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Tapezieren - Tipps & Tricks

So gelingt es faltenfrei

Einfarbig oder gemustert, dezent oder leuchtend bunt: Neue Tapeten verändern die Atmosphäre im Raum. Um beim Tapezieren ein perfektes Ergebnis zu erzielen, sind gute Planung und Genauigkeit besonders wichtig.

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Tapetenwechsel - das kann man auch wörtlich nehmen. Denn häufig ist er in den eigenen vier Wänden längst überfällig. Und viel braucht es nicht, um ein Zimmer oder eine einzelne Wand neu zu tapezieren und so die Wohnqualität aufzufrischen oder gar zu steigern.

So wird das benötigte Material berechnet

Damit das Tapezieren reibungslos klappt, ist es zunächst wichtig, die benötigte Menge Tapetenrollen und Kleister richtig zu berechnen. Bei Tapeten ohne Muster und einer Raumhöhe von 2,50 Metern ergibt eine Rolle vier Bahnen an der Wand. Bei Mustertapeten sind es nur drei Bahnen pro Rolle. Denn: Bis das Muster an der Wand stimmt, ergibt sich mehr Verschnitt, den Sie einkalkulieren müssen. Die Anzahl der benötigten Tapetenbahnen errechnen Sie, indem Sie den Raumumfang in Zentimetern durch die Tapetenbreite in Zentimetern teilen. Tipp: Kaufen Sie sicherheitshalber eine Rolle mehr als errechnet, um Fehler ausgleichen zu können. Die Menge des benötigten Kleisters lässt sich mithilfe der Angaben auf den Kleisterpaketen schätzen oder berechnen.

Tapezieren mit Vliestapete oder Papier – gute Vorbereitung hilft

Neben den klassischen Tapeten aus Papier wird auch das Angebot an verschiedenen Vliestapeten immer größer. Vliestapeten bestehen aus Zellstoff und Textilfasern. Sie lassen sich leichter verarbeiten, brauchen jedoch einen speziellen Kleister. Vor dem Tapezieren sollten Steckdosen und Lichtschalter abmontiert und der Untergrund vorbereitet werden. Alte Tapeten lassen sich leichter ablösen, wenn sie vorher mit Wasser und Allzweckreiniger eingestrichen und gründlich eingeweicht werden. Unebenheiten in der Wand sollten Sie vor dem Tapezieren mit Spachtelmasse ausgleichen.

Mustertapeten auf dem Vormarsch

Während über Jahrzehnte die schlichte weiße Raufasertapete die Haushalte beherrschte, erleben nun die Mustertapeten eine Renaissance. Allerdings sind neben echten Retrodecors auch viele neue Farben und Formen auf dem Markt. Vielfach wird die Tapete auch als Accessoire eingesetzt, um im Wohnraum Akzente zu setzen. Der Nachteil bei Mustertapeten: Sie sind schwerer zu kleben als ihre unifarbenen Konkurrenten, denn es muss beim Tapezieren weit akribischer gearbeitet werden als bei den musterlosen Produkten. Wer den heimischen Mittelstand unterstützen möchte, kann natürlich einen professionellen Maler für die Wohnungsverschönerung engagieren.

Dann gilt es einfach nur, genaue Absprachen zu treffen: Welche Wände sollen mit welchen Motiven beklebt werden? Was geschieht mit den Zimmerdecken? Wie viele Rollen müssen veranschlagt werden? Und nicht zuletzt: Wie lange dauert der Einsatz? Doch nach dem Urlaub ist die Kasse meist leer. Alle, die am nächsten freien Wochenende kostengünstig selbst aktiv werden möchten, finden hier einen Leitfaden.

Anleitung zum Tapezieren

Schneiden Sie jeweils mehrere Tapetenbahnen zu. Dabei sollte jede Bahn mindestens fünf Zentimeter länger sein als berechnet. Gründlich eingekleistert müssen die Bahnen in der Regel zehn Minuten einweichen. Achten Sie auf abweichende Angaben des Tapetenherstellers. Wenn die Bahn richtig an der Wand sitzt, kommt es auf das richtige Feststreichen an. Benutzen Sie dafür ein weiches Tuch und streichen Sie von der Mitte der Bahn zu beiden Rändern, damit keine Luftblasen bleiben. Schneiden Sie zum Schluss die überstehenden Ränder unter der Decke und über dem Fußboden weg. Nach dem Tapezieren müssen die Wände bei gleichbleibender Zimmertemperatur rund 48 Stunden lang trocknen, damit sich die Ränder nicht verziehen.

