherheitstüren müssen mindestens die Sicherheitsklasse 2 aufweisen und so wie Alarmanlagen von professionellen Unternehmen eingebaut werden. Unterstützt  werden auch hier ausschließlich jene Personen, die ihren Hauptwohnsitz im Burgenland haben.

Details: Burgenland.at - Wohnbauförderung - Sicheres Wohnen

In den meisten anderen Bundesländern hat es vor einigen Jahren befristete Förderprogramme für Alarmanlagen bzw. Sicherheitstüren gegeben. Diese Programme haben sich in der Regel auf das Jahr 2010 beschränkt bzw. sind spätestens Ende 2012 ausgelaufen. Wer  bei Förderungen auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte auf jeden Fall die zuständigen Stellen der jeweiligen Landesregierung kontaktieren, zumal sich das Ausmaß und die Höhe von Förderungen von Jahr zu Jahr ändern können.

Einbruchschutz nicht erst vor dem Urlaub überdenken

Einbrecher wägen Chancen und Risiken ab - vor allem wenn man es mit Profis zu tun hat. Je höher die Wahrscheinlichkeit nicht entdeckt zu werden und je höher die vermutete Beute, desto höher ist das Risiko dass in ein Haus oder eine Wohnung eingebrochen wird. Neben der kalten Jahreszeit in der es früh dunkel wird sind es die Urlaubszeit und Feiertage, an denen Täter verstärkt zuschlagen.

Langfristig denken

Alarmanlagen, Sicherheitstüren und Tresore sind Maßnahmen, die während des ganzen Jahres vor Kriminellen schützen. In Zeiten längerer Abwesenheit erweisen sie sich allerdings als besonders sinnvoll. Während Häuser in der Regel unzählige Schwachstellen und damit leichte Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher bieten, lassen sich viele Wohnungen bereits erheblich  sicherer machen, indem man die herkömmliche Wohnungstür durch eine Sicherheitstür ersetzt. Der Einbau einer Sicherheitstür dauert in der Regel wenige Stunden - in vielen Bundesländern wie etwa in Wien gibt es dafür auch Förderungen. Wer in einer Wohnung wohnt und  noch einige Zeit bis zum Urlaub hat, sollte sich ernsthaft Gedanken über den Einbau einer Sicherheitstür machen.

Last Minute Sicherheit

Wenn der Urlaub unmittelbar bevor steht, helfen nur noch kurzfristige Maßnahmen. Diese tragen vor allem dazu bei, dass das Haus auf den ersten Blick bewohnt aussieht. Außerdem sollen sie verhindern, dass Einbrecher Werkzeuge und Hilfsmittel vor Ort vorfinden. Ein gutes Einvernehmen und Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft ist entscheidend, wenn es darum geht gegenüber Einbrechern Anwesenheit zu simulieren. Folgende Maßnahmen können dazu beitragen, dass das Eigenheim während der Abwesenheit nicht zur Zielscheibe von Einbrechern wird.

Einbruchscheckliste für den Urlaub

  • Post von Nachbarn regelmäßig aus dem Briefkasten entfernen lassen
  • Fußmatten vor Wohnungstüren nach der Reinigung wieder herunter klappen lassen
  • Die Mülltonnen sollen nach der Entleerung bald wieder an ihrem gewohnten Standort stehen
  • Licht, TV und Radio durch Zeitschalt-Uhren regelmäßig an und ausgehen lassen, Stecker mit Zeitschalt-Funktionen gibt es relativ günstig in jedem Baumarkt zu kaufen
  • Unbelebte Einfahrten ohne geparkte Autos erregen den Verdacht von Einbrechern, darum Zweitwagen während des Urlaubs nicht in der Garage sondern davor parken
  • Häuser mit heruntergezogenen Jalousien weisen ebenfalls darauf hin, dass niemand im Haus ist, Jalousien deshalb besser oben lassen
  • Keine Hinweise auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Netzwerken wie Facebook hinterlassen, dass man längere Zeit außer Haus ist
  • Im Fall von längeren Aufenthalten den Garten nicht verwildern lassen, ebenso das  Swimming-Pool oder Gartenteich regelmäßig säubern lassen
  • Keine Leitern, Gartenmöbel und alles andere, was Einbrecher als Aufstiegshilfe verwenden könnten im Freien herumstehen lassen
  • Keine Werkzeuge, die Einbrechern dienlich sein könnten im Garten liegen lassen
  • Alarmanlage wenn vorhanden scharf stellen, alle Fenster schließen, alle Schlösser der Eingangstür absperren
  • Bargeld und Wertgegenstände in ein Schließfach einer Bank bringen oder in den hauseigenen Tresor legen
  • Sicherstellen, dass alle Anforderungen der Haushaltsversicherung erfüllt sind, damit die Versicherung im Falle eines Einbruchs auch tatsächlich zahlt
  • Für den Fall des Falles Fotos von sämtlichen Wertgegenständen machen
  • Im Urlaub richtig entspannen und nicht mehr an die Sicherheit im Haus denken
  • Nach dem Urlaub sich bei den Nachbarn für die Unterstützung erkenntlich zeigen und schlussendlich darangehen, auch längerfristige Maßnahmen hinsichtlich Einbruchssicherheit - wie etwa die Installation einer Alarmanlage - setzen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Eigenheim oder die Wohnung sicherer gegen Einbrecher zu machen. Ein gewisses Restrisiko bleibt immer, aber wer sich so gut wie möglich absichert, kann und sollte entspannt und sorgenfrei in den Urlaub fahren.

