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Die Ängste und Wünsche der Österreicher

So steht es um die Wohnzufriedenheit im Land

Die größten Sorgen und Wünsche von Eigentümern und Mietern – eine GfK-Studie im Auftrag der Helvetia Versicherung liefert hierzu wertvolle Antworten. Lesen Sie die Ergebnisse im Überblick und erfahren Sie, wie Sie die Daten für Ihr Geschäft nutzen können.

Ängste und Sorgen – das treibt Eigentümer und Mieter um

Im Auftrag der Helvetia Versicherungen AG hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Februar 2016 in ganz Österreich eine Befragung zum Thema Wohnen durchgeführt. Dabei wurden Österreicher im Alter von 20 bis 80 Jahren befragt.

Einbrüche, Wohnungs- oder Hausbrände sowie Wasserrohrbrüche lösen bundesweit die größten Ängste aus. Über 50 Prozent der Befragten sorgen sich sehr darum, dass sich Unberechtigte Zugang zu ihrer Wohnung verschaffen und ihr Hab und Gut stehlen. Platz 2 teilen sich die Ängste vor einem Wohnungs- oder Hausbrand sowie vor einem Wasserrohrbruch mit jeweils 38 Prozent.

Die Top-5-Sorgen der Österreicher im Überblick:

  1.  Einbruch
  2.  Wohnungs-/Hausbrand
  3.  Wasserrohrbruch
  4.  unsymphatische Nachbarn
  5.  lärmende Nachbarn

Dabei gibt es regionale Unterschiede: In der Bundeshauptstadt ist beispielsweise die Angst vor Mieterhöhungen oder dem Anstieg der Betriebskosten überdurchschnittlich hoch. Sie treibt hier jeden zweiten Mieter um. Bundesweit sorgt dieses Thema dagegen nur bei 31 Prozent für Bedenken. Auch lärmende Nachbarn bereiten knapp 50 Prozent der Wiener Sorgen – Spitzenwert im bundesweiten Vergleich.

Weiters sticht das Burgenland mit Ängsten rund um die Eigentumsimmobilie hervor. Dies kann schließlich damit zusammenhängen, dass das östlichste Bundesland Österreichs den größten Bestand an Einfamilienhäusern besitzt. Die Registerzählung von 2011 ergab hier einen Spitzenwert von 81,9 Prozent für Häuser mit einer Wohneinheit.

Die Burgländer ängstigen sich bundesweit am häufigsten vor Einbrüchen (61 Prozent). Und auch die Sorgen hinsichtlich eines Wasserrohrbruchs oder Hausbrands sind hier am größten (jeweils 47 Prozent). Weiters verzeichnen die Sorgen vor kaputten Dächern (45 Prozent) und Thermen (37 Prozent) im Burgenland Höchstwerte in der Umfrage.

Versicherungsausfall oder unzureichende Deckung als zentraler Sorgenpunkt

Mögliche Schäden rund um die eigene Immobilie treiben Österreichern die größten Sorgenfalten ins Gesicht, allen voran durch einen Einbruch. Hintergrund hierfür sind laut Studie vor allem die Ängste vor einem Versicherungsausfall oder einer unzureichenden Deckung, wie die Grafik zusammenfasst:

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Demnach sorgen sich 51 Prozent der Befragten um einen Versicherungsausfall, wenn der Schaden aufgrund eigener Fahrlässigkeit entstanden ist oder Fahrlässigkeit unterstellt wird. 48 Prozent befürchten, dass die Versicherungssumme im Schadensfall nicht ausreicht und dadurch Mehrkosten aus eigener Tasche entstehen.

In Wien ist die Angst vor Versicherungsausfall mit 60 Prozent am höchsten, gefolgt vom Burgenland und Niederösterreich mit jeweils 55 Prozent.

So sind es also immer auch die finanziellen Folgen eines Einbruchs, Rohrbruchs oder Brands vor denen sich die Österreicher fürchten. Schließlich wünschen sich hier 91 Prozent der Befragten, dass die Kosten bei einem Wasserrohrbruch gänzlich durch die Versicherung abgedeckt werden.

Welches Wohnumfeld wünschen sich die Österreicher?

Gleichzeitig sehen die Top-5-Wünsche der Österreicher laut Studie wie folgt aus:

  1.  eigene Freibereichanlagen (74 Prozent)
  2.  ruhige Wohngegend (72 Prozent)
  3.  helle Wohnräume (68 Prozent)
  4.  nette Nachbarn (67 Prozent)
  5.  gute Infrastruktur in der Gegend (62 Prozent)

Diese überregionale Reihenfolge gestaltet sich in den meisten Bundesländern ähnlich. In Wien dagegen liest sich die Rangliste genau umgekehrt: Die Städter legen am meisten Wert auf Wohnraum mit guter Infrastruktur (77 Prozent), gefolgt von netten Nachbarn (66 Prozent) und hellen Wohnräumen (64 Prozent). Freibereichanlagen werden lediglich von 56 Prozent der Wiener ersehnt.

Wie können Makler diese Informationen nutzen?

Aus den ermittelten Ängsten und Wünschen der Studie lässt sich ableiten, dass Immobilieninteressierte tendenziell nach Wohnraum mit folgenden Eigenschaften suchen:

  • moderne Immobilien (Wasserleitungen und Dach in gutem Zustand)
  • einbruchsicher
  • Lage in ruhiger und netter Nachbarschaft
  • konstantes Mietniveau (bei Mietern in Städten)
  • gute Infrastruktur (bei Mietern in Städten)

Als Makler können Sie diese Bedürfnisse berücksichtigen, um von vornherein die passende Immobilien für Ihre Interessenten auzuwählen.

Die Sorgen der Kunden ernst nehmen – Offenheit zahlt sich aus

Außerdem helfen die Kennzahlen der Studie Maklern dabei, potentiellen Käufern die Ängste hinsichtlich einer Immobilie zu nehmen. Denn werden Interessenten mit ihren Sorgen und Bedenken allein gelassen, entscheiden sie sich eher gegen das angebotene Objekt.

In Großstädten wie Wien sind vor allem Mieterhöhungen und lärmende Nachbarn vorherrschende Ängste, wodurch Interessenten bei einem Kauf oder einer Miete zögern. Es ist empfehlenswert, diese Sorgen bei Kundenterminen zu thematisieren und offene Fragen zu klären. Wie setzt sich die Nachbarschaft in einem Mehrfamilienhaus zusammen? Wie haben sich die Mieten in der Region zuletzt entwickelt und mit welchen Mietpreisen ist künftig zu rechnen?

Abseits der Ballungsräume ist dagegen vorwiegend der Zustand von Bestandsimmobilien Thema bei Interessenten. Wie sicher ist die Immobilie vor Einbrüchen, wie hoch die Kriminalitätsrate in der Region? Wie sanierungsbedürftig sind die Wasserleitungen und das Dach?

Offenheit zahlt sich in jedem Fall aus. Zeigen Sie, dass Sie die Sorgen Ihrer Kunden kennen und auf alle Fragen vorbereitet sind. So gewinnen Sie das Vertrauen Ihrer Kunden und können unberechtigte Ängste schnell aus dem Weg räumen.