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Wohneigentum wird in Österreich immer beliebter

Marktforschungsstudie zu Spar- und Anlageformen

Eigentumswohnungen und Häuser stehen hoch im Kurs. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens GfK haben sich Immobilien im Jahr 2016 als beliebteste Anlageform der Österreicher etabliert. Wie die Ergebnisse der Studie im Detail aussehen und was sie für Immobilienmakler bedeuten

Wohnung, Haus und Boden: So beliebt sind Immobilien in Österreich

18.000 Österreicher ab 15 Jahren werden von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) quartalsweise zu ihren Interessen an verschiedenen Spar- und Anlageformen befragt. Ende 2016 stand nach den Auswertungen des „GfK Stimmungsbarometers“ fest: Der Großteil der Befragten findet Häuser und Eigentumswohnungen als Kapitalanlage am attraktivsten. Anfang des Jahres kletterte diese Anlageform erstmals auf den ersten Platz und blieb dort mit steigenden Zahlen bis zum Jahresende (42 Prozent). Der Kauf eines Grundstücks folgte als zweitbeliebteste Möglichkeit, Geld anzulegen.

Während Immobilien immer beliebter werden, ist das Interesse an Bausparverträgen und Sparbüchern gesunken. Zwar konnten sich beide Anlageformen zum Jahresende noch einmal stabilisieren. Mit 34 Prozent (Bausparvertrag) und 21 Prozent (Sparbuch) rangieren sie auf der Beliebtheitsskala allerdings deutlich hinter dem Umfrage-Primus.

Bewährte Sparprodukte gelten heute als risikobehaftet

Konventionelle Häuser mit einem Heizwärmbedarf (HWB) von über 50 KWh pro Quadratmeter werden zunehmend zu Auslaufmodellen: Aktuell bauen noch 17 Prozent der Befragten an solch einem Zuhause. In Planung sind diese Häuser dagegen nur noch bei jedem zehnten Häuslbauer.

28 Prozent der rezenten oder zukünftigen Häuslbauer bauen oder planen derweil ein Niedrigenergiehaus. Lediglich ein Fünftel entscheidet sich dagegen für ein Niedrigstenergiehaus oder Passivhaus – ein nahezu unveränderter Wert zu 2015. Laut "market Institut" könnten dafür möglicherweise die höheren Anforderungen an die Planung des Hauses und an den Bauvorgang ausschlaggebend sein.

Das Energiethema gestalte sich schließlich für viele Häuslbauer und Sanierer nach wie vor als komplex und teils undurchschaubar: Der Großteil der Befragten (37 Prozent) konnte keine Auskunft über die Energiekennzahlen ihres (geplanten) Hauses geben.

Gute Aussichten für das Maklergeschäft in Österreich

Noch nie zuvor haben Immobilien im „GfK-Stimmungsbarometer“ einen Wert über 42 Prozent erreicht. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer kontinuierlichen Aufwärtsbewegung, die 2013 bei 31 Prozentpunkten ihren Anfang nahm. Auch Grundstücke sind so beliebt wie seit vier Jahren nicht mehr.

Insgesamt versprechen diese Studienergebnisse gute Aussichten für Immobilienmakler. Das derzeitige Zinsniveau wird auf absehbare Zeit weiter auf einem niedrigen Level bleiben. Dadurch können Sie künftig mit einer guten Auftragslage rechnen, die sich in den nächsten Jahren tendenziell noch verbessern wird.