Um sich vor Einbrechern zu schützen, muss man sein Heim nicht unbedingt in eine uneinnehmbare Festung verwandeln. Ein paar zentrale Punkte minimieren das Risiko, von Einbrechern heimgesucht zu werden.

Gute Kontakte zu Nachbarn pflegen

Eine gute Nachbarschaft ist Gold Wert, wenn es darum geht gemeinsam gegen Einbrecher vorzugehen. Wer seine Nachbarn bitten kann, während des Urlaubs oder der Geschäftsreise das Haus bewohnt aussehen zu lassen, hat schon Einiges gegen Einbrecher getan. Wichtig ist, dass der Postkasten regelmäßig ausgeräumt wird und auch der Garten den Eindruck vermittelt, als ob gleich jemand um die Ecke biegen würde. Wer die Nachbarskinder während seiner Abwesenheit in der Einfahrt spielen lässt, erzielt einen ähnlichen Effekt.

Geräte und Werkzeuge sicher verstauen

Um sich am Weg zum Tatort nicht verdächtig zu machen, arbeiten Einbrecher meist mit leichten und in der Regel sehr einfachen Werkzeugen. Ein simpler Schraubenzieher, mit dem sich viele Fenster problemlos aushebeln lassen gehört zur Standardausrüstung der meisten Einbrecher. Schwerere Werkzeuge besorgen sich Kriminelle meistens vor Ort. Wichtig ist daher Leitern, aber auch alles andere was als Aufstiegshilfe verwendet werden kann - etwa Gartenmöbel oder Mülltonnen - sicher zu verstauen. Gleiches gilt für Geräte, mit denen Fenster und Türen eingeschlagen werden können, beispielsweise Krampen oder Schaufeln.

Auf Hinweise achten

Viele Einbrecher spähen das Objekt der Begierde im Vorfeld der Tat aus, um dann im passenden Moment zuschlagen zu können. Einbrecher, die in organisierten Banden operieren lassen Objekte von eigens angeheuerten Spähern auskundschaften. Wer Fußspuren in Gartenbeeten oder umgeknickte Zweige an Büschen entdeckt sollte hellhörig werden, wenn sich diese nicht erklären lassen.

Licht und Schall

Licht ist ein wesentliches Element, wenn es darum geht Einbrecher abzuschrecken. Lichter in Häusern vermitteln den Eindruck, dass sich Menschen darin aufhalten. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn Radio- oder Fernsehgeräte zu bestimmten Zeiten an und wieder abgeschaltet werden.  Die meisten Einbrecher dringen von Stellen im Garten in Häuser ein, wo sich Fenster oder Türen möglichst ungestört aufbrechen lassen. Bewegungsmelder und eine gute Beleuchtung im Außenbereich sorgt dafür, dass Einbrecher nicht im Schutz der Dunkelheit agieren können.

Fenster und Türen sichern

Gewusst wie, lassen sich ungesicherte Fenster und Türen mittels einfachster Werkzeuge in Windeseile aufbrechen. Querriegel an Türen und günstige Zusatzbefestigungen an Fenstern machen es Einbrechern deutlich schwerer. Noch besser ist der Einbau von einbruchsicheren Fenstern oder Türen. Kriminelle die ein ein Haus einsteigen wollen stehen unter einem enormen Zeitdruck - bei einem Einbruchsversuch steigt mit jeder Sekunde die vergeht das Risiko erwischt zu werden. Jedes noch so vermeintlich kleine Hindernis macht somit einen Einbruch riskanter.

