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Wohnung mieten - Infos auf einen Blick

Darauf ist bei der Suche zu achten

Gerade in den Ballungszentren wie Wien, Salzburg oder Innsbruck lebt ein Großteil der Bevölkerung zur Miete. Wer sich dazu entscheidet, eine Wohnung zu mieten, sollte bei der Suche allerdings einige wichtige Faktoren in Evidenz halten.

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Die Vorteile einer Mietwohnung

Bei Immobilien sind die Instandhaltungskosten nicht zu verachten. Ein neuer Anstrich, ein neues Dach oder die Sanierung der Heizungsrohre kostet schnell mehrere tausend Euro. Wer eine Wohnung nur mietet und nicht besitzt, kann für diese Kosten nicht direkt belangt werden. Zwar kann der Vermieter die Höhe der Miete an den Mietpreisindex anpassen und aufgrund von notwendigen Sanierungsmaßnahmen erhöhen, eine Verteilung der Gesamtkosten auf die Mieter ist aber nicht erlaubt.

Eine Mietwohnung ist außerdem eine relativ sichere Wohnform. In Österreich ist der Mieterschutz sehr stark ausgeprägt, eine Kündigung ist nicht so einfach möglich. Der Vermieter muss triftige Gründe vorbringen, und auch dann kann sich der Mieter beim österreichischen Mieterschutz, der seine Interessen vertritt, Hilfe suchen. Eine plötzliche Kündigung ist somit kaum möglich.

Worauf sollte bei der Wohnungssuche geachtet werden?

Bevor mit der Suche nach einer geeigneten Wohnung begonnen werden kann, sollten einige Fragen geklärt werden. Die wichtigsten Punkte sind dabei wohl Größe, Lage und Preis der Wohnung, die im optimalen Verhältnis zueinander stehen müssen. Das gestaltet die Wohnungssuche nicht unbedingt einfach, denn gerade in beliebten Gegenden sind bezahlbare Wohnungen rar. Die Entscheidung wird oft auch durch bisher gesammelte Erfahrungen beeinflusst: War das Badezimmer in der alten Wohnung zu klein? Fehlte der Balkon? Oder war die Wohnung zu hellhörig? Wer eine Wohnung mieten will, sollte sich also genau bewusst machen, wonach er sucht. Entscheidend ist hier durchaus auch der Wohnungstyp.

Immobilien suchen in Österreich

Welcher Wohnungstyp ist der passende?

Bei der Suche ist immer ratsam, sich nach einem bestimmten Wohnungstyp zu orientieren. Allerdings solle immer die Bereitschaft zu Kompromissen vorhanden sein, da der gewünschte Wohnungstyp eventuell nicht in der bevorzugten Lag zu finden ist. Meist ist auch der finanzielle Rahmen entscheidend. Ein Loft oder Penthouse besitzt eine große Wohnfläche und luxuriöse Ausstattung, das Mieten dieser Wohnungen ist demnach mit hohen Kosten verbunden. Kleine Wohnungen, wie etwa eine Garçonnière, sind aufgrund der geringen Größen eher preisgünstig und besonders für Singles oder Studenten geeignet. Das Wohngefühl eines Hauses vermittelt eine Maisonette durch ihre Aufteilung über mindestens zwei Etagen. Diesen Typ Wohnung zu mieten bietet sich an, wenn der Traum vom eigenen Haus noch nicht erfüllt werden kann. Dasselbe gilt für ein Parkappartement, das aber durch die Toplage entsprechend teurer ist. Eine Etagenwohnung bezeichnet Wohnungen ab dem ersten Stock, ihre Zimmer sind alle auf einer Ebene.

Lohnt sich ein Makler?

Sicherlich wird bei der Such nach einer Mietwohnung die Frage aufkommen, ob es sich lohnt einen Makler zu engagieren. Eine Wohnung mieten ohne Makler erscheint zwar auf den ersten Blick günstiger, doch können einige Objekte nur auf diesem Weg gefunden werden. Dank seiner Marktkenntnisse kann er nach den Vorstellungen des Suchenden passende Objekte zur Besichtigung heraussuchen. Dabei beachtet er die Höhe der möglichen Gesamtmiete ebenso wie Wünsche nach einem Sofortbezug oder einem Balkon zur Südseite. Beim Mieten einer Wohnung über einen Makler sollte allerdings in Evidenz gehalten werden, dass er für seine Arbeit eine Provision berechnet. Diese beträgt bis zu zwei Bruttomonatsmieten. Fungiert der Makler als Doppelmakler, vertritt er also sowohl die Interessen des Mieters als auch die des Vermieters, werden die Kosten zu gleichen Teilen aufgeteilt. Eine Wohnung zu mieten geht auch provisionsfrei, wenn sie über eine private Anzeige, etwa auf einem Immobilienportal, gefunden wurde.

Eine Wohnung provisionsfrei mieten

Was bei Käufen noch eher selten ist, ist bei Mietwohnungen gang und gäbe, nämlich das Mieten von privat. Vermieter und Mieter sparen sich dadurch die Provision für den Makler und durch die vielen Muster von Mietverträgen, die es z.B. beim Mieterschutzverband gibt, muss auch kein Anwalt eingeschaltet werden. Wichtig ist jedoch, dass beide Parteien sich entsprechend gut über das Mietverhältnis informieren. Fragen zu den Betriebskosten, den Zahlungsmodalitäten, der Höhe der Miete, der Hausordnung, den Flächen, die zur Mietwohnung gehören usw. sind vor Vertragsunterzeichnung zu klären. Für beide Seiten ist nur dann ein Abschluss des Mietvertrages zu empfehlen, wenn eine angenehme Gesprächsbasis gefunden werden konnte.