Was bei den Kosten berücksichtigt werden sollte

Hat man einmal den Dreh heraus, ist das Tapezieren nicht schwer. Doch bis dahin ist es durchaus möglich, dass einige Tapezierbahnen am Anfang kaputtgehen und es kann auch Verschnitt geben. Daran sollte beim Kauf der Tapete gedacht werden und ein entsprechender Vorrat gekauft werden. Ein paar Bahnen mehr können nicht schaden. Sollten sie nicht benötigt worden sein, sollten sie aufbewahrt werden, falls eine Tapete mit den Jahren einmal reißt oder verunreinigt wird.

So funktioniert das Entfernen der Tapeten leichter

Wer sich von seiner besten Heimwerkerseite zeigen möchte, wendet beim Entfernen der Tapete einige Tricks an. So wird das Loslösen der Tapetenbahn wesentlich einfacher, wenn sie davor eingeweicht wird. Dabei sollte nicht am Wasser gespart werden, da die warme Lauge, der am besten ein wenig Spülmittel zugefügt wird, bis zum Kleister durchdringen muss. Zum Auftragen eignet sich ein Malerpinsel oder eine Tapetenrolle. Handelt es sich nicht um eine Papiertapete, sondern um eine Raufaser- oder Glasfastertapete, sollte eine Nagelrolle verwendet werden.

Wie hoch sind die Preise für das Tapezieren?

Wer die Wohnung selbst tapeziert, kommt am günstigsten weg. Die Preise für Raufasertapeten beginnen schon bei 7 Euro pro m², nach oben hin gibt es je nach Material und Design kaum Grenzen. Jedoch sollte nicht unbedingt das billigste Produkt verwendet werden: Häufig sind die Tapetenbahnen dann von schlechter Qualität, sie reißen schnell oder werden beim Einkleistern zu weich, und der Hobbyhandwerker kann an der Arbeit scheitern.

Wer die Arbeit lieber dem Profi überlässt, sollte mit ca. 40 Euro pro m² rechnen. Bei der Auftragsvergabe an die Tapezierfirma ist es wichtig, die in diesem Preis enthaltenen Leistungen zu klären. Sonst kann das Spachteln oder Streichen weitere Kosten verursachen. Das Entfernen von Tapeten kostet ähnlich viel wie das Anbringen. Hier muss daran gedacht werden, dass der Profi auch das Entsorgen der Tapete übernimmt.

Worauf beim Tapezieren bei Fenstern und Ecken zu achten ist

Wer noch nie selbst tapeziert hat, diese Arbeit aber erstmals selbst übernehmen möchte, sollte musterlose Tapete verwenden. Denn für das exakte, gleichmäßige Anbringen von Mustern bedarf es einer geübten Hand. Bei Fenstern bzw. Fensterlaibungen sollte die Bahn so zugeschnitten werden, dass sie am Rand noch ca. 1 cm übersteht. Die Seiten der Bahn werden dort, wo die Kante sein soll, ca. 1 cm. eingeschnitten, um das Umknicken zu erleichtern. Ohne Überstand sollte nicht tapeziert werden, da sonst Lücken entstehen können.

Bei Fensterrahmen sollte der Überstand etwas großzügiger gewählt werden. Die Bahn wird an die Wand gedrückt und der Überstand wird mit einem Cuttermesser zugeschnitten. Hier ist höchste Vorsicht geboten, die Tapete soll schließlich lückenlos schließen. Die Abstände vorher abzumessen und die Tapete zuzuschneiden ist bei Fenstern und Fensterlaibungen nicht zu empfehlen.

Bei ebenen Flächen, z.B. zwischen Türstöcken und Steckdosen oder bei schmäleren Randstücken, ist das hingegen kein Problem.

So wird die Mietwohnung tapeziert

Wer eine Mietwohnung tapezieren möchte, sollte erst den Vermieter um Erlaubnis fragen. Denn sonst kann es im Falle eines Auszugs zu Problemen kommen, weil die Wohnung in dem Zustand hinterlassen werden muss, in dem sie bezogen wurde. Deshalb ist es auch zu empfehlen, eine schriftliche Bestätigung einzuholen mit dem Zusatz, dass die Tapete bei Auszug nicht entfernt werden muss.

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