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Ökostrom - Der Umwelt zuliebe

Strom umweltschonend beziehen

Die zur Neige gehenden fossilen Brennstoffe und die steigenden Erdölpreise machen vielen Österreichern bewusst, dass die traditionellen Arten der Energiegewinnung ein Ablaufdatum haben.

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Es wird nach Alternativen gesucht, dem steigenden Bewusstsein für die Umwelt entsprechend sollen sie auch umweltschonend sein. Die Nachfrage nach Ökostrom steigt. Dieser grüne Strom hat neben seiner Nachhaltigkeit viele weitere Vorteile.

Wie kann Ökostrom bezogen werden?

Für die Gewinnung von Ökostrom werden erneuerbare Energiequellen verwendet. Diese sind:

  • Wind,
  • Solarenergie,
  • Wasser,
  • Erdwärme oder auch
  • Biomasse bzw. Klärgas

Für die Endverbraucher ist es wichtig zu wissen, dass sie mit einem Ökostromanbieter den grünen Strom zwar unterstützt, beim Strom aus der Steckdose handelt es sich aber dennoch nicht unbedingt um Naturstrom. Das ist aufgrund der bestehenden Stromleitungen nicht möglich, es müsste sonst für jede Stromart eine eigene Leitung gebaut werden. Wer Ökostrom bezieht, fördert diese Art der Stromgewinnung, d.h. die Ökostromanbieter erhalten die finanziellen Mittel, um mehr grünen Strom zu erzeugen und diesen in das österreichische Stromnetz einzuspeisen.

2006 wurde in Österreich die Ökostromnovelle verabschiedet, laut der Strom von bestimmten Ökostromanlagen abgenommen und in das öffentliche Netz zumindest für einen gewissen Zeitraum übernommen werden muss.

Wie viel Naturstrom gibt es in Österreich?

In Österreich wird der grüne Strom erst seit 2001 angeboten bzw. sind die Lieferanten seitdem zu einer Kennzeichnung der Stromherkunft verpflichtet. Die Anzahl der Anbieter ist noch überschaubar, sie wächst aber von Jahr zu Jahr. Nachdem 2015 ein Zuschlag für diese alternative Stromgewinnung genehmigt wurde, wird diese Tendenz anhalten. Vor allem der Strom aus Windkraft und Photovoltaik soll in Zukunft verstärkt gefördert werden. Diese beiden Methoden sind aktuell auch am effektivsten und bringen den meisten Strom, Biomasse und Biogas machen im Vergleich noch einen sehr geringen Anteil aus.

Woher kommt Österreichs Ökostrom?

Der Großteil des österreichischen Ökostroms, nämlich fast 70 Prozent, stammen aus Wasserkraft, gefolgt von Wärmekraftwerken, die zum Großteil noch mit Steinkohle, Erdgas und Derivaten betrieben werden. Etwa 5 Prozent Energie stammen aus Wind. Der Anteil an erneuerbaren Energiequellen ist aktuell noch sehr gering, jedoch wird sich das in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach ändern.

Was kostet Ökostrom?

Für den Bezug des Stroms gilt eine Ökostrompauschale. Sie richtet sich nach der Netzebene, zu der der Haushalt gehört. Insgesamt gibt es fünf Netzebenen, die sich durch die Höhe der Spannung voneinander unterscheiden. Ebene 3 hat die höchste Spannung, Ebene 7 die niedrigste mit ca. 230  bzw. 400 V. Für Privathaushalte ist Ebene 7 vollkommen ausreichend.

Die Pauschale wurde 2015 neu berechnet und ist zwei Jahre lang gültig. Demzufolge kostet Strom der Netzebene 7 heuer 33 € pro Kalenderjahr und Zählpunkt. Daneben ist noch der Ökostromförderbetrag vom Endverbraucher zu bezahlen. Er liegt bei ca. 0,691 Cent pro kWh.

Was sind die Vorteile von Naturstrom?

Der größte Vorteil ist die Gewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen, mit einer Reduktion der Freisetzung von Kohlendioxid um ca. 80 %. Die Umwelt wird dadurch nicht belastet, der Verbraucher trägt einen wichtigen Teil zu mehr Nachhaltigkeit bei. Mit dem Bezug von grünem Strom wird das Ausweiten des Ökostromnetzes gefördert, wodurch sich in Zukunft ein größerer Markt mit einer besseren Auswahl an Anbietern entwickeln wird.