Alarm schlagen

Alarmanlagen sind ebenfalls ein effektives Mittel, wenn es darum geht Einbrüche zu verhindert. Einerseits schreckt bereits das Vorhandensein von Alarmanlagen potenzielle Täter von vornherein ab. Andererseits werden Einbruchsversuche durch Alarmsysteme empfindlich gestört. Voraussetzung dafür ist, dass die Alarmanlage auch tatsächlich eingeschaltet ist, richtig funktioniert und dass sie von Einbrechern nicht außer Gefecht gesetzt werden kann.

Die wenigsten Wohnhäuser lassen sich mit gängigen Methoden 100 Prozent einbruchsicher machen. Durch einen Mix aus unterschiedlichen Maßnahmen lässt sich die Attraktivität eines Objekts für Einbrecher aber auf ein Minimum reduzieren.

Eingangstür

  • Türen sind entsprechend ihrer einbruchshemmenden Wirkung in Widerstandsklassen von ET1-ET3 eingeteilt.Die Eingangstür sollte Widerstandsklasse ET1 entsprechen.
  • Sind die Türzargen fest mit dem Mauerwerk verbunden?
  • Gibt es einen Blindschlitz auf Griffhöhe im Zargenrahmen, so dass das Aufmachen mit einer Plastikkarte nicht möglich ist?
  • Sind die Türrahmen in Griffhöhe verstärkt?

Türschild und Beschläge

  • Sind die Beschläge von innen verschraubt bzw. liegen die Scharniere innen?
  • Besitzt das Türschild eine Schließzylinderabdeckung?
  • Hat die Tür Mehrpunktverriegelungen oder Querriegel?

Schlösser

  • Verfügt die Außentür über eine Türbandsicherung und/oder ein Zusatzschloss?
  • Hat das Schloss einen Sicherheitszylinder mit Kernziehschutz, dass kein Aufbohren möglich ist?
  • Kann der Schlossriegel durch mindestens 2 Umdrehungen verriegelt werden?
  • Reicht der Riegel mindestens 1 cm in das Schließblech?
  • Ist das Schließblech im Mauerwerk verankert?
  • Ragt der Sicherheitszylinder weniger als 3 mm aus dem Beschlag heraus?

Hinter- und Kellertür

  • Haben diese Türen dasselbe Sicherheitsniveau wie die Eingangstür?

Fenster und Fenstertüren

  • Verfügen Schiebetüren über ein separates Schiebetürenschloss?
  • Sind die Fenstergriffe abschließbar?
  • Gibt es Beschläge und Verriegelungen zwischen Fenster und Rahmen, die das Aufhebeln verhindern?
  • Haben Sie Gardinen, die den Einblick in die Wohnung verhindern?
  • Ist die Verglasung aus Verbundglas?

Fenstergitter und Gitterroste über Kellerschächten

  • Ist der Abstand zwischen den Gitterstangen weniger als 10 cm?
  • Sind die Stäbe mindestens 2 cm dick?
  • Sind die Querverstrebungen verschweißt?
  • Sind die Gitterroste gegen Abheben gesichert?
  • Sind die Enden der Gitterstäbe am Ende aufgespreizt und mindestens 8 cm in der Wand verankert?

Rollläden

  • Sind die Rollläden aus Stahl, doppelwandigem Aluminium oder Holz? Rollläden in Leichtbauweise (Kunststoff) bieten, selbst wenn sie verschließbar sind, keinen ausreichenden Schutz.
  • Sitzen sie in fest verankerten Führungsschienen?
  • Haben sie eine automatische Hochschiebesperrung?

Alarmanlagen

  • Ist die Alarmanlage an eine 24-stündige Notrufzentrale angebunden?
  • Wenn nicht, sind wenigstens Nachbarn, Hausmeister, Freunde, Familie und örtliche Polizei informiert, was zu tun ist, wenn die Alarmsirene anspringt?
  • Werden Sie über Handy, Internet oder automatischen Anruf selbst informiert bei Alarm?

Terrasse und Geräteschuppen

  • Ist Ihr Garten bzw. Ihre Terrasse frei von Gegenständen, die ein Einbrecher zum Klettern benutzen könnte (z.B. gestapeltes Holz, Stühle oder Mülltonnen)?
  • Sind die Außensteckdosen abschaltbar?
  • Verfügt das Haus über Bewegungsmelder, die das Licht einschalten, wenn jemand den Garten betritt oder sich dem Haus nähert?

Anbauten, Garagen, Pergola

  • Sind niedrige Anbauten so nah am Haus, oder gibt es eine Pergola, so daß ein Einbrecher Zugang zu Fenstern in oberen Stockwerken haben könnte?
  • Ist das Garagentor an drei Stellen verriegelbar?