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Beton

Bauen mit Beton

„Schlamm, Erdharz, Erdpech“ lautete im Lateinischen die Bezeichnung für Beton. Die grundlegende Idee zur Herstellung eines Baustoffes durch die Vermischung verschiedener Materialen liegt bereits etwa 14.000 Jahre zurück. Über die Griechen gelangten das Wissen und die Technik zu den Römern.

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Dann fiel der Schatten des Mittelalters auch über die Kenntnisse der Betonherstellung. Erst um 1700 wurde der Baustoff wieder entdeckt und an der Weiterentwicklung gearbeitet. Mit der Erfindung des Stahlbetons durch den Franzosen Joseph Monier am Ende des 19. Jahrhunderts begann die Etablierung des Betons in der Bauwelt.  

Negatives Vorturteil

Vielleicht ist es seine Festigkeit, vielleicht auch einfach das in manchen Augen triste graue äußere Erscheinungsbild - auf jeden Fall haben sich im Laufe der Zeit durchwegs negativ besetzte Metaphern vom grauen Baustoff abgeleitet - Stichwort: "Betonkopf".

Dabei hat sich der Beton diesen schlechten Ruf nicht verdient. Beton war, wenn man so will, der Baustoff des 20. Jahrhunderts. Die Architekten der Nachkriegszeit entdeckten die Betonplatte und bauten riesige Wohnhaussiedlungen. Die "Platte" wurde zum Sinnbild jener Zeit.

Durch seine vielen Vorteile erfreut sich das Zementgemisch auch heute noch großer Beliebtheit und findet vor allem auch im privaten Hausbau immer öfter Verwendung. Geradezu symbolisch ist hierfür eine Idee aus Ostdeutschland. Hunderttausende Plattenbauten sollen abgerissen und die alten Betonteile zum Neubau von modernen Einfamilienhäusern verwendet werden.

Auf die Dichte kommt es an

Für die unterschiedlichen Einsatzorte (Fundamente, Decken, Mauern etc.) gibt es unterschiedliche Arten von Beton mit jeweils unterschiedlicher Rohdichte. Je höher die Dichte ist, desto höher ist auch die Druckfestigkeit des Betons. Doch auch die Wärmeleit- und -speicherfähigkeit sowie die Werte für die Schalldämmung steigen mit zunehmender Rohdichte.  

Beton für alle Anforderungen

Normalbeton mit einer Rohdichte zwischen 2.000 und 2.800 kg/m3 ist der gewöhnlich für Fundamente, Decken, Bodenplatten und Kellerwände verwendete Baustoff. Wird Normalbeton mit Teppichbelägen, schwimmenden Estrichen oder Wärmedämmstoffen kombiniert, kann er alle Anforderungen an Außen- und Innenbauteilen hinsichtlich des Wärme-, Feuchte-, Brandschutz- und Schallschutzes erfüllen. Vorgefertigte Bauteile aus Beton bieten gerade beim Flächen sparenden Bauen besondere Vorteile, denn sie ermöglichen etwa die variable Raumaufteilung durch große Spannweiten und sparsame Querschnitte. Eine weitere, besonders rationelle Variante, ist der Transportbeton, der als Frischbeton direkt auf der Baustelle in die vorbereitete Schalung eingebracht werden kann.

Niedrigere Wärmeleitfähigkeit als Fichtenholz

Das Thema Wärmedämmung wird besonders dann interessant, wenn man es um den sogenannten Leichtbeton geht. Bis zu einer Rohdichte von 2.000 kg/m3 spricht man von Leichtbeton. In den Rohdichtebereichen von 400 bis 800 kg/m3 fallen die sehr leichten Betone, wie Porenbeton und haufwerksporiger Leichtbeton.

Dies sind zum Beispiel Hohlblock- und Vollblocksteine, Mauersteine also, die sich aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit für einschichtige Außenwände eignen. Sie erreichen mit 0,12 W/m2K sogar einen niedrigeren Rechenwert der Wärmeleitfähigkeit als Fichtenholz und damit den niedrigsten Wert von Mauerwerk überhaupt.