Worauf ist bei der Auswahl des Ökostromanbieters zu achten?

Wer mit dem grünen Strom Geld sparen möchte, sollte einen Tarif wählen, der zum tatsächlichen Stromverbrauch passt. Wird wenig Strom verbraucht, empfiehlt sich ein Tarif mit Grundgebühr und weiterer Verrechnung pro verbrauchter kWh oder Staffelpreisen, in größeren Haushalten sind Pauschalen oder Tarife mit Preisgarantie sicher die günstigere Variante.

Häufig bieten die Anbieter Rabatte an, wenn der Vertrag mindestens zwei Jahre gebunden wird oder der Verbraucher als Neukunde gewonnen werden konnte. Der Vergleich lohnt sich!

Flex oder Basic – Welcher Tarif ist bei Ökostrom der beste?

Jeder Lieferant von Energie hat für gewöhnlich eine Auswahl an unterschiedlichen Tarifen. Wer seit einigen Jahren einen konstanten Energieverbrauch hat und keine großartigen Veränderungen erwartet, für den empfiehlt sich ein Pauschaltarif. Wird die übliche Menge nicht erreicht, kann es sogar Gutschriften geben. Doch Vorsicht! Umgekehrt sind bei einem Überschreiten der vereinbarten kWh auch Nachzahlungen möglich. Und diese sind deutlich teurer als der Preis für ein kWh im Rahmen der Pauschale.

Wer eine exakte Abrechnung wünscht, für den ist der flexible Tarif besser geeignet. Hier wird nur das bezahlt, was auch tatsächlich verbraucht wird. Allerdings kann dieser Stromtarif jederzeit an den aktuellen Strompreisindex angepasst werden.

Worauf bei einem Energiediscounter zu achten ist

Der Handelsplatz Strom ist in Österreich heiß umkämpft und immer mehr Anbieter scheinen mitmachen zu wollen. Für den Privatkunden hat das den Vorteil, dass es immer wieder günstige Tarife gibt. Besonders Stromdiscounter stechen durch ihr Angebot an Tarifen mit Preisen unter dem Durchschnitt hervor. Das hat meist aber die Bewandtnis, dass nicht zu 100 % Ökostrom geliefert wird. Neben einem Teil Wasserkraft können auch atomare Energiequellen aus dem Ausland oder fossile Brennstoffe verwendet werden. Wer günstigen, aber auch nachhaltigen Strom beziehen will, sollte sich deshalb über die Stromkennzeichnung des Anbieters informieren.

Wer kontrolliert, ob es sich um Ökostrom handelt?

Die Stromkennzeichnung ist für alle österreichischen Stromanbieter Pflicht und wird von der E-Control beaufsichtigt. Die Daten werden in der österreichischen Stromnachweisdatenbank gespeichert. Neben der Herkunft müssen auch der CO2-Ausstoß je kWh und der radioaktive Abfall in Milligramm je kWh angegeben werden.

Das Maximum an Ökostrom mit Photovoltaik

Am günstigsten und meist auch grünsten ist Strom, den ein Haushalt selbst produziert. Photovoltaik oder Solaranlagen sowie Energiesparhäuser bringen eine Energieeffizienz, die mit einem externen Anbieter alleine schon wegen des Verlusts auf den Lieferwegen nicht erreicht werden kann. Mit einem Passivhaus oder Nullenergiehaus leben die Bewohner energieautonom und sparen sich viel Geld für Energiekosten. Zwar ist die Anschaffung und Installation der eigenen Ökostromanlagen teurer als das Verlegen von einfachen Stromkabeln, doch mit attraktiven Förderungen und der Aussicht auf keine bis geringe Energiekosten sehr interessant.

Ökostrom und Biogas – Eine gute Kombination

Wer mit Gas heizt, sollte im ökologischen Sinne Ökogas beziehen. Auch hier ist wie bei den Ökostromanlagen darauf zu achten, ob es sich um reines Biogas oder um einen Tarif mit Biogas-Anteil handelt. Tarife mit 100 % Biogas sind aktuell in Österreich noch recht selten und etwas teurer, aufgrund der Förderungen sind sie aber trotzdem eine gute Alternative zu Gaslieferanten mit hohem CO2-Ausstoß.

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