Häufige Probleme beim Mieten einer Wohnung von privat

Wer Mietwohnungen privat vermietet weiß nicht immer genau über das Mietrechtsgesetz Bescheid. Dabei gilt: Auch Verträge zwischen Privatpersonen können nicht lax behandelt werden, sondern unterliegen einem Gesetz. So kann der Privatvermieter seinem Mieter z.B. nicht einfach grundlos kündigen. Auch das Erhöhen der Miete nach Gutdünken ist nicht erlaubt, der Vermieter muss sich an den Mietpreisindex bzw. an den Mietspiegel der Region halten. Eine Befristung des Mietvertrags muss mindestens für drei Jahre vereinbart werden. Der Vermieter kann dem Mieter zum Stichtag kündigen, der Mieter kann jedoch schon nach einem Jahr kündigen, muss aber die Kündigungsfrist einhalten.

Sehr heikel wird es oft auch in Bezug auf Reparaturen. Was muss der Mieter zahlen, wofür ist der Vermieter zur Kasse zu bitten? Für Schäden, die am allgemeinen Teil des Hauses entstanden sind, ist der Vermieter zu belangen. Das gilt auch für die Instandhaltung von Thermen, Boilern, Heizungen usw. Kleinere Reparaturen, wie z.B. ein tropfender Wasserhahn oder ein defekter Lichtschalter, muss der Mieter bezahlen, ebenso wie die Wartung von Geräten, sofern dies nicht anders vereinbart wurde. Ist der Mieter seiner Wartungspflicht nicht nachgegangen, muss er im Schadensfall für die Reparatur aufkommen. Deshalb sollten die Wartungsbelege immer aufbewahrt werden. Das ist auch dem Vermieter zu empfehlen, damit er nachweisen kann, dass er sich um die Reparatur bemüht hat und der Mieter nicht so schnell eine Mietminderung vornehmen kann.

Was kostet das Mieten einer Wohnung in Österreich?

Der österreichische Immobilienmarkt ist durch ein deutliches West-Ost-Gefälle gekennzeichnet. Abgesehen von Wien, der teuersten Stadt zum Mieten, sind Mietwohnungen in Tirol, Vorarlberg und Salzburg deutlich teurer als vergleichbare Objekte im Burgenland oder in der Steiermark. Die Miete für eine Wohnung in Niederösterreich lag heuer z.B. im Schnitt bei unter 6,4 € pro m², während in Salzburg durchschnittlich über 8 € bezahlt werden mussten. Natürlich macht auch der Zustand der Wohnung einen Unterschied. Sofern es sich nicht um eine Gegend mit Wohnungsknappheit handelt, sind Mietwohnungen zum Erstbezug ca. 1/3 teurer als gebrauchte Immobilien.

Tipps für die Wohnungsbesichtigung

Ist ein Termin für die Besichtigung vereinbart, sollte sich sorgfältig darauf vorbereitet werden. Ein gepflegtes Aussehen und ein höfliches Benehmen sind natürlich Pflicht, insbesondere bei einem privaten Vermieter, der oft auf subjektiver Basis entscheidet. Zudem sollten alle wichtigen Informationen entweder bereits im Voraus eingereicht worden sein oder zum Termin mitgebracht werden. Dazu gehört etwa eine Selbstauskunft über die Einkommenssituation, damit der Vermieter sichergehen kann, dass der Mietzins regelmäßig entrichtet wird. Natürlich sollte die Wohnung genau angeschaut werden, um etwa Mängel am Objekt festzustellen: Lassen sich Fenster und Türen problemlos öffnen? Gibt es Wasserschäden oder Schimmelbefall? Wie ist die Lärmbelästigung im und um das Haus? Sicherlich wird auch der Makler einige Fragen stellen, etwa zur Anzahl der Personen oder dem Beruf des Interessenten. Zu private Fragen müssen nicht beantwortet werden.

Tipps zur Ausstattung einer Wohnung

Wer noch nie in einer Mietwohnung gewohnt hat, weiß oft nicht, was wirklich notwendig und praktisch ist und was nicht. Sehr zu empfehlen sind Wohnungen, die über ein Kellerabteil verfügen, da meist mehr Hausrat anfällt als gedacht. Auch ein Vorzimmer ist sehr praktisch, da es als Garderobe genutzt werden kann und von dort aus alle Räume erreicht werden können. Außerdem schützt es vor möglichem Lärm in den Hausfluren, wie er vor allem bei älteren Miethäusern oft ein Problem ist. Wer in einer der oberen Wohnungen wohnt sollte bedenken, dass ein Liftstock sehr praktisch sein kann, in vielen Altbauten in den Städten aber nicht vorhanden ist. Auch wenn das für junge Mieter kein Problem sein mag, kann das Schleppen der Einkäufe oder das Tragen derKinder mit zunehmendem Alter mühsam werden.

Für die allererste eigene Mietwohnung ist ein Neubau zu empfehlen, sofern der Mieter nicht schon zuvor in einem Altbau gewohnt hat. Altbauwohnungen sind durch die hohen Decken zwar sehr schön, doch sie sind mit ihrem Parkettboden und den Stuckarbeiten auch pflegeintensiver. Außerdem stehen sie sehr oft unter Denkmalschutz, wodurch schon das Anbringen eines Nagels zum Problem werden kann.