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Carport

Carport: Entscheidungshilfe für den Kauf

Wer sein Auto vor Wind und Wetter schützen will, spendiert ihm ein Dach über dem "Kopf". Ein Carport bietet nicht nur eine Vielzahl von gestalterischen Möglichkeiten, sondern nach Wunsch auch geschlossene Seitenwände und ein Fronttor.

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Der übliche Baustoff eines Carports ist Holz.

Holzarten: Fichte, Kiefer, Lärche und Tropenhölzer

Lärchenholz ist von Natur aus ziemlich widerstandsfähig, auch bei wechselnder Feuchtigkeit im Boden. Fichten- und Kiefernhölzer müssen für solche Zwecke kesseldruckimprägniert sein. Bis auf wenige Ausnahmen liefern die Hersteller heute ihre Hölzer nur noch mit diesem Schutz an den Endverbraucher.  

Form des Carports

Es gibt verschiedene Größen, wodurch auch Platz für mehrere Autos, ein Motorrad oder Gartengeräte geschaffen werden kann. Hauptstilelement ist meistens die Dachform. Man kann sich für ein schiefer- oder ziegelgedecktes Sattel- oder Walmdach entscheiden, aber ebenso für ein Flachdach aus Stahl-, Aluprofil- oder PVC-Lichtwellplatten. Auch ein begrüntes Flachdach ist möglich. Desweiteren muss entschieden werden, ob man für die Seiten Gitter, durchgehende Wandelemente oder Fachwerk bevorzugt, oder ob die Seiten des Carports ausschließlich die Pfosten zieren, auf denen das Dach ruht.

Entscheidungshilfen für den Kauf

Wer das Holz schon vor dem Kauf genau unter die Lupe nimmt, kann sofort Schlimmes vermeiden: Weisen die Hölzer eine gleichmäßige, frische Farbe auf, deutet das auf gutes Material hin. Ist das Holz aber bläulich, rotbraun oder gar weiß verfärbt, könnte es von Schädlingen befallen sein. Auch die Jahresringe geben Auskunft über die Materialqualität. Liegen sie sehr eng aneinander, ist der Baum eher langsam gewachsen und das Holz fester. Nicht zuletzt sollte man auch auf seine Nase vertrauen - wenn das Holz muffig riecht, lässt man es besser liegen.

Darüber hinaus gelingt mit einem Carport die optische Integration sonstiger Gartenhölzer wie Pergolen, Zäune, Gartenmöbel usw. mit dem verwendeten Baustoff Holz deutlich einfacher. Durch die permanente Luftzirkulation wird das Fahrzeug zu jeder Jahreszeit vor schädlichen Einflüssen geschützt. Im Winter friert es nicht zu und im Sommer bleibt der Innenraum angenehm kühl.

In dem Bereich der massiven Holzcarports findet seit kurzem vermehrt die "neue" Holzart Douglasie vermehrt Einzug. Das Holz des in Europa beheimateten Nadelbaums zeichnet sich durch lange Haltbarkeit aus - auch ohne chemischen Holzschutz. Darüber hinaus ist die Douglasie verzugsärmer als andere Nadelholzarten. Das helle Holz kann naturbelassen verarbeitet werden. Es eignet sich aber ebenso gut zur individuellen Farbgestaltung mit Lasuren oder deckenden Farben. Optimalerweise sollte das Carport an jede örtliche Gegebenheit angepasst werden. Die Konstruktion ist dann so ausgelegt, dass alle Holzteile schnell und einfach auf das erforderliche Maß gebracht werden können.  

Carports von der Stange

Nichts gegen das Carport von der Stange. Er ist leicht aufzubauen und in der Regel auch recht preiswert. Aber wer sagt, dass ein Serien-Carport nicht auch verändert werden kann? Zum Beispiel lässt er sich an den Seiten durch entsprechende Rankgitter und Seriensichtschutzzäune attraktiv verkleiden und sogar mit einem richtig schönen Dach krönen.  

Vor Beginn offene Fragen klären

Vor Errichtung des Carports bzw. grundsätzlich eines Bauwerks sollten Sie sich an das zuständige Bauamt wenden. Außerdem sollte geklärt werden, welcher und wie viel Platz für den Carport zur Verfügung steht. Können auch die Fahrgäste bei dieser Carport-Größe noch bequem ein- und aussteigen?  Ist der vorgesehene Raum nutzbar, d. h. besteht eine Einfahrtsmöglichkeit, ein Zuweg zur Straße usw.? Soll es zusätzlichen Stauraum für zum Beispiel Fahrräder geben?

Beim Bauamt ist weiterhin festzustellen, ob die geplante Konstruktion genehmigungspflichtig ist. Die eventuelle Errichtung des Carports an der Grundstücksgrenze sollten Sie vorher mit Ihrem Nachbarn abstimmen.

Faktor Nutzungsdauer

Carport und Garage sind der Witterung ausgesetzt. Holz muss regelmäßig gepflegt werden. Wer dies nicht macht, parkt eines Tages unter morschen Balken. Im Gegensatz dazu sind Massiv- und Fertiggarage unverrottbar. Einziger Schwachpunkt: das Flachdach. Während Massivgaragen zumeist ein Steildach haben, ist bei Fertiggaragen das Flachdach am häufigsten zu finden. Anfällig sind Drainagesysteme, die verschmutzen können und Flachdachabdichtungen, die verhindern sollten, dass Feuchtigkeit eindringen kann.

Faktor Stauraum

Beim Carport ist ein extra Schuppenanbau erforderlich, der im Idealfall auch abschließbar ist. Geschlossene Garagen bieten bei entsprechender Größe ausreichend Stauraum, der sogar mit einer Zwischenwand von der Parkfläche getrennt werden kann. Wer allerdings in Fertiggaragen schwere Gegenstände lagern möchte, muss unbedingt die maximale Belastbarkeit des Bodens beachten. Sandsäcke, Fliesenstapel oder eine Hobbydrehbank sind häufig schon zu schwer und können Schäden hervorrufen.

Faktor Klima

Sommer wie Winter bieten alle drei Varianten Schutz vor Sonne und Niederschlägen. Unterm Carport herrschen allerdings immer Außentemperaturen. Zwar kann Feuchtigkeit beim offenen Carport gut wegtrocknen, doch können im Winter bei Frost Scheiben und Türschlösser einfrieren. Ähnliche Probleme gibt es auch in der Fertiggarage. Im Winter regiert auch drinnen der Frost. Abtauender Schnee kann auf dem Betonboden stehen bleiben und gefrieren. Im Sommer heizt sich die Fertiggarage bei Sonneneinstrahlung sogar stark auf. Grund dafür ist die mangelhafte Dämmfähigkeit von Beton, die weder Hitze noch Kälte abhalten kann.

In der Praxis bewährt hat sich unter anderem die Ziegelgarage, weil diese sogar bei extremer Hitze deutlich kühler und im Winter frostfrei ist. Experten führen dies auf "klimaregulierende Eigenschaften" des Ziegels zurück. Dazu zählen natürliche Wärmedämmung, Wärmespeicherung und Feuchteregulierung.

Fazit: Wer "nur" einen Unterstand für sein Auto sucht, um nicht im Regen stehen zu müssen, ist mit einem Carport gut beraten. Mehr Komfort bieten Garagen. Wer außer seinem Auto auch Fahrräder, Gartengeräte oder ein paar Vorräte lagern möchte, ist mit einer gemauerten Garage auf der sicheren Seite. Es lohnt sich auf jeden Fall, außer auf den Preis auch auf praktische und nutzungsabhängige Faktoren zu achten.